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ABC der Mineralölsprache | Finke Mineralölwerk GmbH
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Mineralölwerk GmbH
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ABC der Mineralölsprache

 

A

Abdampfrückstand

a) von Flüssiggas ist der unter den Prüfbedingungen nicht verdampfbare Anteil, der in der Regel aus öligen Anteilen besteht. Elementarschwefel und Abdampfrückstand bleiben nach dem Verdampfen des Flüssiggases bei Raumtemperatur gemeinsam zurück: DIN 51613

b) von Ottokraftstoff, Flug-Ottokraftstoff, flüchtigen Destillaten und Flug-Turbinenkraftstoff ist der unter definierten Temperaturbedingungen sich ergebende Rückstand: EN 5 (früher: DIN 51776)

c) für Zweitaktermischungen: DIN 51784; mit Hilfe des Schmierölgehaltes von fertigen Zweitaktermischungen läßt sich das darin vorliegende, im Fahrbetrieb wichtige Mischungsverhältnis der Volumenanteile Schmieröl zu Volumenanteile Kraftstoff errechnen. Der Schmierölgehalt wird im Fahrbetrieb meistens als Mischungsverhältnis angegeben. Er entspricht den unter den Bedingungen dieser Norm nicht verdampfbaren Volumenanteilen.

Ablagerungen

vorwiegend Ruß- und Schmutzpartikel; entstanden durch Ölalterung, mechanischen Verschleiß, Verbrennungsrückstände, hohe thermische Belastung, zu lange Ölwechsel- perioden, schlechte Ansaugluftfilterung usw. Auftreten im Verbrennungsraum, in Filtern, im Ölsumpf und an thermisch hochbelasteten Motoren- und Maschinenteilen.

Abschmierfette

Weiche, gut förderbare Schmierfette (meist NLGI 2), sehr oft gefärbt, meistens Kalk- oder Lithiumseifenbasis, wasserabweisend, mit gutem Haftvermögen; insbesondere für Kfz-Schmierung.

Abschrecköl

ACEA

Association des Constructeurs Europeéns d' Automobiles ist die Nachfolgeorganisation von CCMC und CLCA.

ACEA wird auf dem Gebiet der Betriebsstoffe die Arbeiten des CCMC fortsetzen und intensivieren sowie eine umfassende Vertretung der europäischen Automobilindustrie gewährleisten. Die z.Z. gültigen CCMC-Spezifikationen G 4, G 5, D 4, D 5 und PD 2 gelten nach wie vor (siehe CCMC).

ACEA hat folgende Mitglieder:
BMW AG, DAF N.F., Mercedes-Benz AG, Fiat Auto S.P.A., Ford of Europe Inc., General Motors Europe AG, MAN Nutzfahrzeuge AG, Porsche AG, Renault, Rolls-Royce Motor Cars Ltd., Rover Group Ltd., Saab-Scania AB, Volkswagen AG und Volvo AG. Mitarbeiter von Peugeot (PSA) sind in der Arbeitsgruppe "Fuels and Lubricants" z.Z. als Gäste anwesend.

ACEA Klassifizierungen:

Benzin-Motoren

A1 Kategorie für sog. Fuel-Economy-Motorenöle mit besonders niedriger High-Temperature-High-Shear-Viskosität (HTHS,<3,5 mPas). Bevorzugte Viskositätsklassen sind XW-30 und XW-20

A2 Kategorie für konventionelle und Leichtlauf-Motorenöle

A3 Kategorie für konventionelle und Leichtlauf-Motorenöle

A5 Kategorie für konventionelle und Leichtlaufmotorenöle. Entspricht ACEA A3, allerdings mit abgesenkter HTHS-Viskosität. In einem Prüfmotor muss im Vergleich zu einem 15W-40 Referenzöl eine Kraftstoff-Einsparung >2,5% nachgewiesen werden

PKW-Dieselmotoren

B1 Kategorie für Fuel-Economy-Motorenöle mit besonders niedriger High-Temperature-High-Shear-Viskosität (entsprechend A1)

B2 Kategorie für konventionelle und Leichtlauf-Motorenöle.

B3 Kategorie für konventionelle und Leichtlauf-Motorenöle. Übertrifft ACEA B2 bezüglich Nockenverschleiß, Kolbensauberkeit und Viskositätsstabilität bei Rußbelastung.

B4 Neue Kategorie für Direkteinspritzerdieselmotoren (TDI)

B5 Entspricht ACEA B4, allerdings mit abgesenkter HTHS-Viskosität. In einem Prüfmotor muss im Vergleich zu einem 15W-40 Referenzöl eine Kraftstoff-Einsparung >2,5% nachgewiesen werden.

C1 Neu seit 10/2004 für PKW-Dieselmotoren mit Dieselpartikelfiltern. Sulfataschegehalt max. 0,5%. Mit abgesenkter HTHS (Ford).

C2 Neu seit 10/2004 für PKW-Dieselmotoren mit Dieselpartikelfilter. Sulfataschegehalt max. 0,8%. Mit HTHS >2,9 mPas (Peugeot)

C3 Neu seit 10/2004 für PKW-Dieselmotoren mit Dieselpartikelfilter. Sulfataschegehalt max. 0,8%. Mit HTHS >3,5 mPas (Daimler Chrysler und BMW)

LKW-Dieselmotoren

E1 entspricht etwa MB 227 ausgelaufen seit 10/2004

E2 entspricht etwa MB 228.1

E3 entspricht etwa MB 228.3 und API CG-4 ausgelaufen seit 10/2004

E4 Basiert weitestgehend auf MB 228.5. Kein Motorentest OM 364A, dafür Mack T8 & T8E, längste Ölwechsel, geeignet für Euro IIIMotoren.

E5 ausgelaufen seit 10/2004

E6 für AGR Motoren mit/ohne Dieselpartikelfilter und SCR NOX Motoren; empfohlen für Motoren mit Dieselpartikelfilter in Kombination mit schwefelfreiem Kraftstoff, Solfataschegehalt <1% (Gew.)

E7 für Motoren ohne Dieselpartikelfilter der meisten AGR Motoren und der meisten SCR NOX Motoren; Sulfataschegehalt max. 2% (Gew.)

Achsenöl

dunkle Schmieröldestillate zur Achslagerschmierung (Eisenbahnwagen, Feldbahnen usw.) meist für Verlustschmierung und für ölgeschmierte Schmierstellen, die keine besonderen Anforderungen an die Lebensdauer, Temperaturstabilität und Beständigkeit des Schmieröles stellen; vielfach werden gutes Kälte-Fließverhalten und niedriger Hartasphaltgehalt verlangt.

Additive

Zusätze oder Wirkstoffe - siehe Wirkstoffe -

AGMA-Spezifikation

American Gear Manufacturers Association.
Die AGMA-Schmierstoffempfehlungen gibt es für offene und für geschlossene Industrie-
getriebe. Die Getriebeöle sind eingeteilt in 9 Viskositätsbereiche. Die Auswahl der
Getriebeöle (unlegiert, inhibiert, EP-legiert und compoundiert) erfolgt unter
Berücksichtigung der Getriebebauarten, der Temperatur, der Belastung und der
Viskositätsbereiche

 

AGMA                                                              AGMA                                               ISO

Lubricant No                                                 Lubricant No                                   Viskositätsklasse ca.


Korrosions- und                                           mit zusätzlichen

Oxidationsinhibitoren)                                Hochdruckzusätzen)

 


1                                                                                                                                    46

2                                                                      2EP                                                      68

3                                                                      3EP                                                    100

4                                                                      4EP                                                    150

5                                                                      5EP                                                    220

6                                                                      6EP                                                    320

7 Compounded                                           7EP                                                    460

8 Compounded                                           8EP                                                     680

8 A Comp.                                                     8 A EP                                               1000


Aliphate

gesättigte und ungesättigte Kohlenwasserstoffe, bestehend aus geraden oder verzweigten Ketten; gesättigte Aliphate sind Normal- und Iso-Paraffine (Alkane); ungesättigte Aliphate mit einer oder mehreren Doppelbindungen sind Olefine (Alkene, Diene), mit einer oder mehreren Dreifachbindungen sind Alkine.

Alkalien

Hydroxidverbindungen der Alkali- und Erdalkalimetalle, wie z.B. Calcium, Barium, Natrium, Lithium (Lithiumhydroxid) usw., zur Neutralisation von organischen und anorganischen Säuren (Phenolen, Schwefelsäure usw.); werden auch verwendet zur Herstellung der Metallseifen für Schmierfette.

Alkalität

ist die Menge an freiem Alkali in einer Flüssigkeit; alkalisch wirkende Zusätze werden zur Neutralisation der sauren Verbrennungsprodukte den HD-Motorenölen zugesetzt.

Alkane

- siehe Paraffine -

Alkene

- siehe Olefine -

Alkohole

Kohlenwasserstoffe mit einer oder mehreren OH-Gruppen im Molekül (Methanol, Ethanol, Glykol usw.)

Alkylierung

ist die Anlagerung einer Alkylgruppe u. a. an bestimmten anderen Kohlenwasserstoffverbindungen; in der Petrochemie werden durch Alkylierung Netz- und Waschmittel sowie Kunststoffe hergestellt, in der Mineralölindustrie sind die Alkylene (Alkene, Olefine) Mischkomponenten für OK mit guter Klopffestgkeit.

Almen-Wieland-Ölprüfmaschine

Maschine zur Prüfung von Getriebeölen, Schmierfetten, Feststoffdispersionen, Pasten und Metallbearteitungsflüssigkeiten auf Hochdruckeigenschaften und Verschleißverhalten im Mischreibungsgebiet; die Maximallast beim Brechen der Prüfwelle wird angegeben.

Alterung

ist die unerwünschte chemische Veränderung von mineralischen und synthetischen Produkten (z.B. Schmierstoffen, Kraftstoffen) während des Gebrauches und während der Lagerung; ausgelöst durch Reaktionen mit Sauerstoff (Bildung von Peroxiden, Kohlenwasserstoff-Radikale); Wärme, Licht sowie katalytische Einflüsse von Metallen und anderen Verunreinigungen beschleunigen die Oxidationen. Es kommt zur Bildung von Säuren und Schlamm; Alterungsschutzstoffe - Antioxidantien (AO) - verzögern die Alterung.

Alterungsbeständigkeit

nach Baader: DIN 51554 T1/T2/T3 - siehe Baader-Test -

Alterungseigenschaften

dienen zur Beurteilung der Brauchbarkeit eines Schmieröles für den Verwendungszweck, z. B. für hohe Druckbeanspruchung eines Schmieröles CLP; gemessen wird der Anstieg der kinematischen Viskosität im gealterten Probeteil sowie die Zunahme der Fällungszahl: DIN 51586; Alterungsverhalten von wirkstoffhaltigen Dampfturbinen- und Hydraulikölen: DIN 51587

Alterungsverhalten

von unlegierten und wirkstoffhaltigen Schmierölen; gemessen wird die Zunahme des Koksrückstandes nach Conradson nach Alterung mit Durchleiten vonLuft: DIN 51352 T1; mit Durchleiten von Luft und in Gegenwart von Eisen (III)-Oxid (für Turbinenöle TDL): DIN 51352 T2; für die Bestimmung des Alterungsverhaltens von wirkstoffhaltigen Dampfturbinen- und Hydraulikölen wird die Zunahme der Neutralisationszahl bei Behandlung des Öles mit Sauerstoff in Gegenwart von Wasser, Stahl und Kupfer festgestellt: DIN 51587

Altöle

a) sind gebrauchte Schmieröle, die beim Einsatz durch Alterung, Verunreinigung usw. zur Weiterverwendung als spezielle Schmieröle ungeeignet geworden sind; evtl. nach Reinigung für untergeordnete Schmierstellen mit Verlustschmierung noch verwendbar

b) in dem Gesetz über die "Vermeidung und Entsorgung von Abfällen" (Abfallgesetz AbfG) vom 27. August 1986, § 5 a Altöle, steht: Altöle sind gebrauchte halbflüssige oder flüssige Stoffe, die ganz oder teilweise aus Mineralöl oder synthetischen Ölen bestehen, einschließlich ölhaltiger Rückstände aus Behältern, Emulsionen und Wasser-Öl-Gemischen. Es werden drei Altölgruppen unterschieden, die getrennt zu sammeln und zu lagern sind:

1) Altöle, die in einer Zweitraffination wieder aufgearbeitet werden können, z.B. gebrauchte Verbrennungsmotoren- und Getriebe-öle, mineralische Maschinen-, Turbinen- und Hydrauliköle sowie andere Altöle, soweit sie nicht mehr als 20 mg/kg PCB (bestimmt als 4 mg/kg PCB mittels festgelegtem Untersuchungsverfahren) oder 2 g/kg Gesamthalogen enthalten

2) Altöle, wie z.B. Metallbearbeitungsöle und Isolieröle auf Mineralölbasis, die mit höheren Schadstoffgehalten verunreinigt sind, aber in zugelassenen Anlagen - die den Vorschriften des Bundes-Immissionsschutz-Gesetzes entsprechen - verbrannt werden dürfen

3) Altöle, die als Sonderabfall entsorgt werden müssen, wie z.B. Kleinmengen unbekannter Herkunft und alle aus dem Untertagebau stammenden Hydraulikflüssigkeiten sowie andere gebrauchte Öle, soweit sie nicht den Gruppen 1 und 2 angehören - siehe AbfG -

Altschmierstoffe

sind gebrauchte, für den ursprünglichen Zweck nicht mehr verwendbare, verschmutzte, ungereinigte Schmierstoffe (Altöl, Altfett, Altemulsion). Je nach Verschmutzungsgrad ist bei Altölen eine Wiederverwendbarkeit nach Filterung oder Raffination möglich

Aluminiumkomplexseifen-Schmierfette

sie besitzen eine sehr gute Wasserbeständigkeit, gute Förderbarkeit, zeichnen sich durch niedrige Ölabscheidung aus und haben einen hohen Tropfpunkt (bis über 230°C und mit EP-Zusätzen gute Druckbelastbarkeit; Einsatztemperaturen bis ca. 160°C

Aluminiumseifen-Schmierfette

Schmierfette aus Aluminiumseifen und Mineralölen, meist als Chassisfette und als Getriebefließfette verwendet; sie haben gutes Haftvermögen und gute Wasserresistenz, jedoch eine geringe Scherstabilität und meist einen niedrigen Tropfpunkt von ca. 120°C

Analysendaten

Eigenschafts- und Kennwerte, die durch chemische und physikalische Untersuchungen von Mineralölen ermittelt werden. Die Analysendaten dienen mit zur Beurteilung von Kraft-, Brenn- und Schmierstoffen

Anilinpunkt (AP)

ist die Temperatur in °C, bei der sich eine durch Erwärmung homogene Lösung mit gleichen Raumteilen Öl und Anilin beim Abkühlen durch Entmischung trübt; für helle Mineralöle: DIN 51775, für dunkle Mineralöle: DIN 51787. Richtwerte für Entmischungstemperaturen liegen bei

Aromaten0°C
Naphthene zwischen30°C und 50°C
Paraffine über50°C

Anlaßöl

Öle zum Anlassen und zum Vergüten (Entspannen) von gehärtetem Stahl; Badtemperatur bis höchstens 350 °C

Antioxidantien (AO)

Oxidations-Inhibitoren, chemische Zusätze (Wirkstoffe), die die Schmierölalterung erheblich verzögern - siehe Oxidationsinhibitoren -

API-Klassifikation für KFZ-Getriebeöl

GL 1  Unlegierte Getriebeöle für Zahnrad- und Schneckengetriebe sowie für schräg- und                bogenverzahnte Achsantriebe unter lichten Betriebsbedingungen, Korrosions- und Oxidations- Inhibitatoren können zugesetzt werden

GL 2  Getriebeöle für Achsantriebe mit Schneckengetrieben, die aufgrund der Anforderungen nicht mehr einwandfrei mit Getriebeölen gemäß GL 1 betrieben werden können

GL 3  Mildlegierte (EP) Getriebeöle für Schalt- und Sondergetriebe sowie für Achsantriebe bei leichten und mittleren Betriebsbedingungen

GL 4  Getriebeöle für hypoidverzahnte Achsantriebe bei normalen Betriebsbedingungen sowie für hochbelastete Schalt- und Sondergetriebe; entspricht in etwa der MIL-L 2105

GL 5  Getriebeöle für hochbeanspruchte hypoidverzahnte Achsantriebe, teilweise auch für Schalt- und Sondergetriebe; entspricht in etwa der MIL-L 2105 B; GL 5-Getriebeöle in Mehrbereich-Charakter entsprechen MIL-L 2105 C/D

GL 6  Getriebeöle für sehr hochbeanspruchte hypoidverzahnte Achsantriebe (Achsversatz über 25% des Tellerraddurchmessers); inzwischen zurückgezogen. API GL 6 ist äquivalent der Ford M 2C - 105 A 

API-Klassifikation für Motorenöle

Motorenöleinteilung nach API: SAE J 183 für Otto-Motoren (Service-Klassen)

SA  Regular-Motorenöle evtl. mit Stockpunktverbesserer und/oder Schaum-Inhibitoren

SB  Motorenöle für niedrigbeanspruchte Otto-Motoren mit Wirkstoffen (mildlegiert)  gegen Alterung, Korrosion und Verschleiß

SC  Motorenöle für mittlere Betriebsbedingungen bei Otto-Motoren, mit Wirkstoffen gegen Verkokung, Kaltschlamm, Alterung, Korrosion und Verschleiß

SD  Motorenöle für höhere Anforderungen bei Otto-Motoren. Die von 1968 bis 1971 von den Automobilherstellern gestellten Anforderungen werden erfüllt.

SE  Motorenöle für sehr hohe Anforderungen und starke Belastungen bei Otto-Motoren          (stop-and-go-Verkehr). Erfüllt die Anforderungen der Fahrzeughersteller für die Typen ab 1971/72; überdeckt SD; entspricht etwa der Ford-Spezifikation M2C-9001-AA und der                  GM 6136 M, sowie der MIL-L 46152 A

SF  Motorenöle für sehr hohe Anforderungen und starke Belastungen bei Otto-Motoren (stop-and-go-Verkehr). Erfüllt die Anforderungen der Fahrzeughersteller für die Typen ab 1980; übertrifft SE in Bezug auf Oxidationsstabilität, Verschleißschutz und Schlammtragevermögen; entspricht der Ford-Spezifikation SSM-2C-9011 A (M2C-153-B) und der GM 6048-M, sowie der MIL-L 46 152 B

SG  Motorenöl für höchste Anforderungen, mit speziellen Testen zur Oxidationsstabilität und Schlammbildung. Für Motorentypen ab 1987/88. Anforderungen ähnlich der MIL-L 46152 D

SH  Neue API Spezifikation für Motorenöle, die ab 1993 auf den Markt gekommen sind. Verwendbar für PKW-Modelle 1994. SH muß nach dem CMA-Code of Practice geprüft sein. SH entspricht weitgehend SG, mit zusätzlichen Anforderungen bezüglich HTHS, Verdampfungsverlust (ASTM-Test und Noack), Filtrierbarkeit, Schaumverhalten und Flammpunkt. SH entspricht außerdem ILSAC GF-1ohne den Fuel Economy-Test und mit dem Unterschied, dass SH auch Mehrbereichsöle mit 15W-X zuläßt.

SJ  Nachfolgeklassifikation zu API-SH. Streng limitierter Verdampfungsverlust, dadurch geringerer Ölverbrauch. Gültig ab 10/1996

SL  stellt im Vergleich zu API: SJ noch höhere Anforderungen an das Motorenöl hinsichtlich Alterungsbeständigkeit, Viskositätsstabilität, Kraftstoffersparnis, Motorensauberkeit und Verschleißreduzierung insbesondere bei verlängerten Wartungsintervallen. Gültig ab 07/2001  

SM 2004 eingeführt. Nochmals verschärfte Anforderungen bezüglich Oxidationsstabilität, Motorsauberkeit, Verschleißschutz, Alterungsverhalten und Leistungsvermögen bei niedrigen Temperaturen.


für Diesel-Motoren (Commercial-Klassen)

CA  Motorenöle für leicht beanspruchte Dieselmotoren; entspricht der MIL-L2104

CB  Motorenöle für leicht- bis mittelbelastete Diesel- und Otto-Motoren; auch bei etwas erhöhtem Schwefelgehalt des Dieselkraftstoffes; entspricht der DEF 2101 D und der MIL-L 2104 A Suppl. 1 (S 1)

CC  Motorenöle für mittlere bis schwere Betriebsdedingungen bei Diesel- und Otto-Motoren; entspricht der zurückgezogenen MIL-L 2104 B

CD  Motorenöle für schwerbelastete Diesel-Motoren mit und ohne Aufladung; überdeckt            MIL-L45199 B (S 3); CD entspricht MIL-L 2104 C

CE  Motorenöle für schwerbelastete und schnellaufende Diesel-Motoren mit und ohne Aufladung, die vielfach stark wechselnden Belastungen ausgesetzt sind; zu CD müssen die Spezifikationen Cummins NTC 400 und Mack EO-K/2 erfüllt werden

CF  Ersetzt ab 1994 die Spezifikation API CD

CF-2  Ist nur für Zweitakt-Dieselmotore vorgesehen. Ersetzt seit 1994 die Spezifikation API CD II 

CF-4  Seit 1990 Motorenölspezifikation für schnell laufende 4-Zylinder Dieselmotoren. Überdeckt die Anforderungen von CE; ergäntz um Anforderungen bezüglich des Ölverbrauches und der Kolbensauberkeit. In Verbindung mit SF/SG oder SH auch in PKW Diesel- und Ottomotoren einsetzbar. Zu verwenden bei DK mit erhöhtem Schwefelgehalt

CG-4  Für hochbeanspruchte LKW-Motoren. Berücksichtigt EPA Emissionsbegrenzungen ab 1994. Ersetzt seit Juni 1994 API CF-4

CH-4  Ersetzt ab Dezember 1998 API CF-4/CG-4. Geeignet für Schwefelgehalte > 0,5% bei verlängerten Wechselintervallen

CI-4  Ersetzt ab 2002 API CF-4/ CG-4/ CH-4. Für verlängerte Wechselintervalle 

CI-4 PLUS Einführung 2005. Öle mit höherem Schutz gegen Viskositätsanstieg durch Ruß und Viskositätsverlust durch Scherung.

Aräometer

Tauchspindel zur Bestimmung der Dichte: DIN 51757

Aromaten

Kohlenwasserstoffverbindungen mit ringförmiger Molekularstruktur. Ihre Moleküle enthalten mind. einen Benzolring. Sie gehören zu den ungesättigten Verbindungen (Benzol, Toluol, Naphthalin). In Schmierstoffen ergeben sie ein schlechtes Viskositäts-Temperatur-Verhalten und einen ungünstigen Einfluß auf die Oxidationsbeständigkeit. Als Mischkomponenten im Ottokraftstoff bewirken sie ein gutes Klopfverhalten bei der motorischen Verbrennung; aus Umweltgründen werden sie jedoch, wegen ihrer cancegorenen Wirkung, prozentual immer mehr begrenzt

Asche

mineralischer Rückstand, der beim Veraschen von Schmierstoffen als Oxid (Oxidasche) oder Sulfat (Sulfatasche nach vorheriger Zugabe von Schwefelsäure) verbleibt. Sulfatasche nur für Schmieröle mit metall-organischen Zusätzen und für gebrauchte Schmieröle; Asche von Mineralölen: DIN 51575, EN 7; Asche von Schmierfetten: DIN 51803

Asphalt

ein aus Bitumen und mineralischen Baustoffen (Sand u. a.) bestehendes Gemisch - siehe Hartasphalt -

Asphaltene

werden solche Erdölbestandteile genannt, die beim Lösen mit n-Heptan ausfallen und in Reintoluol löslich sind. Ein zu großer Gehalt an Asphaltenen kann zu störenden bitumen- oder teerhaltigen Ausscheidungen bei manchen Produkten führen: DIN 51595

ASTM

American Society for Testing and Materials; Institution, die u. a. die amerikanischen Mineralölprüfnormen aufstellt

ASTM-Farbzahl

Bestimmung der Farbe: DIN ISO 2049 - siehe Farbzahl -

Atomabsorptionsspektroskopie

diese Absorptionsflammphotometrie ermöglicht sehr schnell den Gehalt an bestimmten Elementen in Kraftstoffen, Schmierstoffen usw. zu ermitteln: DIN 51391 T1; E 51397 T1 / T2; 51431; 51769 T7 / T8 / T9 / T10; 51797 T1 / T2 / T3 / T4 und 51815 T1

Ausbluten

das im Schmierfett enthaltene Schmieröl wird von dem Seitengerüst getrennt. Das Ausbluten des Fettes an der Schmierstelle kann bedeuten, dass das Fett nicht genügend walkstabil und/oder temperaturbeständig ist

Ausfällungen

z. B. bei niedrigen Temperaturen; Trennung von Paraffinen aus Mineralölen oder - bedingt durch Fremdstoffe und chemische Einflüsse bei legierten Schmierölen (z. B. Motorenöl) - das Ausfällen von Wirkstoffen

Automatenöl

Schneideöl für die Metallbearbeitung auf Automaten (unlegiert, legiert und/oder gefettet)

Automatic Transmission Fluid (ATF)

ATF's sind Spezialschmierstoffe mit besonderen und hohen Anforderungen gemäß den Aggregate-Funktionen in automatischen Getrieben. Gefordert sind ein sehr gutes VT- und Tieftemperaturverhalten, Scherstabilität, hohe Oxidationsstabilität, ausgezeichnetes Schaumverhalten und Luftabgabevermögen, definiertes Reibverhalten, EP-Eigenschaften usw. Zur Zeit verwedete Spezifikationen.
 

B

Baader-Test

Bestimmung der Alterungsneigung unter Einfluß von Kupfer und Wärme. Messung von Kupferverseifungszahl, Schlammgehalt, dielektrischer Verlustfaktor; Anwendung für Isolieröle, Turbinenöle, Getriebeöle und Hydrauliköle: DIN 51 554 T1/T2/T3

Bakterienbefall

Wassergemischte Kühlschmierstoffe ( z.B. Emulsionen ) bieten einen guten Nährboden für Bakterien ( Aerobier, Anerobier ), Hefen und Pilze. Gute wassermischbare Kühlschmierstoffe enthalten Bakterizide, um vor Bakterienbefall zu schützen, damit z.B. die Emulsionen nicht zerstört werden. Gleichzeitig ist größtmögliche Sauberkeit an den Maschinen, an denen diese Kühlschmierstoffe verwendet werden, äußerst wichtig. Kennzeichen bei Bakterienbefall sind übler Geruch, Korrosion an Werkstücken und Maschinen, Abfall des pH-Wertes, Aufrahmung usw. - siehe auch Konservierungsmittel

Bariumkomplexseifen-Schmierfette

Schmierfette mit guten Hochdruckeigenschaften und guter Wasserbeständigkeit

Bariumseifen-Schmierfette

Schmierfette aus Bariumseifen und Mineralölen bzw. synthetischen Ölen
wasserabweisend und gute Scherstabilität, meist schlechtes Tieftemperatur-Verhalten
 

Barrel-(engl. Faß)

das Barrel ist ein internationales Hohlmaß, welches in der Mineralölbranche seit Beginn der Erdölförderung, als noch Erdöl in Fässer abgefüllt wurde, verwendet wird. Fördermengen und Preisnotierungen werden in Barrel bzw. Dollar/Barrel festgelegt.
1 Barrel = 42 US-Gallonen = 159 Ltr.
 

Basenzahl

Gibt in Motorenölen die Menge der alkalisch wirkenden Bestandteile an;
Bestimmung der Gesamtbasenzahl nach DIN ISO 3771
 

BASF-Prüfmotor

wird zur Oktanzahl-Messung für Ottokraftstoffe: DIN 51 756 und zur Cetanzahl-Messung für Diesel-Kraftstoffe: DIN 51 773 verwendet

Basisöl

Mineralölanteil eines legierten Schmieröles - siehe Grundöl -
bzw. Ölanteil bei Schmierfetten
 

Batch Blending

bezeichnet man das Mischen und Additivieren von Mineralöl- und Syntheseöl-Produkten in beheizbaren Mischkesseln mit Rührwerken ( Füllmenge bis ca. 15m³ ).
Die Temperatur muß so eingestellt werden, dass sämtliche zu mischenden Anteile homogen ineinander in Lösung gehen und trotzdem keine Reaktion irgendeines Produktes auftritt.
 

Baumaschinen-Schmierstoffe

Sortenauswahl von Motoren-, Getriebe- und Hydraulikölen sowie Kraftübertragungsölen und Schmierfetten für Baumaschinen: DIN 51 516

BBC-Test

Bestimmung der Oxidationsbeständigkeit von Turbinenölen nach Brown Boveri

Bentonite

Mineralien (z.B. Alu-Silikate, Montmorillonit usw.), die als Eindicker zur Herstellung temperaturbeständiger Schmierfette mit guten Kälteeigenschaften und als Emulgatoren verwendet werden

Benzin

Benzine sind Kohlenwasserstoffe des Erdöles, die im Siedebereich von ca. 25 C° bis ca. 215 C° liegen.
a) Rohbenzine (Naphttha) sind bestimmte Destillate des oben aufgeführten Siedebereiches. Sie sind Ausgangsprodukte für die Petrochemie. Durch thermische Spaltung ( Pyrolyse ) entstehen Zwischenprodukte, wie z.B. Ethylen, Propylen, Butan ( Butylen ) usw.
b) Spezial- und Testbenzine für verschiedenste Anwendungsgebiete wie: Petrolether als Extraktionsmittel für analytische Zwe: DIN 51 600 und "Unverbleite Ottokraftstoffe Normal, Super und Super Plus": DIN 51 607, EN 228
d) Flugturbinenkraftstoffe sind Kraftstoffe für Strahltriebwerke ( Düsen, Turbinen ) mit bestimmten Siedebereichen und speziellen Anforderungen, z.B.: DIN 51 403, 51 415, 51 421 und 51 799 sowie JP 1,4,5 und 8 -siehe auch Kerosin-  
e) Flugkraftstoffe sind Flugbenzine für Flugzeuge mit Kolbenmotoren - überwiegend für Sportflugzeuge - mit speziellen Anforderungen: DIN 51 415 und 51 421
 

Benzol

ringförmiger Kohlenwasserstoff C6H6, Benzol entsteht als Destillationsprodukt Verkokungsprozeß der Steinkohle. In der Petrochemie fällt Benzol auch bei Crackprozessen (Plattforming) bei der Hydrodesalkylierung von Toluol und Alkylaromaten, aus Pyrolysebenzinen und beim Reformieren an: DIN 51 633

Betonentschalungsöle

auch Formenöle, Anwendung in der Bauindustrie als Trennschicht bei Holz- oder Stahlschalungen usw.; der Einsatz erfolgt als Öl, Öl-in-Wasser-Emulsion und Wasser-in-Öl-Emulsion

BIA

Boating Industry Association (Vereinigung der US-Bootsindustrie); entwickelt Teste TC-W (Two-cycle air- and watercooled) und TC-2 für 2-Takt-Motorenöle (Außenbord) -siehe OMC-

Bitumen

sind die bei der schonenden Aufarbeitung von Rohölen ( Rückstand der Vakuumdestilation ) gewonnen dunkelfarbigen, halbfesten bis springharten, schmelzbaren, hochmolekularen Kohlenwasserstoffgemische und die in Schwefelkohlenstoff unlöslichen Anteile der Naturasphalte. Verwendung findet Bitumen im Asphalt, als Isoliermittel, im Bautenschutz, für Dachpappen usw.

Bitumengeblasenes

mit der Luft und bei bestimmter Temperatur geblasenes Bitumen

Blankhärteöle

sehr alterungsbeständige hochwertige Raffinate, unlegiert oder inhibiert, die keine Ablagerungen von Rückständen auf dem Werkstück verursachen. Viskosität ca. 8 bis 60 mm²/s bei 40 C°

Blasöl

anfallendes Destillat beim Blasen von Bitumen

Bleicherde

Hydrosilikate (Tonerde-Silikate) des Aluminiums oder Magnesiums. Ungesättigte Verbindungen, wie Harze und Asphaltstoffe aus dem Öl werden durch Bleicherde absorbiert; wirkt dadurch aufhellend (bleichend)

Bleitetraethyl/Bleitetramethyl

Klopfbremsen -siehe TEL/TML-

Blenden

Mischen von Mineralölprodukten und Additivierung. Erfolgt im Tank oder Kessel als "Batch Blending" und kontinuierlich in automatischen Mischanlagen bzw. bei der Endpunktadditivierung beim Abfüllen als "In Line Blending"

Blockfette

Schmierfette, auch Brikettfette genannt, in Ziegel-, Block- oder Brikettform geschnitten

Blutungszahl

Neigung der Vaseline, ölige Bestandteile abzuschneiden oder auszuschwitzen

Bohröle

mit Wasser emulgierbare Mineralöle zur Herstellung von Emulsionen
( Bohröl = Mineralöl + Emulgator + Stabilisator ) als Metallbearbeitungs-Flüssigkeit
 

Bore Polishing

Auftreten von Spiegelflächenbildung in Zylindern von hochaufgeladenen Dieselmotoren. Einflußfaktoren sind Motorenbauart, Einsatzbedingungen, Betriebstemperaturen, Ölwechselintervalle, Motorenölqualität usw.

BPA

Beginn der Paraffinausscheidung
- siehe Cloudpoint: DIN ISO 3015 -
 

Braunkohlenteeröl

ein bei der Schwelung von Braunkohle anfallendes Öl

Brechungsindex

gibt die Ablenkung eines Lichtstrahles bestimmter Wellenlänge beim Durchgang durch einen Stoff an; zu verwenden bei der Identifizierung von Ölen; gibt Aufschluß über die molekulare Zusammensetzung (Brechzahl): DIN 51 423 T 1/T 2

Brennpunkt

niedrigste Temperatur, bezogen auf einen bestimmten Druck, bei der Dämpfe einer gleichmäßig höher erwärmten Flüssigkeit nach der Entzündung durch eine Flamme mindestens fünf Sekunden lang weiterbrennen: DIN ISO 2592

Brennwert

Als Brennwert H0 wird der Quotient aus der bei vollständiger Verbrennung einer bestimmten Brennstoffmenge freiwerdenden Wärmemenge und der Masse dieser Brennstoffmenge bezeichnet: DIN 5499; 51900 T1 / T2 / T3 -siehe Herzwert-

Brightstock

hochviskoser, raffinierter heller Schmierölrückstand, gewonnen aus Paraffingatsch und dem Rückstand der Vakuum-Destillation; gutes Schmierverhalten; Mischkomponenten für Schmieröle; Viskosität z.B. bei 150 Brightstock ca 568 mm²/s bei 40°C -siehe Rückstandsöl-

Bromaufnahme ( Bromzahl )

dibt die Menge Brom in g an, die von 100g der zu untersuchenden Probe verbraucht wird; sie dient zur Berechnung des Gehaltes an ungesättigten Kohlenwasserstoffen (Olefinen) und aromatischen Kohlenwasserstoffen (Benzol,Toluol,usw.) in Ottokraftstoffen und Benzinen; Bromaufnahme:
DIN 51 774 T1 / T2 / T3
 

Brünieröle

a) Öl zum Entfernen von Salzresten auf Werkstücken aus Brüniersalzlösungen
b) Öl zum Schwärzen der Oberfläche von Stahlteilen
 

Butan

bei Normal-Temperatur gasförmiger Kohlenwasserstoff C4H10; n- und i-Butan: DIN 51 622

Buten ( Butylen )

bei Normal-Temperatur gasförmiger Kohlenwasserstoff C4H8, Butan und Buten sind unter Druck im Flüssiggas vorhanden: DIN 51 622
 

C

C

chemisches Symbol für das Element Kohlenstoff (carbo)

Caterpillar-Testmotoren

Einzylinder-Dieselmotoren (Typen 1A, 1D, 1E, 1G,  1H usw.) werden zur Erprobung von Motorenölen verwendet. Berücksichtigung von Rückstandsbildung, Lackbildung, Kolbenringklemmen u.a.

CCC-Verfahren

Continuous Contact Coking; bestimmtes Verfahren zur kontinuierlichen Verkokung von Rückstandsöl

CCMC

Committee of Common Market Automobile Constructors; Zusammenschluss der europäischen (EG) Automobilhersteller.
CCMC besteht in dieser Form nicht mehr - siehe ACEA -
 

CCMC-Motorenöl-Spezifikationen

CCMC
Committee of Common Market Automobile Constructors

Zusammenschluss der europäischen (EG) Automobilhersteller.
CCMC besteht nicht mehr. Nachfolgeorganisation ist ACEA
– siehe ACEA –

in Gegenüberstellung mit API-Klassifikation und MIL-Spezifikationen
 
für Otto-Motoren (Gasoline-Engines)
 
CCMC                                                            API                                             MIL-L
 



G 1    seit 31.12.1989 zurückgezogen   SE/CC                                     46 152 A
G 2    Nachfolge-Spezifikation ist G4     SF/CC                                     46 152 B
G 3    Nachfolge-Spezifikation ist G5     SF Low Viskosity                  46 152 B Low Viskosity
G 4    ersetzt seit 1.1.1990 G 2                SG                                           46 152 D
G 5    ersetzt seit 1.1.1990 G 3                SG Low Viskosity                 46 152 D Low Viskosity
 
für Diesel-Motoren (Diesel-Engines)
 
CCMC                                                             API                                          MIL-L
D 1   seit 31.12.19989 zurückgezogen    SE/CC                                   46 152 AD 2   Nachfolge-Spezifikation ist D 4   



CD                                          2104 C
D 3 Nachfolge-Spezifikation ist D5          SHPD-Super High Performance Dieselmotorenöle
D 4   ersetzt seit 1.1.1990 G 2                   für Dieselmotore und Turbo-Dieselmotore mit
                                                                        schwerer Belastung
D 5   ersetzt seit 1.1.1990 D 3                   für Dieselmotore und Turbo-Dieselmotore mit
                                                                        schwerster Belastung. SHPD-Öle für verlängerte
                                                                        Ölwechselintervalle aller in ACEA zusammenge-
                                                                        schlossenen Nutzfahrzeughersteller
PD 2   ersetzt seit 1.1.1990                       für Pkw-Dieselmotoren und -Turbodieselmotoren
                                                                        (Diesel-Passenger Cars)
 
Die CCMC-Motorenöl-Spezifikation erfüllen weitgehend die aufgeführten API-Klassifikationen
bzw. die MIL-L-Spezifikationen, während die API-Klassifikationen bzw. MIL-L-Spezifikationen die
CCMC-Anforderungen nicht vollständig erfüllen
 

CEC

Co-ordinating-European-Council for the Development of Performance Tests for Lubricants and Engine Fuels (Fachausschuß der europäischen Automobilhersteller zur Festlegung von Prüfmethoden für Motoren-Schmierstoffe und -Kraftstoffe)
 
CEC-Prüfnormen (für Motorenöle L und für Kraftstoffe F)
 
 
CEC L-01-A-79         Petter AV 1 Einzyl. Prüfmotor (Diesel)
CEC L-02-A-78         Petter W 1 Einzyl. Prüfmotor (Otto)
CEC L-03-A-70         Ford Cortina Vierzyl. Prüfmotor (Otto)
CEC L-04-A-70         Fiat 600 D Vierzyl. Prüfmotor (Diesel)
CEC L-07-A-85         Zahnrad-Verspannungsprüfmaschine: DIN 51 354
CEC L-11-T-72         DKA Reibungstest
CEC L-12-A-76         MWM-B: DIN 51 361 T 4 Einzyl. Prüfmotor (Diesel)
CEC L-14-A-88         Bosch-Einspritzpumpe: DIN 51 382 Scherstabilität
CEC L-17-A-78         MB OM 616 Vierzyl. Prüfmotor (Diesel)
CEC L-18-A-80         Brookfield Viskosimeter
CEC L-19-T-77         Motobécane AV 7 L 50 Motorentest für Zweitaktöle
CEC L-20-A-79         Motobécane AV 7 L 50 Motorentest für Zweitaktöle
CEC L-21-T-77         Vespa 180 SS für Zweitaktöle
CEC L-22-A-78         Fiat 124 AC Vierzyl. Prüfmotor (Otto)
CEC L-24-A-78         Petter AVB Einzyl. Prüfmotor (Diesel)
CEC L-25-A-78         Peugeot 204 Vierzyl. Prüfmotor Scherstabilität
CEC L-26-T-79         Volvo B 20 A Vierzyl. Prüfmotor (Otto)
CEC L-27-T-79         Ford Tornado Sechszyl. Prüfmotor (Turbo-Diesel)
CEC L-28-T-79         Johnson & Evinrude-Motor für Outboard-Öle
CEC L-29-T-81         Ford Kent Vierzyl. Prüfmotor (Otto)
CEC L-30/31-T-81   Cam + Tappet Rig Verschleiß und Pittingbildung
CEC L-32-T-82         Brookfield-Viskosimeter z. Bestimmung d. Borderline-Pumping-Temperature
CEC L-33-T-82         Biologischer Abbaubarkeitstest für Outboard-Öle
CEC L-34-T-82         Fiat 132 Vierzyl. Prüfmotor (Otto)
CEC L-35-T-84         VW 505 00 Vierzyl. Prüfmotor (Turbo-Diesel)
CEC L-36-T-84         High Shear Rate high Temperature Viscosity
CEC L-36-A-90         Ravenfield Viskosimeter
CEC L-37-T-85         FZG Scherstabilitätstest
CEC L-38-T-87         Elastomer-Verträglichkeit
CEC L-40-T-87         Verdampfungsverlust nach Noack
CEC L-41-T-88         MB M 102 E, Schlamm- und Rückstandstest
CEC L-42-A-92         MB OM 364 A (Turbo-Diesel-Test)
CEC L-45-T-92         Scherstabilitäts-Test
CEC F-03-T-81         Kraftstoffbewert. bezüglich Vergasersaubarkeit
CEC F-04-A-87         Opel Kadett Vierzyl. Prüfmotor (Otto)
CEC F 05-T-92         MB M 102 E, Einlaßventil Reinigungs-Test
usw.
 

Centipoise (cP)

Einheit der dynamischen Viskosität - siehe Tabellen SI-Einheiten - 1cP = 1 mPa s

Centistoke (cSt)

Einheit der kinematischen Viskosität - siehe Tabellen SI-Einheiten - 1cSt = 1mm2/s

Ceresin

mikrokristalline Wachse in weicher, plastischer, fester und harter Konsistenz, in Farben von weiß bis gelb, je nach Verwendungszweck mehr oder weniger n-Paraffine

Cetanzahl (CZ)

Maßzahl zur Kennzeichnung der Zündwilligkeit von Dieselkraftstoffen. Sie gibt an, wieviel Volumenprozent Cetan in einer Mischung mit alpha-Methylnaphthalin enthalten sind, bei der der gleiche Zündverzug wie bei dem zu prüfenden Dieselkraftstoff festgestellt wird: DIN 51773

CFR-Motor

Prüfmotor zur Messung der Klopffestigkeit von Ottokraftstoffen: DIN 51756 T2 / T4 sowie der Messung der Cetanzahl von Dieselkraftstoffen: DIN 51773; er ist ein Einzylinder-Viertakt-Motor. Die Verdichtung kann während des Betriebes verändert werden von 4:1 bis 12:1 bzw. von 7:1 bis 28:1

Channel Point

dient zur Beurteilung der Verformbarkeit eines durch Abkühlung fest gewordenen Mineralölproduktes.
Ein Ring mit ca. 16 mm inerem Durchmesser wird mit festem Mineralölprodukt ausgefüllt und eine Stahlkugel von 9,5 mm Durchmesser mittig daraufgelegt.
Der Channel Point ist die Temperatur, bei der das Mineralölprodukt soweit durch Wärmezufuhr erweicht ist, dass die Kugel durchfällt
 

Cleveland open cup

Gerät zur Bestimmung des Flammpunktes und des Brennpunktes im offenen Tiegel: DIN ISO 2592
 - siehe Flammpunkt -
 

Cloudpoint

ist die Temperatur, bei welcher ein blankes flüssiges Produkt unter festgelegten Prüfbedingungen durch die Ausscheidung von Paraffinkristallen trüb oder wolkig wird. Bestimmung des Cloudpoint:
DIN ISO 3015
 

Coken

Bei der Vakuumdestillation und in verschiedenen Crackanlagen (z. B. Visbreaker) entstehen Rückstände, die schwerer sind als das schwere Heizöl. Durch eine Vorbehandlung im Coker, vor weiteren katalytischen Verarbeitungsverfahren, werden unerwünschte Stoffe, wie Metallverbindungen, Schwefel, Stickstoffverbindungen usw. entfernt. Überwiegend wird in drei unterschiedlichen Verfahren Petrolcoks (Grünkoks) produziert

Cold Cranking Simulator (CCS)

ist ein Gerät zur Bestimmung der scheinbaren Viskosität von Motorenschmierölen bei niedrigen Temperaturen (-30°C bis -5°C) und einem Messbereich von 6 bis 100 dPa. s. Das Verfahren nach dieser Norm dient zur Einstufung eines Motorenschmieröles in die SAE-Viskositätsklassen mit Hilfe seiner (hier konventionell festgelegten) scheinbaren Viskosität. Diese läßt Rückschlüsse auf das Kaltstartverhalten des Öles im Motor zu: DIN 51377, ASTM D 2602

Cold-Filter-Plugging-Point (CFPP)

- siehe Grenzwert der Filtrierbarkeit -

Compoundierte Öle

Gemische von Mineral- und Fettölen. Art und zugesetzte Fett-Öl-Menge richtet sich nach Einsatz des Compoundierten Öles (Schneidöle, Marineöle, Zylinderöle, Schmieröle usw.)

Conradson-Test (CCT)

Bestimmung des Koksrückstandes nach Conradson. Verfahren zur Prüfung der Neigung von Mineralölen zur Bildung koksartiger Rückstände. Die Probe (Dieselkraftstoff, Heizöl, Schmieröl, Schmierfett) wird unter Luftmangel verbrannt (verschwelt). Anfallender Koks wird in Prozenten der Einwaage angegeben. Bei Dieselkraftstoffen läßt der Conradson-Test Rückschlüsse auf die Neigung zum Verstopfen der Einspritzdüsen, bei Heizölen zum Verkoken der Brennerdüsen, bei Schmierölen zur Entstehung von Rückstandsbildungen zu: DIN 51551
 

D

DAB

Deutsches Arzneimittelbuch z.Z. DAB 10; legt u.a. die Eigenschaften pharmazeutischer Weißöle fest

Dampfdruck

Maß für die Verdampfungsneigung für flüssige Kraftstoffe (in speziellen Fällen auch für Vakuumpumpen-Schmierstoffe); nach Reid: DIN 51 754, EN 12; Flüssiggase: DIN 51 616

Dampfturbinenöl

hochraffinierte, alterungsbeständige Schmieröle (Schmieröl TD), die zur Schmierung und Kühlung der Dampfturbinen-Getriebe, -Regler und -Lager sowie angetriebener Maschinen, wie Generatoren, Verdichter, Pumpen verwendet werden; Dampfturbinenöle TDL besitzen Wirkstoffe zur Verbesserung des Korrosionsschutzes, der Alterungsbeständigkeit und zur Verringerung der Schaumbildung:

DIN 51 515 T1

Dampfzylinderöle

dunkle und hochviskose Mineralöle (Schmieröle Z) zur Schmierung des Dampfteiles ( Zylinder, Schieber, Ventile) bei Kolbenmaschinen. Man unterscheidet Heißdampf-, Sattdampf- und Naßdampfzylinderöle; letztere meist compoundiert: DIN 51 515

Defoaments

Antischaumzusätze

Demulgatoren

Anionaktive Verbindungen wie Alkali- oder Erdalkalisalze. Um die Bildung von teilweise sehr stabilen Wasser-in-Öl-Emulsionen durch Wasserzutritt in bestimmten Schmierölen zu verhindern, müssen Demulgatoren zugesetzt werden

Demulgiervermögen

ist die Fähigkeit von Schmierölen, Wasser abzuscheiden bzw. eine Emulsion zu verhindern; die Prüfung des Demulgiervermögens von Ölen aus Öl-Wasser-Gemischen für Schmieröle und Hydraulikflüssigkeiten auf Mineralölbasis geschieht nach: DIN 51 599; demulgierende Eigenschaften: DIN ISO E 6614

Destergent- und Dispersant-Zusätze (D/D)

Succinimide, neutrale Metallsulfonate, Phonate, Phenolate, Phosphate, Thiophosphate, polymere Detergentien, Arminverbindungen, Sulfonate (hochmolekulare organische Barium-,Kalk-,Blei-, und Zink-Salze usw.). D/D-Additive haben in Motorenölen (HD-Wirkstoffe) die Aufgaben, ölunlösliche Verbrennungsrückstände (Ruß, Koks usw.) sowie harz- und asphalthaltige Oxidationsprodukte am Zusammenballen zu hindern, in Suspension (Netzmittel) zu halten, damit Schlammablagerungen und Öleindickungen vermieden werden. Rückstände sollen gelöst und Säuren neutralisiert werden

Destillate

Kohlenwasserstoffgemische, die bei der Destillation des Erdöles gewonnen werden

Destillation

bei der Destillation von Rohölen und Mineralölvorprodukten werden die verschiedenen Kohlenwasserstoffgemische in Fraktioniertürmen nach Verdampfung und nachfolgender Kondensierung; d.h. physikalischer Trennung, in bestimmte Siedebereiche ( Fraktionen ) aufgeteilt. Es werden zwei Destillationsarten unterschieden:

a) Atmosphärische Destillation - das bis auf max. 360 °C aufgeheizte Rohöl wird in den Fraktionierturm eingeleitet. Die nach oben strömenden Kohlenwasserstoffgase kondensieren dann in übereinander angebrachten Glockenböden. Mehrere Glockenböden, sogenannte Fraktionen ( Siedebereiche ), werden dann zusammengefaßt abgezogen. Die Produkte der atmosphärischen Destillation sind: Leicht- und Schwerbenzin, Petroleum, leichtes und schweres Gasöl sowie ein Rückstand

b) Vakuumdestillation - der Rückstand der atmosphärischen Destillation wird auch auf ca. 360°C erhitzt und in einen Fraktionierturm (Vakuumdestillationskolonne) mit Vakuum geleitet. Die Produkte sind verschiedene Schmieröldestillationsfraktionen, wie z.B. Spindelöle leicht und schwer, Zylinderöle sowie ein Vakuumrückstand zur Herstellung von Brightstock, Bitumen, schweres Heizöl usw.

Dichte

die Dichte p eines Mineralöles oder eines verwandten Stoffes ist der Quotient aus seiner Masse m und seinem Volumen V, bei einer bestimmten Temperatur t; sie ist abhängig vom chemischen Aufbau eines Produktes. Sie nimmt bei Produkten gleicher Art mit steigender Viskosität zu und mit steigender Güte des Raffinationsgrades ab: DIN 53 757

p= m/V siehe Tabelle SI-Einheiten

Dielektrischer Verlustfaktor

tan ist eine wichtige elektrische Kenngröße einer Isolierflüssigkeit. Sein Anstieg wird durch Alterung bzw. Verunreinigung der Isolierflüssigkeit hervorgerufen: DIN 57 370 T1, DIN IEC 247

Dielektrium

(Nichtleiter) auch Bezeichnung für Funkenerosionsöle; Dielektrizitätszahl: DIN 53 483 T1/T2/T3
-siehe Funkenerosionsöle-

Dieselindex

ist ein Maß für die Zündwilligkeit von DK ( ohneZündwilligkeitsverbesserer ) und damit ein Qualitätsmerkmal für Dieselkraftstoff. Er wird aus dem Anilinpunkt und dem API-Grad berechnet.

Dieselindex= (Anilinpunkt x API-Grad)/100

Dieselkraftstoff (DK)

besteht aus flüssigen Kohlenwasserstoffen (Mitteldestillat) und ist geeignet für den Betrieb von Dieselmotoren, insbesondere Fahrzeugdieselmotoren und solchen, die ähnliche Anforderungen an den Kraftstoff stellen: DIN 51 601; EN 590

Dilatanz

Ruhverflüssigung

DIN

Deutsches Institut für Normung e.V. bei Mineralölprodukten Normen über Eigenschaften, Anforderungen und Prüfverfahren für Hersteller, Anwender und Verbraucher

Dipolmoment

molekular-physikalische Eigenschaft eines Stoffes. Maß für die Polarität. Durch Kraftfelder werden die - normalerweise nicht polaren - elektrischen Schwerpunkte der Moleküle polarisiert. Bei Metalloberflächen können Ölmoleküle durch die von ihnen ausgehenden Kraftfelder polarisieren, so daß sie absorbiert, also an der Oberfläche festgehalten werden. Dipolmoment ist das Maß für das Polarisationsvermögen, jedoch keine unmittelbare Maßgröße für die Haftfähigkeit

Dispergiermittel (Dispergatoren)

Substanzen, wie Absetzverhinderungsmittel, Netzmittel, Detergentien, Suspendierhilfen,Emulgatoren u.a., die die Grenzflächenspannung zwischen zwei Komponenten erniedrigen, d.h., Benetzung herbeiführen bzw. verbessern

Dispersants

Wirkstoffe, die Schmierölen - insbesondere Motorenölen - zugesetzt werden. Dispersant-Wirkstoffe haben die Fähigkeit, Schmutzstoffe in feinster Verteilung in Schwebe zu halten bis sie ausgefiltert bzw. durch Ölwechsel entfernt werden können
-siehe Detergent- und Dispersantzusätze-
 

Dispersion

System ( Flüssigkeit ) aus mehreren Phasen, von denen eine kontinuierlich ( Dispersionsmittel ) und mindestens eine weitere fein verteilt ist; z.B. Emulsionen, Aerosole, Suspensionen, allgemeine Kolloide-Systeme u.a.

Dispersionsgrad

ist eine Feinheit der Teilchengröße in einer Dispersion(z.B. Suspension). Je kleiner die Teilchengröße in einer Dispersion ist, je transparenter erscheint sie. Für Kühlschmierstoff-Emulsionen/Suspensionen liegt die Teilchengröße je nach Art zwischen 0,1 und 10µm

DK

Kurzbezeichnung für:
a) Dieselkraftstoff: DIN 51 601; EN 590
b) Dielektrizitätskonstante für Isolieröl: DIN 53 483 T1
 

Doktortest

Prüfung flüssiger Brennstoffe (Spezial und Testbenzine sowie aromatische Kohlenwasserstoffe) auf Anwesenheit von Merkaptanen: DIN 51 765, DIN ISO 5275

DOT

Department of Transport; legt die Richtlinien für Bremsflüssigkeiten DOT 3,4 und 5 fest

Drahtseilfette

Schmierfette zum schmieren und konservieren von Drahtseilen; meist zur besseren Benetzung vorgelöst einzusetzen

Drahtziehschmierstoffe

je nach Eigenschaft und der Metallart des Drahtes sowie Art der Ziehmaschine ( Geschwindigkeit usw.) werden verschiedene Ziehschmierstoffe (pulverförmige Schmierstoffe, Ziehfette, Schmieröle, Emulsionen und Seifenlösungen) teils legiert, compoundiert usw. verwendet

Druckviskosität

-siehe Viskositätsdruckverhalten-

Dunkle Schmieröle und Achsenöle

Mineralöle einfacher Qualität; entstehen durch Aufmischung hochviskoser Rückstandsöle mit leichten Ölen, höhere NZ, VZ und höherer Asphaltgehalt als bei Destillaten und Raffinaten
-siehe Achsenöl-

Duo-Sol-Verfahren

selektive Extraktion (Solventextraktion) von Flüssigkeiten durch zwei Lösungsmittel; unerwünschte Bestandteile, wie z.B. aromatische Kohlenwasserstoffe, Asphalthene, Harze und andere instabile Verbindungen, werden entfernt

Durchschlagsfestigkeit

die elektrische Durchschlagsfestigkeit (Ed) ist der Quotient aus der Durchschlagsspannung (Ud) und dem geringsten Elektrodenbestand: DIN 53 481

Durchschlagsspannung

ist die Spannung (kV), bei der eine Ölschicht von 2,5mm Dicke, die sich zwischen zwei genormten Kugelkalottenelektronen befindet, durchschlagen wird. Sie ist die wichtigste Kenngröße zur Charakterisierung der elektrischen Isolierfähigkeit einer Isolierflüssigkeit:
DIN 57 370 T1; DIN 53 481

Düsenkraftstoffe

Kraftstoffe für Turbinentriebwerke von Flugzeugen, auch als jet fuel, jet propellant (JP) und Kerosin bekannt
-siehe Kerosin-
 

Dynamische Viskosität

absolute Viskosität; wird für technische Berechnungen benötigt: DIN 51 550
-siehe Viskosität-
Einheiten:
1 (N x s )/m2 = 1 Pa x s = 10 Poise = 1000 cP
-siehe Tabelle SI-Einheiten-
 

Dynamoöle

meist Spindelöle zum Schmieren der Lager von Elektromotoren und Dynamomaschinen
 

E

Edeleanu-Verfahren

Verfahren zur selektiven Extraktion von Mineralölen mit flüssigem Schwefeldioxid
-siehe auch Duo-Sol-Verfahren und Furfurol-Verfahren-

Einbrennöl

a) Gemisch aus fetten, Ölen, Mineralölen, Paraffin und Wachsen zum Imprägnieren (Brennen) von Riemenleder
b) siehe Brünieröl
 

Einfahröle

Schmieröle zum Einlaufen neuer Maschinen, Motoren, Getriebe usw., um möglichst kontrolliert durch die chem.-physik.-Vorgänge die Rauhigkeitsspitzen zu glätten bzw. einzuebnen, damit ein größerer Traganteil der aufeinander gleitenden Flächen erreicht wird

Elasto-hydrodynamische Schmierung (EHD)

ist der Ablauf der Schmierung mittels eines flüssigen bzw. fettartigen Schmierstoffes im Schmierspalt meist zweier nicht gleichmäßig geformter Gleitflächen unter Berücksichtigung der Viskositäts-Druck-Temperaturgleichung und der Elastizitätsgleichungen der Werkstoffe

Elektromotorenfett

-siehe Wälzlagerfett-

Emcor-Test / SKF-Emulsions-Korrosions-Test

In diesem Emcor-Verfahren soll geprüft werden, welchen Schutz gegen Korrosion Schmierfette in Wälzlagern, Gleitlagern und Gleitflächen in Gegenwart von Wasser unter möglichst betriebsnahen Bedingungen dem Werkstoff geben: DIN 51 802

Emissionen

Schadstoffmengen, die aus Schornsteinen, Auspuffanlagen usw. in die Atmosphäre abgegeben werden und die Luftverunreinigung verursachen

Emulgatoren

Fettsäuren, Fettseifen, Ammoniumsalze, die Sulfon- und Naphtensäuren, Alkyl- und Acylpolyglykole usw.; sie werden eingeteilt in anionaktive-, kationaktive und nichtionogene Emulgatoren. Emulgatoren sind oberflächenaktive Stoffe, die durch Herabsetzung der Grenzflächenspannung des Wassers die Bildung und Haltbarkeit einer Emulsion bewirken. Man unterscheidet Öl-in-Wasser-Emulsionen (meistens) und Wasser-in-Öl-Emulsionen

Emulgierbarkeit

ie Neigung eines Syntheseöles, Mineralöles bzw. eines legierten oder compoundierten Öles, mit Wasser eine Emulsion zu bilden 

Emulgierfestigkeit

Widerstand eines Schmieröles gegen Emulsionsbildung. Bestimmung des Wasserabscheidevermögens (WAV) nach Dampfbehandlung: DIN 51 589 T1

Emulsion

Mischung nicht löslicher Stoffe; bei Mineralölen z.B. mit Wasser unter Mitwirkung von Emulgatoren; meist als Öl-in-Wasser-Emulsion vorkommend, möglich aber auch Wasser-in-Öl-Emulsionen

Emulsionsstabilisatoren

berflächenaktive Stoffe (Emulgatoren, Tenside), die die Emulsion stabil halten-siehe Emulgatoren-
 

EN

Europäische Norm

Engler (E)

konventionelles Maß zur Kennzeichnung der Viskosität; gemessen wird die Ausflußzeit eines Öles aus einem bestimmten Gefäß; das Verhältnis der relativen Ausflußzeit des Öles zu dem von Wasser bei 20°C ist das Engler-Grad

Enteisungsmittel

a) Kraftstoffzusätze, die die Vergaservereisung verhindern sollen (Alkohole wie Isopropylalkohol usw.)
b) Enteisungsflüssigkeiten, zur Verhinderung der Vereisung an Tragflächen
 

Entparaffinierung

Entfernen von Paraffinen aus Mineralölprodukten durch Zusatz von Lösungsmitteln und Abkühlung mit nachfolgender Filtration bzw. mittels katalytischer Verfahren zur Verbesserung des Kälteverhaltens

Entspannungsverhalten von Schmierfetten

das Entspannungsverhalten von Schmierfetten ermöglicht Aussagen über die Eignung bei der Verwendung in Zentralfettschmieranlagen: DIN 51 816 T2

EP-Schmierstoffe

Extreme Pressure-Schmierstoffe; bei Schmierölen oder Schmierfetten, die EP-Wirkstoffe (polare oder metallaktive Zusätze bzw. Festschmierstoffe usw.) enthalten, um ein höheres Lastaufnahmevermögen zu ermöglichen, z.B. in Motorenölen, Getriebeölen, Hypoidgetriebeölen, Hydraulikölen, Schneidölen usw.

Erdgas

kommt im Erdöl sowie in gesonderten Erdgaslagern im Erdinneren vor; Hauptbestandteil ist Methan

Erdöle

im Erdinnern in porösen Speichergesteinen (Erdöllagerstätten), aus tierischen und pflanzlichen Fetten mittels Temperatur und Druck sowie katalytischen Wirkungsmechanismen entstandene Kohlenwasserstoffgemische mit geringen Anteilen an Sauerstoff, Schwefel, Stickstoff und Metallen; man unterscheidet parrafinbasische, naphthenbasische und gemischbasische Erdöle

Erdölharze

a) ungesättigte Kohlenwasserstoffverbindungen, die an der Luft oder beim Erhitzen verharzen und lackartige, spröde, weniger harte oder braungelbe Rückstände bilden
b) Kohlenwasserstoffharze, Sammelbezeichnung für Thermoplaste ( Polymere ) zur Verwendung in Kautschuk, Farben, Klebstoffen usw.
 

Erdwachs

(Ozokerit) mikrokristalline hochschmelzende wachsartige Kohlenwasserstoffverbindung

Erstarrungspunkt

ist die Temperatur, bei der ein flüssiger Stoff bei Abkühlung in den festen Aggregatzustand übergeht. Bestimmung des Erstarrungspunktes von Paraffin: DIN 51 556

Ester

Verbindungen zwischen Säuren und Alkoholen unter Wasseraustritt (Aldol-Kondensation oder Oxosynthese). Ester höhere Alkohole mit zweiwertigen Fettsäuren bilden die sogenannten Esteröle; synthetische Schmieröle, die je nach Art bestimmte Vorteile der chem.-physikalischen Charakteristik gegenüber mineralischen Schmierölen aufweisen

Ethylenglykolgehalt

von gebrauchten Motorenölen: DIN 51 375 T1/T2

Extrakte

durch Lösungsmittelraffination extrahierte Anteile aus Mineralölen
-siehe Duo-Sol-Verfahren-

Extreme Pressure (EP) Hochdruckzusätze

Zinkdialkyl-Dithiophosphate; Trikresylphosphate, organische Phosphate, Chlor-, Schwefel-, und Stickstoffverbindungen (chlorhaltige Hartparaffine, Bleiseifen und Naphtthenate) usw. zur Erhöhung des Lastaufnahmevermögens und zur Herabsetzung des Verschleißes im Mischreibungsgebiet werden Getriebeölen, Motorenölen, Hydraulikölen, Metallbearbeitungsölen usw. EP-Additive zugesetzt. Die Wirkung beruht auf Bildung von Oberflächenschichten (Metallschichten), die im Mischreibungsgebiet möglichst das Verschweißen der Rauhigkeitsspitzen verhindern und ein Gleiten der sich aufeinander bewegenden Metalloberflächen ohne Verschleiß erreichen sollen. Gleichzeitig ist eine Reibungsverminderung erwünscht
 

F

Farbe von Schmierölen

je nach Herkunft, Raffinationsgrad und Alterungszustand haben Schmieröle im durchfallenden Licht eine gewisse Färbung. Legierte Schmieröle haben meist eine dunklere Farbe als Neutralöle. Die Farbe ist kein Qualitätsmerkmal. Die Bestimmung der Farben erfolgt mittels ASTM-Colorimeter:

DIN ISO 2049; Sayboldt-Farbzahl: DIN 51 411

Farbzahl

Die Farben von Mineralölerzeugnissen wie Schmieröle, Heizöle, Dieselkraftstoff und Paraffin sind in 16 Farbzahlen festgelegt; Bestimmung der Farbe: DIN ISO 2049; für Mineralöl-Kohlenwasserstoffe und verwandte Erzeugnisse, deren Farbe nach:
DIN ISO 2049 unter der Farbzahl 0,5 liegt, gilt die Bestimmung der Sayboldt-Farbzahl: DIN 51 411
 

Federfette

Schmierfette zum Schmieren von Blattfedern, meistens MoS2 oder Graphit versehen

Feste-Fremdstoffe

als feste Fremdstoffe bezeichnet man alle in Benzin und Benzol unlöslichen artfremden Verunreinigungen der Schmieröle;
für Schmieröle:   DIN E 51 592
für Schmierfette: DIN 51 813 T1
 

Festschmierstoffe

werden meist nur für Schmierungsaufgaben unter extremen Bedingungen (z.B. beim Betrieb im Mischreibungsgebiet) eingesetzt und benötigt.
Die bekanntesten sind Graphit, Molybdändisulfit, verschiedene Kunststoffe (z.B. Polytetrafluorethylen), Schwermetallsulfide usw. Die Verwendung erfolgt direkt als Pulverform, in Suspensionen, Pasten, Metallfilmen, Lacken und Kunststoffen.
Bestimmung der Festschmierstoffe: DIN 51 831 T1/T2, DIN 51 832
 

Fette Öle

tierische und pflanzliche Öle, die durch Pressen und Extrahieren gewonnen werden. Anschließend erfolgt eine Raffination
-siehe auch compoundierte Öle-
 

Fettsäuren

hochmolekulare Kohlenwasserstoffverbindungen, die in tierischen und pflanzlichen Ölen und Fetten enthalten sind und als Hochdruckzusätze und Reibwertverminderer eingesetzt werden. Vor allem für den unteren Temperaturbereich, in dem andere EP-Additive durch ihre relativ hohen Reaktionstemperaturen nur bedingt wirken

Filtrierbarkeit von Kraftstoffen

Verfahren zur Bestimmung des Temperaturgrenzwertes der Filtrierbarkeit für Dieselkraftstoff und Haushaltsheizölen. Es ermittelt die höchste Temperatur, bei der ein gegebenes Volumen eines Kraft- bzw. Brennstoffes in einer festgelegten Zeit nicht mehr durch eine genormte Filtereinrichtung fließt, wenn es unter genormten Bedingungen abgekühlt wird: EN 116

Flammpunkt

ist die niedrigste Temperatur, bei der sich in einem offenen bzw. geschlossenen Tiegel aus einer zu prüfenden Flüssigkeit unter festgelegten Bedingungen Dämpfe in solcher Menge entwickeln, daß sich im Tiegel ein durch Fremdentzündung entflammbares Dampf-Luft-Gemisch bildet, kurz aufflammt und wieder erlischt:
DIN 51 755 T2, DIN ISO 2592, DIN pr EN 57
-siehe auch Brennpunkt-

 

Fließdruck

ist der Druck, der erforderlich ist, um einen Schmierfettstrang unter bestimmten Bedingungen aus einer Prüfdüse herauszupressen. Er gibt Aufschluß über die Konsistenz eines Schmierfettes und kennzeichnet sein Fließverhalten. Fließdruck von Schmierfetten nach Kesternich: DIN 51 805

Fließverhalten

Das Viskositätsverhalten einzelner Stoffe kann man in Fließkurven (Rheogrammen-Zusammenhang zwischen Geschwindigkeitsgefälle und Schubspannung) oder Viskositätskurven (Darstellung der Viskosität zur Schubspannung) darstellen. Die Form des Fließverhaltens richtet sich nach der Art des Stoffes, z.B. Mineralöle, synthetische Flüssigkeiten, Schmierfette usw. Es gibt newtonsches, plastisches, pseudoplastisches, dilatantes und thixotropes Fließverhalten

Fließvermögen

Verhalten von Schmierölen (Fließvermögen) bei Temperaturen unter 0°C. Bestimmung des Fließvermögens (U-Rohr-Verfahren): DIN 51 568

Flockpunkt

ist die Temperatur in °C für Kältemaschinenöle, bei der beim Abkühlen in einem homogenen Gemisch von Kältemaschinenöl und Kältemittel im Verhältnis 10 zu 90 (Massenanteile) im durchfallenden Licht die ersten Ausscheidungen in Form einer milchigen Trübung oder als Flocken sichtbar werden:
DIN 51 351

Flügelzellenpumpe

-siehe Mechanische Prüfung von Hydraulikflüssigkeiten-

Flugkraftstoffe

Flugkraftstoffe sind Flugbenzine für Flugzeuge mit Kolbenmotoren - überwiegend für Sportflugzeuge - mit speziellen Anforderungen: DIN 51 415 und 51 421

Flugmotorenöle

Motorenöle, die in ihrer Verarbeitung und Zusammensetzung den besonderen Anforderungen im Flugmotor angepaßt sind, meist Syntheseöle

Flüssiggase

gasförmige Kohlenwasserstoffe wie Propan, Propen, Butan, Buten und deren Gemische
(LPG-Liquified Petroleum Gases): DIN 51 622, EN 589

Flüssigkeitsreibung

liegt vor, wenn aufeinandergleitende Reibflächen durch einen Schmierstoff vollständig getrennt sind, so daß keinerlei direkte Berührung mehr stattfindet. Verschleiß tritt nicht mehr auf. Die Viskosität, Temperatur, Schergefälle und das Druckverhalten des Schmierstoffes bestimmen die Flüssigkeitsreibung

FM-Friktion Modifier

(Reibwert-Veränderer)
-siehe Reibwertverbesserer-

Förderverhalten

das Förderverhalten von Schmierfetten ermöglicht Aussagen über die Eignung bei der Verwendung in Zentralfettschmieranlagen: DIN 51 816 T2
-siehe Entspannungsverhalten-
 

Formenöle

a) Formen aus Holz, Metall o.ä. für die Herstellung von Beton, Keramiken, Dachpfannen usw. werden mit dünnen Ölen oder Emulsionen zum guten Lösen der geformten Teile eingefettet
b) Kernöle zum Mischen mit Formsand
 

Fraktionen

Kohlenwasserstoffgemische mit unterschiedlichen Siedebereichen der atmosphärischen und Vakuum-Destillation
-siehe Destillation-

Freier Schwefel

nicht gebundener Schwefel in Mineralölen

Fremdzündung

unerwünschte und unkontrollierte Zündung des Kraftstoff-Luft-Gemisches im Otto-Motor

Frigen 12 Unlösliches

die aus einer Lösung Frigen und Öl beim Abkühlen bis zum Siedepunkt des Frigens ausgeschiedenen Bestandteile eines Kältemaschinenöles. Bestimmung des Gehaltes an R 12-Unlöslichem in Kältemaschinenölen:
DIN 51 590 T1/T2

 

Frontoktanzahl

FOZ (auch ROZ 100) der Ottokraftstoffe für die Fraktion vom Siedebeginn bis 100 °C:
DIN 51 756 T6

Frostschutzfette

wasserfeste Schmierfette von guter Kältebeständigkeit, in der Hauptsache für Verschlüsse und ähnliche Anwendungsgebiete

Frostschutzmittel

Kühlstoffe, die als Konzentrate etwa 90% Ethylenglykol sowie Propylenglykol, Inhibitoren, Additive, Farbstoffe und eine geringe Menge Wasser enthalten. Die Kühlstoff-Spezifikationen sind sogenannte Hausspezifikationen der einzelnen KFZ-Hersteller, diese schreiben auch die Mischungsverhältnisse vor

Funkenerosionsöle

werden verwendet bei der funkenerosiven Bearbeitung von meistens sehr harten Metallen als Dilektrikum. Sie müssen gut isolieren, Werkzeug und Werkstück kühlen und sollten leichtionisierbar sein. Geringe Verdampfungsneigung, hoher Flammpunkt, oxidationsstabil, Haut- und Dichtungsverträglichkeit, chemisch neutral, hoch ausraffiniert, aromatenarm sind einige Punkte, die gute Produkte auszeichnen. Die Viskosität liegt bei ca. 2 bis 4,5 mm2/s bei 40°C

Furfurol-Verfahren

selektive Extraktion von Flüssigkeiten, insbesondere Mineralölen durch Furfurol
-siehe auch Duo-Sol- und Edeleanu-Verfahren-
 

Furol-Viskosimeter

Saybolt-Viskosimeter mit großer Düse zur Bestimmung der Viskosität von schweren
Flüssigkeiten (ab 25 s Fließzeit)
 

Fußbodenöle

teilweise parfümierte und mit speziellen Mitteln versehene Spindelöle zum Staubabbinden auf Fußböden

FZG

Forschungsstelle für Zahnräder und Getriebe

FZG-Test

mechanische Prüfung von Getriebe-Schmierstoffen in einer Zahnrad-Verspannungs-Prüfmaschine; Grenzbeanspruchbarkeit der Getriebeöle wird ermittelt; weitere Eigenschaften, wie Flankenglättung, Schaumneigung und Korrosionsverhalten, werden bei diesem Test nach dem Augenschein beurteilt. Als Ergebnis werden die erreichte Schadens-Kraftstufe (1-12,12= größte Belastung) sowie der spezifische Verschleiß neben weiteren Einzelheiten angegeben:
DIN 51 354 T1/T2
 
 

G

Gallone

Hohlmaß, englische Gallone = 4,54 Liter; amerikanische Gallone = 3,79 Liter

Gaschromatographie

Gasanalysenmethode, halb- oder vollautomatisch; Auftrennung eines zu analysierenden Gasgemisches oder einer verdampfenden Flüssigkeit: DIN 51 405; 51 422 T 1/T 2; 51 619

Gasmaschinenöle

Schmieröle für die Schmierung der Zylinder, Kolbenstangen, Stopfbüchsen und Ventile sowie für die Umlaufschmierung von Großgasmaschinen

Gasmotorenöle

speziell für die besonderen Eigenarten und teilweise aggressiven Bestandteile der verschiedenen Gase (Klär-, Erd-, Raffgas, Propan/Butan usw.) legierte Motorenöle

Gasöl

nicht mehr übliche Bezeichnung für Dieselkraftstoff; frühere Bezeichnung auch für leichte Erdöldestillate zur Herstellung von Ölgas

Gasoline

a) amerikanische Bezeichnung für Benzin
b) Leichtbenzin mit Siedebereich von ca. 30 bis 80°C
 

Gatsch

- siehe Paraffingatsch -

GBAG-Test

Gelsenkirchener Bergwerks AG; Prüfung der Alterungsbeständigkeit von Ölen nach Dr. Eisenstecken. Nach Alterung bei 172°C werden NZ, VZ, Hartasphalt (HA) und Erdölharzgehalt (EH) gemessen.
Der Faktor errechnet sich aus
F = NZ + VZ + EH2 + HA2
 

Gebläsemaschinenöl

- siehe Verdichteröl -

Geblasene Öle

fette Öle mit heißer Luft von ca. 80 bis 120°C geblasen; dadurch tritt Molekularvergrößerung und Verdickung ein

Gefahrklasse

Einteilung der brennbaren Flüssigkeiten nach folgenden Gruppen
 
Gruppe A:
Flüssigkeiten, die einen Flammpunkt nicht über 100°C haben und hinsichtlich der Wasserlöslichkeit nicht die Eigenschaften der Gruppe B aufweisen, und zwar
 
Gefahrklasse I:
Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt unter 21°C: DIN 51 755
 
Gefahrklasse II:
Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt von 21 bis 55°C: DIN 51 755
 
Gefahrklasse III:
Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt von über 55 bis 100°C: DIN 51 758
 
Gruppe B:
Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt unter 21°C, die bei 15°C in jedem beliebigen Verhältnis in Wasser lösen oder deren brennbare flüssige Bestandteile sich bei 15°C in jedem beliebigen Verhältnis in Wasser lösen.
Vorschriften von brennbaren Flüssigkeiten (VbF) für Lagerung, Transport, Kennzeichnung usw. beachten
 

Gefrierpunkt

von Flug- und Otto-Kraftstoffen und Motorenbenzolen; er kennzeichnet die Kältebeständigkeit und ermöglicht Rückschlüsse auf das Auftreten von festen Ausscheidungen: DIN 51 421

Gele

Stoffe, die eine Gelierung von flüssigen Substanzen hervorrufen; Leim- und Seifenlaugen, Kieselgel, Bentonite usw., oft als Verdickungsmittel bezeichnet. Gele (von Gelatine) sind formbeständige, jedoch leicht deformierbare, an Flüssigkeiten und Gasen reiche disperse Systeme aus mindestens zwei Komponenten. Das Dispersionsmittel bildet ein räumliches Netzwerk

Gesamtverschmutzung von gebrauchten Motorenschmierölen

Bestimmung nach dem Zentrifugenverfahren: DIN 51 365

Getriebefette

Getriebefließfette, meist natronverseifte, aber auch Al- und Ca-Seifenfette; langziehende weiche bis halbflüssige Fette (NLGI 0, 00, 000 und 1) für Getriebe und Getriebemotoren mit einfachen Wellenabdichtungen; teilweise EP-legiert; DIN 51 826
Konsistenz-Einteilung für Schmierfette DIN 51 818

Getriebeschmieröle

Schmieröle für Industriegetriebe: DIN 51 509, 51 517 T 1/T 2/T 3 (Schmieröle C, CL, CLP); für Kraftfahrzeug-Getriebe nach API GL 1 bis GL 6; SAE-Klassen: DIN 51 512

Gewindeschneideöle

- siehe Schneideöle -

Gleitlagerfett

- siehe Staufferfett, Schmierfett -

Glockenböden

Zwischenböden in den Fraktionierkolonnen der Destillationstürme für die Rohöldestillation und Vakuumdestillation

Glühtest

Prüfung von Walzölen auf rückstandsfreies Verglühen unter bestimmten Bedingungen

Glykole

zweiwertige Alkohole, z.B. Ethylenglykol als Kühlerfrostschutz (Kühlmittel) oder bestimmte Polyglykole zur Flugmotorenschmierung

Graphitfette

Schmierfette mit Graphitzusatz

Grenzflächenaktive Stoffe

Sammelbezeichnung für meist organische Verbindungen, die sich aus ihrer Lösung an Grenzflächen (z.B. Wasser/Öl) stark anreichern und dadurch die Grenzflächenspannung herabsetzen. Bei den Grenzflächen Flüssigkeit/Gas spricht man von oberflächenaktiven Stoffen. Man unterscheidet lipophile (Verbindungen mit Kohlenwasserstoff-Rest) und hydrophile (COONa, SO3Na u. dgl.) Gruppen. Die bekanntesten grenzflächenaktiven Stoffe, auch als Tenside bezeichnet, sind: Emulgatoren, Dispergier- und Netzmittel, Schaumbildner, Entschäumer, Flotationshilfsmittel usw.

Grenzflächenspannung

ist diejenige Kraft, die an 1 m einer gedachten, in der Grenzfläche zwischen zwei Phasen befindlichen, Linie wirkt. Im Fall der Grenzflächenspannung an der Phasengrenze zwischen Flüssigkeit oder Festkörper einerseits und Gas andererseits, spricht man auch von Oberflächenspannung

Grenzreibung

tritt auf, wenn bei einem Reibungsvorgang der Schmierfilm durchbrochen oder zerstört wird. Durch Reibungsverhältnisse, wie Druck oder Geschwindigkeit, kommt es zur Berührung der Werkstoffpaarung; beim An- und Abfahren und wechselnder Drehrichtung läßt sich das Grenzreibunsgebiet, bevor es zur Bildung eines tragenden Schmierstofffilmes kommt, nicht vermeiden

Grenzschmierung

liegt vor, wenn zwei aufeinandergleitende Flächen sich in Anwesenheit eines Schmiermittels noch stellenweise berühren

Grenzwert der Filtrierbarkeit

(Cold-Filter-Plugging Point CFPP) dieses Verfahren beschreibt die Bestimmung des Temperaturgrenzwertes der Filtrierbarkeit von Dieselkraftstoff und Heizöl EL. Es ist die höchste Temperatur, bei der ein gegebenes Volumen eines Brennstoffes in einer festgelgten Zeit nicht mehr durch eine genormte Filtriereinrichtung fließt, wenn es unter genormten Bedingungen abgekühlt wird: EN 116

Grundöle, Basisöle

wesentliche Anteile von Mineralölen bzw. Syntheseölen in gemischten bzw. legierten Schmierölen wie Motoren-, Getriebeölen usw. oder in Produkten, die Schmierölanteile enthalten, z.B. Schmierfette. Art und Menge von Grundölen in einem Produkt sind mit entscheidend für Viskositäts-Temperatur-Verhalten, Oxidationsbeständigkeit, Ansprechbarkeit der Additivierung, Penetration, Reibungsverhalten usw.

Gum

englische Bezeichnung für harzartige Abscheidungen aus Benzinen und Gasen:
EN 5, DIN 51 613
- siehe Abdampfrückstand -
 
 

H

Haftfähigkeits-Verbesserer

hochmolekulare Kohlenwasserstoffe, hochpolymere Verbindungen, Aluminiumseifen usw., die eine Erhöhung der öleigenen Kohäsion bewirken sollen. Verstärkung des Haftvermögens von Ölfilmen auf Metalloberflächen durch strukturviskose Eigenschaften, meist mit Viskositäts-erhöhung verbunden

Haftschmieröle

Schmieröle mit Haftfähigkeitsverbesserern; zähklebrige, oft bituminöse, hoch viskose Schmierstoffe, die auch vorgelöst verwendet werden

Hanfseilfette

zum Tränken von Hanfseilen sowie der Hanfseele von Drahtseilen

Hartasphalt

in Rohölen und auch in stärker gealterten Schmierölen sind Erdölharze und Asphalte enthalten; in Schmierölen sind sie unerwünscht, auch bei thermischer Belastung und durch Oxidation ist die Bildung unerwünscht; bei Haftschmierstoffen evtl. vorteilhaft; Asphalten-Gehalt nach: DIN 51 595; als Hartasphalt wird auch das in Normalbenzin und Alkohol Unlösliche und in Benzol Lösliche bezeichnet

Härteöle

werden zum Härten, Vergüten und Anlassen von Stahl verwendet. Man unterscheidet Anlaßöle  (Badtemperaturen bis ca. 320°C), Warmbadhärteöle (Badtemp. von 100 bis 230°C), Hochleistungshärteöle (mit Zusätzen hochmolekularer Kohlenwasserstoffe), Blankhärteöle  (für blanke Oberflächen), abwaschbare Härteöle und emulgierbare Härteöle, die je nach Stahlart, Abkühllvermögen, Härtungsprozeß und Materialanforderungen eingesetzt werden. Die Viskositäten liegen zwischen 15 und 70 mm2/s bei 40°C und für Warmbadhärteöle bis ca. 190 mm2/s bei 40°C

Heavy-Duty-Motorenöl - (HD-Öl)

Motorenöl, das durch Wirkstoffsätze speziell den schweren Anforderungen in Diesel- und Otto-Motoren angepaßt ist - siehe API-Klassifikationen -

Heißdampf-Zylinderöl

- siehe Dampfzylinderöl -

Heißlagerschmierfette

die neuere Bezeichnung ist Hochtemperaturfette; Lithiumfette können für Dauertemperaturen bis ca. 130°C und Spitzentemperaturen bis ca. 140°C eingesetzt werden; Bentonitfette können für Dauertemperaturen bis ca. 160°C und spezielle MoS2-, Silikon- und Synthesefette bis max. 260°C verwendet werden

Heizöle

sind flüssige Brennstoffe, die für den Betrieb von unterschiedlischen Feuerungsanlagen und Brennzwecken geeignet sein müssen. Heizöl EL ist ein extra leichtflüssiger Brennstoff, der aus Kohlenwasserstoffen (Mitteldestillat) besteht. Kohlenwasserstofflösliche Wirkstoffe können enthalten sein: DIN 51 603 T 1
Heizöl L, T und M sind flüssige Brennstoffe aus Erdöl, Schieferöl, Steinkohlen- oder Braunkohlenteeren: DIN 51 603 T 2 Heizöl S ist ein schwerflüssiger Brennstoff aus der Verarbeitung von Mineralöl- und  Mineralölprodukten: DIN 51 603 T 3 Heizöl ZT und C sind flüssige Brennstoffe aus der Verarbeitung von Schieferöl, Aromatenfraktionen, Steinkohlen- und Braunkohlenteeren: DIN E 51 603 T 4 Heizöl SA ist ein schwerflüssiger schwefelarmer Brennstoff aus der Verarbeitung von Mineralöl und Mineralölprodukten
 

Heizwert

H (Hu), Wärmemenge (Energiemenge: J/g; kJ/kg; kJ/m3), die durch die Verbrennung eines Stoffes frei wird - siehe Tabelle -: Der Unterschied zum Brennwert ist nur vom Wasserstoffgehalt abhängig. Das bei der Verbrennung entstandene Wasser verläßt beim Brennwert die Feuerung flüssig und beim Heizwert dampfförmig. DIN 5499; DIN 51 900 T 1/T 2/T3
- siehe Brennwert -

Herberttest

Korrosionstest für wassergemischte Kühlschmierstoffe; Prüfung der korrosionsverhindernden  Eigenschaften wassergemischter Kühlschmierstoffe auf Gußeisen in Gegenwart von Stahlspänen: DIN 51 360 T 1; Späne/Filterpapierverfahren: DIN 51 360 T 2

Herscheltest

Prüfung der Emulgierbarkeit zähflüssiger Öle, die Abscheidungsgeschwindigkeit aus einem angerührten Öl-Wasser-Gemisch wird geprüft: ASTM D 1401

High Temperature high Shear Rate Viskosity (HTHSV)

ist die scheinbare Viskosität eines Mehrbereich-Motorenöles bei einer bestimmten hohen Temperatur ( 150°C) und einem festgelegten hohen Geschwindigkeitsgefälle (106s-1). Gemäß der CCMC Spezifikationen muss die HTHSV > 3,5 mPa s sein: CEC-L-36-T-84

Hochdruck-Schmiermittel

Schmieröle und -fette mit Hochdruckzusätzen (Extreme Pressure-EP), die bei Grenzreibung  größeren Verschleiß bzw. Fressen verhindern; die Wirkstoffe sind polare Zusätze, Chlor-, Schwefel-, Phosphor- Verbindungen usw. in locker gebundener Form; es entstehen u.a. bei Reibung Metallsalzschichten; diese verhindern die direkte Berührung von Metall auf Metall
- siehe Extreme Pressure -

Honöl

dünnflüssiges Schneidöl für den Hon-Vorgang bei der Metallbearbeitung; Viskosität ca. 6 bis 10 mm2/s bei 20°C; entscheidend sind: Honart, Geschwindigkeit, Material, Honsteine usw.

Hydraulik-Flüssigkeiten

schwerentflammbare Druckflüssigkeiten zur hydraulischen Kraftübertragung und Steuerung: VDMA 24 317, 24 320 und gem. "Anforderungen und Prüfungen schwerentflammbarer Flüssigkeiten zur hydraulischen Kraftübertragung und Steuerung" der "Kommission der
Europäischen Gemeinschaften", 6. Luxemburger Bericht (ständiger Ausschuß für Betriebssicherheit im Steinkohlenbergbau):
ISO/DIS 6071, ISO/DP 6743 T 0
 
Gruppeneinteilung:
Schwerentflammbare Hydraulikflüssigkeiten sind einer der folgenden Flüssigkeitsgruppen zuzuordnen und entsprechend zu kennzeichnen:
 
HFAE
Öl-in-Wasser-Emulsionen mit niedrigem Emulgierölgehalt (bis zu 20%). Die normalerweise verwendeten Flüssigkeiten enthalten 1 bis 5% bezogen auf Volumen Emulgieröl. Betriebstemperaturbereich: 5 bis 55°C
 
HFAS
Lösungen von Flüssigkeitskonzentraten in Wasser, die für ähnliche Verwendungszwecke vorgesehen sind wie HFAE-Flüssigkeiten. Der Gehalt an Flüssigkeitskonzentrat liegt normalerweise nicht über 10% bezogen auf Volumen. Betriebstemperaturbereich: 5 bis 55°C
 
HFB
Wasser-in-Öl-Emulsionen, die in der Regel einen Wassergehalt von etwa 40% bezogen auf  Volumen haben. Betriebstemperaturbereich: 5 bis 60%
 
HFC
Wässrige Monomer- und/oder Polymerlösungen, die in der Regel mindestens 35% bezogen auf  Volumen Wasser enthalten. Bei Den Polymeren handelt es sich normalerweise um Polyglykole. Betriebstemperatur: -20 bis 60°C
 
HFD
Wasserfreie Flüssigkeiten. Betriebstemperaturbereich: -20 bis 150°C Die Zusammensetzung von Flüssigkeiten der Gruppe HFD ist in der Regel durch folgende Kennbuchstaben anzugeben:
 
HFDR**
Flüssigkeit auf dr Grundlage von Phosphorsäureestern
 
HFDS**
Flüssigkeit auf der Grundlage chlorierter Kohlenwasserstoffe
 
HFDT**
Flüssigkeit auf der Grundlage eines Gemisches aus Phosphorsäureestern und chlorierten Kohlenwasserstoffen
 
HFDU**
Flüssigkeit auf der Grundlage anderer Verbindungen
 
Anmerkung:
In der Praxis tritt an die Stelle des Zeichens ** die Viskositätszahl. Für die Einteilung von Hydraulikflüssigkeiten nach Viskositätsklassen wird empfohlen, dem in der  Internationalen Norm ISO 3448; DIN 51 519 festgehaltenen System folgend deren kinematische Viskosität bei 40°C zugrunde zu legen
 
Kennzeichnung der Behälter:
Um zu gewährleisten, dass sich die den Bergbaubetrieben gelieferten schwerentflammbaren Flüssigkeiten gut identifizieren lassen, sind deren Behälter deutlich und gut lesbar in einer anderen Farbe als weiß (z.B. gelb oder schwarz) zu beschriften: mit dem Namen des Herstellers, mit dem Namen der Flüssigkeit, mit der Chargennummer der Flüssigkeit, mit dem Datum, bis zu dem die Flüssigkeit verbraucht sein sollte. Angaben des Herstellers über etwaige Beschränkungen hinsichtlich Lagerung und Verwendung der Flüssigkeit. Darüber hinaus sind in der Regel entweder beide Behälterböden oder mindestens ein 200 mm breiter Querstreifen nach dem aus der untenstehenden Tabelle zu entnehmenden Farbschlüssel farblich zu kennzeichnen:
 
Flüssigkeitsgruppe                                                                               Farbe
 
 
Emulgieröl für Flüssigkeit                                                                   Rosa mit
der Gruppe HFAE                                                                                  weißem E
 
Flüssigkeitskonzentrat für                                                                   Rosa mit
Flüssigkeit der Gruppe                                                                        weißem S
HFAS
 
Flüssigkeit der Gruppe                                                                       Schwarz
HFB
 
Flüssigkeit der Gruppe                                                                       Grün
HFC
 
Flüssigkeit der Gruppe                                                                      Blau mit
HFD R                                                                                                   weißem R
 
Flüssigkeit der Gruppe                                                                     Blau mit
HFD S                                                                                                   weißem S
 
Flüssigkeit der Gruppe                                                                     Blau mit
HFD T                                                                                                   weißem T
 
Flüssigkeit der Gruppe                                                                     Blau mit
HFD U                                                                                                  weißem U
 

Hydrauliköle

alterungsbeständige, dünnflüssige, nicht-schäumende, hochraffinierte Druchkflüssigkeiten aus Mineralöl und/oder Syntheseöl mit tiefem Stockpunkt für den Einsatz in Hydraulikanlagen, vorwiegend mit hydrostatischem Antrieb; sie dürfen in Hydraulikanlagen mit Hydrodynamischem  Antrieb verwendet werden, soweit sie den Anforderungen dieser Antriebe entsprechen

 

HL
sind Hydrauliköle (Druckflüssigkeiten) aus Mineralölen mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes und der Alterungsbeständigkeit: DIN 51 524 T 1

 

HLP
sind Hydrauliköle (Druckflüssigkeiten) aus Mineralölen mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes, der Alterungsbeständigkeit sowie zur Verminderung des Freßverschleißes im Mischreibungsgebiet: DIN 51 524 T 2, VDMA 24 318

 

HVLP
sind Hydrauliköle (Druckflüssigkeiten) aus Mineralölen mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes, der Alterungsbeständigkeit, zur Verminderung des Freßverschleißes im Mischreibungsbebiet sowie zur Verbesserung des Viskositäts-Temperatur-Verhaltens: DIN 51 524 T 3 

 

HLPD
sind Hydrauliköle mit detergierenden Zusätzen

Hydrierung

ist die Bezeichnung für die unter Freisetzung von Energie ablaufende Einführung von Wasserstoff in eine chemische Verbindung, z.B. Anlagerung von Wasserstoff an Kohlenstoff- bzw. Kohlenwasserstoff-Verbindungen; Verbesserung von Mitteldestillaten, Schmierölen usw.; spaltende Hydrierung ist die Zerlegung von schweren Ölen zu leichteren Kohlenwasserstoffverbindungen bei Anlagerung von Wasserstoff

Hydrodynamische Schmierung

liegt vor, wenn während des Bewegungsablaufs vollständige Trennung der Gleitflächen durch einen Schmierstofffilm erreicht ist

Hydrofiner

Ottokraftstoffe, Turbinenkraftstoffe, Dieselkraftstoffe und leichtes Heizöl werden durch Zumischung von Wasserstoff bei ca. 320°C und unter Anwendung eines bestimmten Katalysators im Reaktor einem Raffinationsvorgang zur Entschwefelung unterworfen

Hydrotreating

ist eine hydrierende Raffination, bei der unerwünschte Bestandteile wie Aromaten, Olefine, Stickstoff- und Schwefelverbindungen entfernt bzw. umgewandelt werden. Es werden drei Arten angewandt:

 

a) Hydrofinishing; erfolgt meist im Anschluß an eine Solventraffination, entfernt letzte unerwünschte Verbindungen und ist eine milde hydrierende Raffination

 

b) Hydrofinig; wird zur Verbesserung der molekularen Stabilität, der Demulgierbarkeit, Farbe usw. verwendet; es ist eine hydrierende Raffination, die sowohl für Schmieröl-Destillate als auch für Solvent-Raffinate angewendet wird

 

c) Hochdruckhydrierung; hierbei werden bestimmte zyklische (hetero) Verbindungen entfernt und Aromaten durch Umwandlung unter gleichzeitiger  Wasserstoffanlagerung in gewünschte Kohlenwasserstoffverbindungen gebracht

Hypoid-Getriebeöle

Hochdruckschmieröle mit EP-Zusätzen zur Schmierfähigkeitsverbesserung und zur Vermeidung der Freßneigung; in der Hauptsache eingesetzt bei Achsantrieben für Kraftfahrzeuge, bei denen spiralverzahnte und achsversetzte Kegelradantriebe (Hypoidgetriebe) vorkommen 
siehe API-Klassifikationen für Getriebeöle -

 

I

Imprägnieröl

wird zur Konservierung von Holz benutzt, z.B. Imprägnierung von eisenbahnschwellen und zum Tränken von porigen Stoffen wie Isoliermaterial, Papier, Leder usw.

In Linie Blending

ist ein Additivierungsvorgang für Mineralölprodukte während der Abfüllung mittels genauer Dosierpumpen direkt in den Produktenstrom

Induktionsperiode

a) Zeitraum bis zum Beginn einer stärkeren Veränderung eines Stoffes, z.B. Alterung von Öl, das einen Alterungsschutzstoff enthält
b) Oxidationsbeständigkeit bei Ottokraftstoffen

Industrieschmierstoffe

Schmieröle und Schmierfette für idustrielle Aggregate und Maschinen; Einteilung in der: DIN 51 502, DIN ISO 6743 Teil 0

Infrarot-Spektroskopie

Infrarotspektrographen dienen in Forschung und Raffineriekontrolle der Analytik in der Erdölindustrie und Petrochemie. Durch Eigenschwingungen der Atome bestimmter organischer Molekülgruppen wird die Strahlenenergie des infraroten Lichtes unterschiedlich absorbiert, d.h. die Strahlungsenergie unterschiedlich geschwächt; hiermit können z.B. qualitative und quantitative Bestimmungen von Additiven in Schmierölen und Vergleichs-IR-Diagramme von organischen Flüssigkeiten gemacht werden

Inhibitoren

Alterungsschutzstoffe (Hemmstoffe), die bestimmte Reaktionen verzögern bzw. verhindern;  werden vorzugsweise gegen Alterungs- und Korrosionsvorgänge in Kraft- und Schmierstoffen verwendet
- siehe Korrosionsinhibitoren, Oxidationsinhibitoren -

IP

Institute of Petroleum

ISO

International Organization for Standardization

ISO-Klassifikation für Schmierstoffe, Industrieöle und verwandte Erzeugnisse (Klasse L)

diese Klassifikation besteht aus 18 Familien, denen die Erzeugnisse entsprechend ihrer  Anwendung so zugeordnet sind , dass - soweit wie möglich - alle Anwendungsfälle für Schmierstoffe, Indutustrieöle und verwandte Erzeugnisse erfasst sind: DIN ISO 6743 Teil 0

 

Gegenüberstellung der Familien-Kennbuchstaben nach ISO 6743/0 und der Kennbuchstaben
nach DIN 51 502

 

Kenn-        Anwendung                                                  Hinweis auf Folgeteil           Kennbuchstaben

buch-                                                                                mit ins einzelne                     nach

staben                                                                              gehender Klassifikation      DIN 51502/8.90

                                                                                          nach ISO 6743                       Tabelle 1 und 4

 


 

A                Verlustschmierung                                     Teil 1                                        AN, B

B               Schalung und Formen                                                                                 FS

C               Getriebe                                                        Teil 6                                       C, Hyp

D               Verdichter (einschließlich Kälte-              Teil 3 A/B                                K, V

                  erzeugung und Vakuumpumpen)

E               Verbrennungsmotoren                                                                                HD

F               Spindellager, Lager, sowie Lager in       Teil 2                                       C

                  Verbindungen mit Kupplungen

G              Gleitbahnen                                                  Teil 13                                     CG

H              Hydraulische Systeme                               Teil 4                                        H, HF, ATF

M              Metallbearbeitung                                       Teil 7                                        S, W

N              Elektrische Isolation                                                                                     J

P              Druckluftwerkzeuge                                    Teil 11                                      D

Q              Wärmeübertragung                                    Teil 12                                     Q

R              Zeitweiliger Korrosionsschutz                  Teil 8                                       R

T              Turbinen                                                        Teil 5                                       TD

U              Wärmebehandlung                                    Teil 14                                     L

X              Anwendungen, die Schmierfette              Teil 9                                       K, G, OG, M

Y              Andere Anwendungen                                Teil 10                                    F

Z              Dampfzylinder                                                                                               Z

                erfordern

ISO-Viskositätsklassifikationen für flüssige Industrieschmierstoffe

diese Klassifikation definiert 18 Viskositätsklassen im Bereich von 2 bis 1500 mm2/s bei 40°C; sie überdeckt, falls es sich um Mineralöle handelt, etwa den Bereich vom Gasöl
(Mitteldestillat) bis zu den Zylinderölen: DIN 51 519

Viskositätsklasse                       Mittelpunkts-Viskosität                                      Viskositätsbereich 

                                                       bei 40°C                                                               bei  
ISO                                                mm2/s (cSt)                                                         mm2/s (cSt)
ISO VG       2                                    2,2                                                                             1,98-         2,42

ISO VG       3                                    3,2                                                                             2,88-         3,52

ISO VG       5                                    4,6                                                                             4,14-         5,06

ISO VG       7                                    6,8                                                                             6,12-         7,48
ISO VG     10                                 10                                                                                 9,00-      11,00
ISOVG      15                                 15                                                                              13,50-       16,50
 
ISO VG     22                                 22                                                                              19,80-       24,20
ISO VG     32                                 32                                                                              28,80-       35,20
ISO VG     46                                 46                                                                              41,40-       50,60
 
ISO VG     68                                 68                                                                              61,20-       74,80
ISO VG   100                               100                                                                             90      -    110
ISO VG   150                               150                                                                           135      -    165
 
ISO VG   220                               220                                                                           198      -    242
ISO VG   320                               320                                                                           288      -    352
ISO VG   460                               460                                                                           414      -    506
 
ISO VG   680                               680                                                                           612      -    748
ISO VG 1000                            1000                                                                           900      -  1100
ISO VG 1500                            1500                                                                         1350      - 1650

Isolationswiderstand

elektrischer Widerstand eines Isolierstoffes zwischen zwei Elektroden: DIN 53 482, 53 483

Isolieröle

niedrig viskose Flüssigkeiten, meistens Mineralöle mit hohem elektrischen Widerstand, Transformatorenöle, Schalteröle, Kondensatorenöle, Funkenerosionsöle usw.
DIN 57 370 T 1/T 2, VDE 0370 T 1/T 2

Isoliervermögen

Fähigkeit eines Dielektrikums (Isolieröl), einen Spannungsüberschlag zwischen zwei Elektroden zu verhindern: VDE 0370 T 1/T 2, DIN 57 370 T 1/T 2

Isooktan

2,2,4 Trimethylpentan, Bezugskraftstoff mit der definierten Oktanzahl 100 zur Bestimmung der Klopffestigkeit

Isoparaffine

(Isoalkane) verzweigte Kohlenwasserstoffmoleküle
 

J

Jodzahl (Jz)

Messzahl zur Bestimmung ungesättigter Verbindungen in Fettölen und Mineralölen
 

K

Kabelöle

hochviskose Mineralöle zu Tränken der Papierisolation von Hochspannungskabeln (siehe Ölkabelöl); teilweise gemischt mit Wachsen, Bitumen, Harzen und Pechen (Ausgußmassen)

Kalkseifenschmierfette

(Calciumseifen-Schmierfette) wasserabweisende Schmierfette; daher sehr gute Dichtfette gegen Wasser; als Staufferfett, Kurbelfett, Rollenfett, Hydraulikschmierfett, Achslagerfett von -20°C bis 70°C anwendbar; Calciumseifen-Schmierfette auf Basis 12-Hydroxystearinsäure
sind bis ca. 120°C einsetzbar

Kältebeständigkeit

a) für Kraftstoffe:
Bestimmung des Gefreirpunktes von Flugkraftstoffen, Ottokraftstoffen und Motorenbenzolen:
DIN 51 421

Bestimmung des Kristalisationspunktes von Reinbenzol: DIN 51 798

Bestimmung des Temperaturgrenzwertes der Filtrierbarkeit: DIN EN 116

b) für Schmieröle:

Das Viskositätstemperatur-Verhalten und die Paraffinausscheidung;

Bestimmung des Flockpunktes von Kältemaschienölen: DIN 51 351

Bestimmung des Fließvermögens; U-Rohr-Verfahren: DIN 51 568

Bestimmung der scheinbaren Viskosität von Motorenölen bei niedriger Temperatur (CCS):
DIN 51 377

Bestimmung des Cloudpoints: DIN ISO 3015

Bestimmung des Pourpoints: DIN ISO 3016

Brookfield-Viskosimeter (Borderline-Pumping-Temperatur): CEC L-32-T-82

Kältemaschinenöle

leichte tiefstockene Raffinate, die chemisch nicht von den Kältemitteln angegriffen werden dürfen; Kältemittelbeständigkeit wird nach DIN 51 503 T1/2 Gruppe KA und KC, 51 590 T 2, 51 593 gemessen; hierbei spielen die Zeit und die erkennbaren oder nachweisbarne Spaltprodukte eine Rolle (KA-Öle für Kältemaschinen mit Kältemittel NH3: DIN 8960; KC-Öle für Kältemaschinen mit halogenierten Kohlenwasserstoffen und deren Aziotropen
als Kältemittel: DIN 8960; 8962). Auf Grund der FCKW-Halon-Verbotsverordnung werden z.Z. Versuche mit anderen Kältemitteln wie z.B. R 134 a bzw. neuer Gemische von sächlich Syntheseöle auf Esterbasis verwendet
 

Kältemittel-Beständigkeit

(Phlipp-Verfahren) in Kältemaschinen, die mit chlorierten und/oder fluorierten Kohlenwasserstoffen als Kältemittel arbeiten, können schemische Reaktionen zwischen Kältemaschienöl und Kältemittel eintreten, die zur Bildung saurer Reaktionsprodukte führen. Die einzusetzenden Kältemaschinenöle müssen also auf Kältemittel-Beständigkeit geprüft werden: DIN 51 593

Kälteverhalten

von Mineralölprodukten
- siehe Cloudpoint, Filtrierbarkeit, Fließvermögen, Flockpunkt, Gefrierpunkt, Kristallisationspunkt, Pourpoint und Trübungspunkt -

Kaltschlamm

bildet sich im Kurbelgehäuse von Motoren durch Verbrennungsprodukte und Kondenswasser, die mit geringer Belastung und niedrigen Betriebstemperaturen laufen, wie z.B. im stop-and-go-Betrieb; Kaltschlammbildung kann zu vorzeitigem Motorverschleiß und Motorschaden führen; Einflußparameter: Betriebsbedingungen, Motorenöl-Qualität, Ölwechsel-Intervalle und Kraftstoff- Qualität

Kaltwalzen-Schmierfette

Schmierfette für Walzenzapfen in Gleitlagern von Kaltwalzengerüsten

Katalysatoren

a) Stoffe, die nur durch ihre Anwesenheit eine chemische Reaktion (beschleunigend, verzögernd, richtungsweisend) an anderen Stoffen bewirken, ohne sich selbst zu verändern; in der Mineralölindustrie sind meist feste Katalysatoren im Gebrauch, z. B. Kobalt, Molybdän, Platin, Nickel, Barium u. a., die sehr oft auf einem Katalysatorträger aufgebracht sind

b) Katalysatoren für PKW mit Otto-Motoren (die es als Ein-, Zwei- und Dreiwege-Katalysatoren gibt) sind ein Teil der Auspuffanlage, die in Verbindung mit einer Lambda-Sonde und einem Steuergerät, je nach Betriebsbedingungen, die evtl. anfallenden umweltschädlichen Emissionen  des Abgases (Kohlenwasserstoffe CH, Stickoxide NOx und Kohlenmonoxid CO) in unschädliche Emissionen (Wasserdampf H2O, Kohlendioxid CO2 und Stickstoff N) umwandeln sollen

Kavitation

die sogenannte Hohlraumbildung tritt auf, wenn durch Strömung oder Schwingungen der Unterdruck in einem Aggregat unter den Dampfdruck der verwendeten Flüssigkeit absinkt. Es kommt zum Verdampfen der Flüssigkeit und beim Nachlassen des Unterdruckes zur schlagartigen Verflüssigung (Implodieren) der sich gebildeten mikroskopischen Bläschen: Zerstörung von Metallen, d.h. Lagern, Pumpenteilen, Zahnrädern usw. ist die Folge

Kernfraktionen

dieses sind Fraktionen mit eingbegrenzten Siedebereichen der Vakuumdestillation für Schmieröle, an die bestimmte Grundöl-Qualitätsanforderungen - wie z.B.  Verdichterschmierstoffe - gestellt werden

Kernöl

ein bestimmtes Formenöl zur Herstellung der Kerne in der Gießerei

Kerosin

englische Bezeichnung für Petroleum und für Flugkraftstoffe (Düsenkraftstoffe) als jet fuels z.B.
JP 1: Siedebereich ca. 180 bis 230°C, Kristallisationspunkt ca. -50°C, Gefahrklasse A III
JP 4: Siedebereich ca. 50 bis 240°C, Kristallisationspunkt ca. -60°C, Gefahrklasse A I
JP 5: Flammpunkt mind. 60°C
JP 8: 10%-Punkt bei 205°C, Siedeende 300°C

Kinematische Viskosität

ist das Viskositäts-Dichte-Verhältnis, sie wird angegeben bei 20, 40 und 100°C in mm2/s (cSt), DIN 51 550 - siehe Viskosität, SI-Einheiten und Viskositätstabelle - 1 Zentistokes = 1 cSt = 1 mm2/s = 1 x 10-6m2/s

Klopffestigkeit

sie gibt das Verhalten (Widerstand) eines Ottokraftstoffe gegen Selbstentzündung bei der Verbrennung im Motor an: DIN 51 756 T 1 bis T 6, ROZ (Research-Oktanzahl), MOZ (Motor-Oktanzahl), FOZ (Front-Oktanzahl), SOZ (Straßen-Oktanzahl)

Kohlenstoff

vierwertiges Element (C), Atomgewicht 12

Kohlenwasserstoffe

hemische Verbindungen (Moleküle), die überwiegend aus den Elementen Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen; Paraffine (Alkane), Naphthene (Cykloalkane), Aromaten, Olefine (Alkane, Alkine), Komplex-Kohlenwasserstoffe usw.

Kokillenschmiere

wird zum Ausschmieren von Kokillen verwendet; meist dunkles Schmiermittel
- siehe Formenöl -
 

Koksrückstand

durch Zersetzung von Kohlenwasserstoff-Verbindungen entstehende koksartige Rückstände, z.B. beim Cracken, bei der Destillation, bei der Verbrennung usw. - siehe Conradson- und Ramsbottom-Test - DIN 51 551, 51 352 T 1 / T 2

Kolloid

leimförmig, kleinste Teilchen, die sehr fein in einem anderen Stoff verteilt sind (leim- förmig, Seifenlösungen, Ölemulsionen, Suspensionen) usw.

Kolorimeter

Gerät zur Messung der Farben: DIN ISO 2049 (ASTM-Colorimeter)

Kompressorenöle

- siehe Verdichteröle -

Kondensatorenöl

Tränkmittel für Papierzwischenlagen in Kondensatoren - siehe Isolieröl -

Konservierungsmittel

Imidazoline, Amidoacetate usw. In wassergemischten Kühlschmierstoffen (z.B. Öl-in- Wasser-Emulsionen) können sich während des Gebrauches gute Nährböden für Pilze, Hefen und Bakterien entwickeln, die Korrosionen, Filterverstopfungen, Entmischungen, Geruchsprobleme, Hautschäden usw. zur Folge haben. Die Konservierungsmittel sollen eine Verbreitung entsprechender Keime verhindern. Ständige Kontrollen der Keimzahlen sind wichtig

Konsistenz

Maß für die Verformbarkeit von Schmierfetten; Konsistenz-Einteilung für Schmierfette (NLGI-Klassen) nach: DIN 51 818; Bestimmung der Konuspenetration: DIN ISO 2137; DIN 51 804 T 2
- siehe Penetration -

Konversionsanlagen

verfahrenstechnische Anlagen in Mineralölraffinerien, die entsprechend bzw. unberücksichtigt der eingesetzten Rohölprovenienzen gemäß der Marktnachfrage jederzeit in der Lage sind, die gewünschten Kohlenwasserstoffe herzustellen, wie sie als Komponenten für einzelne  Mineralölprodukte benötigt werden (Kuppelproduktion)

Korrosinonsschutzfette, Korrosionsschutzöle

Öle und Fette zum Schutz von korrosionsempfindlichen Metalloberflächen gegen den Angriff von Feuchtigkeit und Luftsauerstoff. Für Schmierstoffe: DIN 51 802, Korrosions- schutzöle: DIN 51 359; Motoren-Korrosionsschutzöle: DIN 51 357, 51 358

Korrosion der Metalle

Zerstörung (Verbrennung) von Werkstoffen durch chemische und elektrochemische Reaktionen mit Elementen der Umgebungsstoffe

Korrosionsinhibitoren (Anticorrosion-AC)

hochalkalische Metallsulfonate und -phenate (organische Phosphor-Nitroverbindungen mit aktivem Schwefel, Metallsalze und Wachse, synthetische Fettsäuren, Metall-Passivatoren usw.). Sie unterbinden die Entstehung von Rost auf den Metalloberflächen durch Bildung von Oberflächenfilmen (Absorbtion von polaren oberflächenaktiven Stoffen, die chemisch und physikalisch wirken, und damit den Wasser- und Sauerstoffzutritt zur Metalloberfläche verhindern) und/oder durch Neutralisierung der Säuren 

Korrosionsschutzeigenschaften

für Dampfturbinen-, Hydraulik- und Getriebeöle: DIN 51 585, 51 355; wassergemischte
Kühlschmierstoffe: DIN 51 360 T 1/2

Kraftstoffe

alle gasförmigen und flüssigen brennbaren Stoffe, die sich zum Betrieb von Verbrennungskraftmaschinen eignen: Raffgas, Kokereigas, Klärgas, Erdgas, Speichergas, Treibgase, Generatorgas, Ottokraftstoffe, Traktorenkraftstoff, Dieselkraftstoff und Flugkraftstoff usw.

Kraftstoffgehalt, Kraftstoffverdünnung

Verdünnung der Motorenöle (gebrauchte Schmieröle) bei motorischem Betrieb mit Kraftstoffanteilen: DIN 51 565

Kristallisationspunkt

er kennzeichnet den Reinheitsgrad von Reinbenzol: DIN 51 798

Kugelfischer-Fettprüfmaschine

mechanisch-dynamische Prüfung von Wälzlagerfetten: DIN 51 806

Kugellagerschmierung

a) Fettschmierung mit geschmeidigen Wälzlagerfetten
b) Ölschmierung, meistens mit dünnflüssigen Schmierölen
 

Kühlerfrostschutzmittel

um das Gefrieren des Kühlwassers in Kraftfahrzeugmotoren zu verhindern, werden dem Kühlwasser Frostschutzmittel, in der Hauptsache Ethylenglykole bzw. deren Derivate, die mit Korrosionsschutzmitteln versehen sind, zugesetzt; Fahrzeughersteller schreiben Mischungsverhältnisse vor
-siehe Frostschutzmittel -

Kühlöle

Öle zur Wärmeabfuhr bei den verschiedensten Anlagen, z.B.bei Gleichrichtern usw.

Kühlschmierstoffe

Schmierstoffe zum Kühlen und Schmieren beim Trennen und teilweise beim Umformen von Werkstoffen; Schmeidöle, Metallbearbeitungsflüssigkeiten, wassermischbare und wassergemischte Kühlschmierstoffe, Öl-in-Wasser- und Wasser-in-Öl-Emulsionen usw.; Begriffe: DIN 51 385; Prüfung der Korrosionsschutzeigenschaften: DIN 51 360 T 1/2; Beständigkeit der Emulgierbarkeit: DIN 51 367; Bestimmung des mit Säure abscheidbaren Anteils: DIN 51 368, pH-Wert: DIN 51 369

Kühlstoffe

- s. Frostschutzmittel, Kühlerfrostschutzmittel -

Kupferstreifenprüfung

Verfahren zur Feststellung, inwieweit Schmieröle und Schmierfette auf Kupfer korrosiv wirken; für Mineralöle: DIN 51 759, für Schmierfette: DIN 51 811

 

L

Lackbildung

in Verbrennungsmotoren kann es bei bestimmten thermischen Voraussetzungen durch Zusammenwirkung von Betriebsbedingungen, Schmierölen, VI-Verbesserern, Kraftstoffen und Verbrennungsluft zur Lackbildung an Kolbenflächen kommen; diese kann durch Additivierung, Grundölauswahl usw. des Motorenöles beeinflußt werden

Lagerschmieröle

veraltete Bezeichnung für Normalschmieröle, Raffinate und Destillate, gefettet und ungefettet

Lanolin

gereinigtes Wollfett zur Salbengrundlage von Kosmetika, zur Fettung von Textil- und Lederwaren und als Rostschutzmittel in der Anwendung

Läppöle

Metallbearbeitungsöle, evtl. gefettet; das Läppöl ist gleichzeitig die Trägersubstanz für das Schleifpulver, Viskosität ca. 5 bis 15 mm2/s bei 20 °C

LAV

Abkürzung für Luftabscheidevermögen
-siehe Luftabscheidevermögen-

Laval-Verfahren

Trennung des Säureteers vom gesäuerten Öl ( Schwefelsäure ) mittels Zentrifuge

Lederöl

Mineralölraffinate mit Fettölen wie Klauenöl, Talg und Tran verschnitten; hierdurch wird der Austrocknung des Leders entgegengewirkt

Legierte Schmierstoffe

Schmieröle oder Schmierfette, die einen oder mehrere Wirkstoffe ( Additive ) zur Verbesserung spezieller Eigenschaften enthalten - siehe Wirkstoff- z.B. Alterungsstabilität, Viskositäts-Tempereratur-Verhalten, Reinigungs- und Dispergierwirkung ( Detergent, Dispersant ), Tragfähigkeit bzw. Verschleißverhinderung, Korrosionsschutz usw.

Leichtbenzin

Siedefraktion des Benzins bis ca. 100 °C

Leichtlauf-Öle

KFZ-Motoren- oder Getriebeöle, die gegenüber konventionellen, z.B. 15W-40 Motorenölen oder 80W-90 Getriebeölen im Betrieb durch Reibungsverminderung Kraftstoff einsparen, ein besseres Anspringen der Motoren im Tieftemperaturbereich ermöglichen und eine schnellere Durchölungszeit bei den verschiedenen Aggregaten gewährleisten. Sogenannte Fuel-Economy-Öle bzw. Fuel Efficient Oils. Die Reibungsverminderung kann erreicht werden durch Herabsetzen der Viskosität, Verwendung bestimmter synthetischer Grundöle und/oder den Zusatz von reibungsvermindernden Wirkstoffen.

Leichtöle

a) zolltechnische Bezeichnung für leicht siedene Mineralöle ( Petroleum, Benzin, Testbenzin)
b) Teeröle mit einem spezifischen Gewicht von etwa 0,930 kg/l
 

Leuchtöl

siehe Petroleum (Kerosin): DIN 51 636

Limited Slip-LS

(begrenzter Schlupf); LS-Wirkstoffe werden z.B. in Hypoid-Getriebeölen für Sperrdifferentiale, ATF's und für Bettbahnöle eingesetzt
-siehe Reibwertverbesserer-
 

Lithium-Schmierfette

Schmierfette, die durch Verseifung von Ölen mit Lithium-12-Hydroxystearat hergestellt werden; sie haben eine gute Wasserbeständigkeit und einen großen Temperatur-Einsatzbereich, sind meist mit AO, AC und EP-Wirkstoffen legiert und werden oft als Mehrzweckfette genannt. Hoher Tropfpunkt, Einsatztemperatur von -25°C bis130°C kurzzeitig auch 140°C

Lösungsvermittler

Ottokraftstoffe, die einen geringen Anteil von Methanol oder anderen sauerstoffhaltigen Komponenten ( Ethanol, Methyl-Tertiär-Butyl-ether,MTBE usw.) enthalten, müssen mit Lösungsvermittlern ( Isopropanol oder andere höherwertige Alkohole ) versehen sein, um bei evtl. Aufnahme von Wasser einer Entmischung vorzubeugen

Luftabscheidevermögen (LAV)

nach dem Impinger-Verfahren für Schmierstoffe, insbesondere für Turbinenöle und Hydraulikflüssigkeiten; da dispergierte Luftblasen im Öl z.B. die Kompressibilität beeinflussen und somit Störungen in Hydrauliksystemen hervorrufen können, ist es sehr wichtig, die Fähigkeit des LAV eines Öles zu kennen: DIN 51 381; Bestimmung des Schaumverhaltens: DIN E 51566

Luftbedarf

jeder Brennstoff erfordert für seine vollständige Verbrennung einen bestimmten Luftbedarf; bei Verbrennungsmotoren muß der Luftüberschuß ca. 10 bis 50% größer als der theoretisch berechnete sein

Luftfilteröle

geruchsfreie und alterungsbeständige Öle zur Reinigung der angesaugten Luft (20-100 mm2/s/40); für spezielle Anlagen müssen Weißöle verwendet werden
 

M

Marine-Dieselmotorenöle

je nach Motortyp, Drehzahl, Betrieb und Kraftstoffsorte verwendet man auf Hochseeschiffen verschiedene Marine-Dieselmotorenöle:
a) Für stationäre Dieselmotoren und schnellaufende Tauchkolben-Dieselmotoren und den Betrieb mit Dieselkraftstoff gemäß DIN 51 601 können Motorenöle nach API CD verwendet werden.
Bei Verwendung von Marine-Gasölen oder Marine-Dieselölen mit höherem Schwefelgehalt und meist spezieller Reinigung der Motorenöle während des Betriebes sollten Marine-Dieselmotorenöle mit besonderer Legierung ( gute Filtrierbarkeit und Wasserabscheidung ) zum Einsatz kommen
b) Für mittelschnellaufende Tauchkolben-Dieselmotoren, die Rückstandsschweröle als Kraftstoff einsetzen, sollten Marine-Dieselmotorenöle mit sehr guten Detergent-Dispersant-Eigenschaften, guter thermischer und oxidativer Beständigkeit und einer hohen Alkalitätsreserve - TBN von mindestens 25 bis 30 mg KOH/g - verwendet werden
c) für Kreuzkopf-Dieselmotoren, die ebenfalls Rückstandsschweröle als Kraftstoffe einsetzen, sollten für die Zylinderschmierung nur hochalkalische Marine-Diesel-Motorenöle ( Zylinderschmieröle ) - TBN von 40 bis 100 mg KOH/g - mit sehr gutem Dispergier- und Neutralisationsvermögen eingesetzt werden. Die Triebwerkschmieröle sollten sehr gut ausraffiniert sein, Oxidations- und Korrosionsschutzzusätze enthalten, ein gutes Wasserabscheidevermögen besitzen und sehr gut separierbar sein

 

Marine-Dieselöle (Marine-Gasöle)

sind eine Zwischenstufe von Mitteldestillat zum Schweröl und werden bei langsam laufenden Großmotoren eingesetzt. International gibt es drei Hauptklassen mit bestimmten Anforderungen

Mechanische Prüfung von Hydraulik-Flüssigkeiten

in der Flügelzellenpumpe, das Verfahren ermittelt das Verschleißschutzverhalten von Hydraulikölen nach DIN 51 524 T 2 und Hydraulikflüssigkeiten der Gruppen HFA, HFB, HFC und HFD:

 DIN 51 389 T1/T2

Meerwasser-Tauchprüfung

Prüfung von Motoren-Korrosionsschutzölen auf korrosionsverhindernde Eigenschaften: DIN 51 358

Mehrbereichs-Motorenöle und -Getriebeöle

sind Schmieröle, die durch ihr sehr gutes Viskositäts-Temperatur-Verhalten für den ganzjährigen Einsatz in Kraftfahrzeugen gedacht sind; sie überdecken mehrere SAE-Klassen, für Mehrbereichsmotorenöle: 5W-30; 10W-30; 10W-40; 15W-40; 15W-50; usw., VI ca. 130 bis 170; für Mehrbereichs-Getriebeöle: 75W-90; 80W-90; 85W-140; usw., VI ca. 115 bis 170

Mehrzweckgetriebeöle

können für Schalt-, und Zusatz-, Hypoidgetriebe usw. in Kraftfahrzeugen, Traktoren und Baumaschinen eingesetzt werden, sofern sie die geforfderten MIL-Spezifikationen bzw. API-Klassifikationen erfüllen; gute Verträglichkeit der verschiedenen Wirkstoffe ( Additive ) mit Dichtungen, Buntmetallen usw. muß gegeben sein

Mehrzwecköle

dieses sind Industrieschmierstoffe, die durch spezielle Additivierungen die Anforderungen verschiedener Werkzeugmaschinen-Aggregate genauso erfüllen, wie die Anforderungen, die an Schneideöle usw. zu stellen sind. Sie können daher, sofern die Aggregatanforderungen erfüllt werden, als Getriebeöle, Bettbahnöle, Schneideöle, Hydrauliköle in Zentralschmieranlagen usw. eingesetzt werden

Mehrzweckschmierfette

dieses sind Schmierfette, die in einem Betrieb für möglichst alle Fettschmierstellen und deren Anforderungen, z.B. die von Gleit- und Wälzlagern mit einem Temperaturbereich von ca. -30 °C bis 140 °C sowie für einen großen Drehzahlbereich Verwendung finden können

Merkaptane

Schwefelverbindungen mit starkem Geruch: DIN 51 764, 51 765

Metall-Desaktivatoren/Passivatoren

Zinkdialkyl-Dithiophosphate; Metallphenate; organische Stickstoffe- und Schwefel-Verbindungen, Amine, Benzotriazole, Derivate, gewisse Seifen usw.
Die Wirkung beruht auf Bildung von Oberflächenfilmen, so daß Metalloberflächen nicht katalytisch die Öloxidation fördern können ( Katalysatorengifte, z.B. für den Metallabrieb im Öl, Radikalfänger )

Metallbearbeitungsöle

Sammelbegriff für Schneidöle, Wälzöle, Ziehöle und Bohröle, wassermischbar und nichtwassermischbar, genormte Bezeichnung ist Kühlschmierstoffe; Hauptaufgaben: je nach Anwendung, Schmierung, Kühlung, Spantransport, Korrosionsschutz usw.
-siehe Kühlschmierstoffe-

Metallseifen

Metalle und deren Verbindungen reagieren mit Fettsäuren und bilden Metallseifen; diese werden eingesetzt als EP-Zusätze in Schmierölen und als Dickungsmittel in Schmierfetten

Methan-CH4

1. Molekül der paraffinischen ( Alkane ) Kohlenwasserstoffreihe; Hauptbestandteil vom Erdgas; auch enthalten im Raffineriegas, Kokereigas usw.

MIL-Spezifikationen

Spezifikationen der US-Streitkräfte mit Mindestanforderungen für zu liefernde Betriebsstoffe; Motoren- und Maschinenhersteller stellen z.T. gleiche Mindestanforderungen d.h. gem. MIL-Spezifikationen; die Erfüllung der Mindestanforderungen gilt als Qualitätsmaßstab

Mineralöle

bzw. Mineralöl-Produkte sind die aus dem mineralischen Rohstoff Erdöl gewonnenen flüssigen Destillations- und Raffinations- Produkte, die hauptsächlich aus Gemischen von gesättigten und evtl. geringen Mengen ungesättigten Kohlenwasserstoffen bestehen

Mini Rotary Viskosimeter (MRV)

ist ein Gerät, mit dem die scheinbare Viskosität von Mehrbereich-Motorenölen bzw. die Viskosität von Einbereich-Motorenölen zur ungefähren Festlegung der Grenzpumpentemperatur ( Borderline Pumping Temperatur, BPt ) im Temperaturbereich -40°C bis 0°C bestimmt wird. Gemessen wird bei sehr niedrigen Geschwindigkeitsgefällen, die in etwa dem Zufließen des Motorenöles bei tiefen Temperaturen zur Ölpumpe entsprechen: ASTM D 3829

Mischreibung

ist ein Reibungszustand bei dem Grenzreibung und Flüssigkeitsreibung nebeneinander/nacheinander vorkommen. Die Oberflächenrauheiten ( Rauhigkeitsspitzen ) sind teilweise getrennt, teilweise kommt aber auch Berührung vor, so daß Verschleiß entsteht

Mitteldestillate ( Gasöle )

Dieselkraftstoffe und Heizöle mit Siedebereichen zwischen 200 und 360°C

Molybdändisulfid

MoS2 ist ein Festschmierstoff mit Schichtgitter-Struktur. Bei richtiger Einarbeitung in die Metalloberfläche kann dieser feste Körper mit lamellarer Struktur den Reibbeiwert der Oberfläche eine zeitlang herabsetzen, der Einsatz erfolgt oft als Aufmischung in Schmierölen, Schmierfetten, Pasten usw.

Motorenöl-Prüfläufe

werden z.B. in folgenden Testmotoren durchgeführt: Caterpillar; Chevrolet; CLR; MWM (DIN 51 361 T1/T2 ); Oldsmobile; Petter; MB-OM 616, OM 352 A; Ford Kent, Cortina; Fiat 132; VW 1,6l Turbo-Diesel usw.
-siehe CEC-

Motorenöle

dienen zur Schmierung der Lager, des Triebwerkes, der Zylinder und Steuerräder in Verbrennungskraftmaschinen, sie sind in verschiedene Viskositäten eingestuft ( SAE-Klassifikationen ); es gibt unlegierte und legierte Motorenöle, die je nach ihrem Legierungsgrad verschiedene Spezifikationen (z.B. MIL, CCMC ) und Klassifikationen ( z.B. API ) erfüllen

MOZ

Motor-Oktanzahl
-siehe Klopffestigkeit-

MTBE

Methyl-tert.-butylether, sauerstoffhaltige Kohlenwasserstoff-Komponente hoher Oktanzahl für Ottokraftstoffe
 

N

Nähmaschinenöle

sehr dünnflüssige technische Weißöle, 7 bis 12 mm2/s bei 40°C; sie enthalten meist geringe Fettstoffzugaben

Naphta

ist die Bezeichnung für ein Rohbenzin mit einem Siedebereich von ca. 30°C bis 150°C. Die Qualität ist je nach Provenienz des Erdöles sehr unterschiedlich

Naphthene

gesättigte ringförmige Kohlenwasserstoffe, auch als Cycloparaffine oder Cycloalkane bezeichnet, meist 5 bzw. 6 Kohlenstoffatome im Ring (seltener 7 und 8)

Naßdampfzylinderöl

- siehe Dampfzylinderöle -

Natrium-Schmierfette

Schmierfette aus Natriumseifen und Mineralölen; bis zu Betriebstemperaturen von 120°C einzusetzen; Natrium-Schmierfette sind emulgierbar und an feuchten Schmierstellen nicht zu verwenden, eignen sich gut zur Getriebeschmierung als Getriebefließfette der NLGI-Klassen 0, 00, 000

Natriumkomplexseifen-Schmierfette

haben gute Schmiereigenschaften, eine gute Haftfähigkeit und eine besonders geringe Ölabscheidung, daher zeichnen sie sich besonders für schnellaufende Lager aus. Sie sind jedoch wasserempfindlich

Netzmittel

- siehe Oberflächenaktive Stoffe und Grenzflächenaktive Stoffe -

Neutralisationszahl (NZ)

gibt die Anzahl mg Kalium-Hydroxid (KOH) an, die erforderlich ist, um die in 1 g eines Öles enthaltenen freien Säuren und Basen zu neutralisieren; mit der Neutralisationszahl können für ungebrauchte und gebrauchte Schmieröle die relativen Veränderungen ermittelt werden, die während des Betriebes unter oxidierenden Bedingungen eintreten; für Schmieröle: DIN 51 558 T 1 / T 2 / T3, für Schmierfette: DIN 51 809 T 1 / T 2

Neutralöle

Internationale Bezeichnung für hochwertige Raffinate, z. B. Solvent-Raffinate

Newtonsche Flüssigkeiten

Flüssigkeiten, für die bei der einfachen Scherströmung die Schubspannungen proportional dem Geschwindigkeitsgefälle sind und die Proportionalitäts-Konstante, die Viskosität nur von der Temperatur und dem Druck abhängig ist; Viskosität Newtonscher Flüssigkeiten: DIN 1342; Nicht-Newtonsche Flüssigkeiten haben ein anderes Verhalten: DIN 13342
- siehe Fließverhalten -

NLGI

National Lubricating Grease Institute

NLGI-Klassen

Konsistenz-Einteilung (Penetrations-Klassen) für Schmierfette: DIN 51 818
 
Walkpenetration nach DIN ISO 2137
NLGI-Klasse                                                                                             in Zehntel-Millimeter (0,1 mm)
000 Fließfette                                                                                                                            445 bis 475
  00                                                                                                                                              400 bis 430
    0                                                                                                                                               355 bis 385
    1 Weiche Fette                                                                                                                      310 bis 340
    2                                                                                                                                              265 bis 295
    3                                                                                                                                              220 bis 250
    4 Normalfette                                                                                                                        175 bis 205
    5                                                                                                                                              130 bis 160
    6 Feste Fette                                                                                                                           85 bis 115
 

Noack-Test

er bestimmt die bei höheren Temperaturen auftretenden Verdampfungsverluste eines Schmieröles; Verdampfungsverlust eines Schmieröles ist gleichbedeutend mit dem Ölverbrauch im Motor; hierdurch treten Eigenschaftsveränderungen des zurückbleibenden Schmieröles auf: DIN 51 581, CEC L-40-T-87
- siehe Verdampfungsverlust -

Normalbenzin - FAM

Normalbenzin ist ein reines, weitgehend aromatenfreies Erdöldestillat mit bestimmten Eigenschaften; es dient für chemisch präparative und analytische Zwecke: DIN 51 635

Normalschmieröle AN

sind reine Mineralöle, die Schmierzwecken dienen sollen, die keine besonderen Anforderungen an die Schmierstoffe stellen: DIN 51 501

 

O

Obenschmieröl

Zylinder von Viertaktmotoren werden durch das Ölsumpf angesaugte Motorenöl geschmiert; zusätzlich gibt man bisweilen dem Vergaserkraftstoff eine bestimmte MengeObenöl zu. Hierdurch soll erreichtwerden, daß die oberen Kolbenzonen, die Zylinderwände und Ventilschäfte stärker mit Öl benetzt werden. In verschiedenen Fällen wir das Obenöl mit bestimmten Additiven versetzt

Oberflächenaktive Stoffe

natürliche oder synthetische Stoffe wie Netzmittel,  Waschmittel, Sulfonate, Detergentien; sie setzen die Oberflächenspannung von flüssigen Stoffen herab, wenn sie hierin gelöst sind, erhöhen dadurch das Dispersionsvermögen und die Emulgierfähigkeit
-siehe Grenzflächenaktive Stoffe-

Oiliness

englischer Begriff für Schmierfähigkeit, Schlüpfrigkeit, Gleitfähigkeit, Netz- und Haftfähigkeit usw., also allgemein für die guten Eigenschaften eines Schmieröles, die zur Schmierung notwendig sind

Oktanzahl (OZ) - (Octane Number)

sie ist eine Maßzahl für die Klopffestigkeit eines Ottokraftstoffes, kennzeichnet das Verhalten des Kraftstoffes bei der Verbrennung im Motor. Ausreichende Klopffestigkeit eines Kraftstoffes ist die Voraussetzung für einen normalen Verbrennungsablauf
-siehe Klopffestigkeit-

Bezugskraftstoffe sind: n-Heptan mit OZ = 0 und ISO-Oktan mit OZ = 100,
Bestimmung: DIN 51756 T1 bis T6

Ölabscheidung

Schmierfette können bei längerer Lagerung oder erhöhter Betriebstemperatur evtl. geringe Mengen Öl abscheiden. Dieses ist normal und ohne Bedeutung. Größere Mengen Öl dürfen jedoch nicht abgeschieden werden. Es käme sonst zum sogenannten Ausbluten. Bestimmung der Ölabscheidung aus Schmierfetten unter statistischen Bedingungen: DIN 51 817

Ölbild

um den inneren Schmierzustand von Dampfmaschinen- und Kompressoren-Zylindern zu erkennen, nimmt man während des Betriebes an den Indikatorhähnen dieser Maschinen sogenannte Ölproben auf Karton oder Metallplatten

Öle

man unterscheidet nach Entstehung, Herstellung und dem chemischen Aufbau
a) tierische und pflanzliche Öle, hierbei handelt es sich um Ester oder Fettsäuren
b) mineralische Öle, die sich je nach ihrer Struktur aus Paraffinen ( Alkanen ), Naphatenen (Cycloalkanen) oder Aromaten zusammensetzen
c) Syntheseöle, wie z.B. Silikonöle, Polyglykole, Ester-Verbindungen usw.
 

Olefine (Alkene)

ungesättigte Kohlenwasserstoffe ( n- oder Iso-Alkene), die eine oder mehrere Kohlenstoffdoppelbindungen besitzen ( Alkadiene oder einfach Diene, Triene usw. ); sie entstehen bei Crackprozessen; durch die Doppelbindungen neigen sie leicht zur Oxidation und Polymerisation ( Harz- und Rückstandsbildung ), im Namen werden sie durch -en- Endung gekennzeichnet, z.B. Ethen, Propen, Buten usw.

Olein

Ölsäure, Wirkstoff für bestimmte Schmierzwecke, Verbesserung der Haftfähigkeit, z.B. bei Metallbearbeitungsölen

Ölharze

organische Sauerstoff- und/oder Schwefelverbindungen, die in Erdölprodukten gelöst enthalten sind; meist stark färbend; sie werden an Silicagel oder Bleicherde absorbiert

Ölkabelöle

niedrigviskose hochwertige Isolieröle zum Füllen von Ölkabeln

Ölkohle oder Ölkoks

harte kohle- bzw. koksartige Rückstände in Zylindern und Kolbenringnuten von Verbrennungskraftmaschinen, Kompressorenanlagen, Dampfmaschinen und Lokomotivzylindern. Auftreten in Umlaufölen bei Alterung und dem Zutritt von Verunreinigungen sowie bei thermischer Belastung

Ölprüfmaschinen

Maschinen, die zum Testen der Schmiereigenschaften von Schmierölen und -fetten entwickelt wurden; insbesondere bei verschiedenen Betriebsverhältnissen wie Grenzreibung, Mischreibung, Hydrodynamischer Schmierung, Tief- und Hochtemperatur usw.

OMC

Outboard-Marine-Corporation; Hersteller von Otto-Motoren für 2- und 4-Takt-Außenborder, Kettensägen usw.; in der OMC-Spezifikation sind Anforderungen speziell für 2-Takt-Außenbord-Motoren festgelegt
-siehe Zweitakt-Motorenöle-

OPEC

Organisation of the Petroleum Exporting Countries

Ottokraftstoffe (OK)

ketten- und ringförmige Kohlenwasserstoffgemische mit einem Siedebereich von ca. 30 bis 215 °C zum Betrieb von Otto-Motoren;
verbleiter Ottokraftstoff: DIN 51 600; unverbleite Ottokraftstoffe: DIN 51 607, EN 228
-siehe auch Benzin-

Oxidasche

die Oxidasche wird hauptsächlich für Frischöle ohne Zusätze bzw. mit aschefreien Zusätzen angewendet und dient zur Beurteilung des Reinheitsgrades

Oxidation

die Oxidation ist ein Verbesserungsvorgang; es erfolgt hierbei eine Sauerstoffanlagerung an bestimmte Elemente bzw. Moleküle. Bei Kohlenwasserstoffen treten Eindickung, Lackbildung, Polymere, korrosivwirkende Radikale usw. auf

Oxidations-Teste

Prüfungen zur Alterungsneigung von Schmierölen, Kraftstoffen und Schmierfetten in Gegenwart von Katalysatoren bei erhöhter Temperatur: DIN 51 554 T1/T2/T3; 51 394;
für Ottokraftstoffe: DIN 51 780; EN 9;
für Flugbenzine: DIN 51 799
für Schmierfette: DIN 51 808;
für schwerentflammbare Reglerflüssigkeiten: DIN 51 373 

Oxidationsinhibitoren (Antioxidantien-AO)

Zinkdialkyl-Dithiophosphate; Verbindungen von Stickstoff, Phosphor und Schwefel ( Amine, Phenole in Verbindung mit Zink,  Zinn, Barium, Calcium usw. ).
Sie verhindern oder kontrollieren die Öloxidation und die Bildung von schlamm- und lackartigen sowie korrosiven Verbindungen. Begrenzen, verzögern damit den Viskositätsanstieg des Schmieröles

 

P

PAH

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe

Paraffinausscheidung BPA

Beginn Paraffinausscheidung unter festgelegten Prüfungsbedingungen für Dieselkraftstoff in °C angegeben: DIN 51 597 zurückgezogen; dafür Grenzwert der Filtrierbarkeit ( CFPP ); Cloudpoint und Pourpoint

Paraffine (Alkane)

gasförmige, flüssige und feste kettenförmige gesättigte Kohlenwasserstoffverbindungen; man unterscheidet Normal(n)-Paraffine mit kettenförmiger und Iso(i)-Paraffine mit verzweigter Struktur

Paraffingatsch

feste ölhaltige Paraffine ( Rohparaffin ), fallen bei der Entparaffinierung von Mineralöl oder Schieferöl an; Weiterverarbeitung erfolgt dann durch Entölung und Raffination

Paraffinöle

veraltete Bezeichnung für Paraffinum Liquidum, Weißöle und helle Mineralöle
-siehe Weißöl, Vaselinöl-

Paraffinum Liquidum

wasserklare, niedrigviskose, geruch- und geschmacklose Weißöle (hochausraffinierte Paraffinöle, zugelassen nach DAB 10, per-liquidum und subliquidum)

PCV-System

Positive-Crankcase-Ventilation; Entlüftung des Kurbelgehäuses von Verbrennungsmotoren; blow by-Gase und Öldämpfe des Triebwerkes gelangen über den Vergaser in den Verbrennungsraum; das PCV-System soll somit zur Reinhaltung der Luft beitragen

Penetration

ist ein Maß für die Konsistenz (Verformbarkeit) eines Stoffes. Bei Schmierfetten ist sie die Strecke, um die ein Kegel bestimmter Abmessung senkrecht in die zu untersuchende Probe unter vorgeschriebenen Bedingungen eindringt: DIN ISO 2137; DIN 51 804 T2; bei Bitumen wird für den gleichen Zweck anstelle des Kegels eine Nadel verwendet: DIN 1995
-siehe Konsistenz, Ruhpenetration und Walkpenetration-

Penetrometer

Gerät zur Bestimmung der Penetration

Pensky-Martens

Bestimmung des Flammpunktes im geschlossenen Tiegel, für Mineralöle und andere brennbare Flüssigkeiten mit Flammpunkten im Bereich von 65 bis 200°C: DIN 51758

Peroxide

unerwünschte chemische Verbindungen, organisch und anorganisch, die die Bildung von Harzen durch Oxidation und Polymerisation begünstigen

Petrolatum

bitumenfreier Rückstand aus der Erdölverarbeitung von salbenartiger bis plastisch fester Konsistenz, welcher aus mikrokristallinen Paraffinen und Öl besteht
-siehe auch Vaseline-

Petrolether

niedriegsiedende Benzinfraktion, abgestimmt auf den Anwendungszweck; überwiegend als Extraktionsmittel für analytische Zwecke eingesetzt; Siedeverlauf 25 bis 80 °C; frei von aktivem Schwefel und Geruchsstoffen: DIN 51630

Petroleum

Kohlenwasserstoff-Fraktion aus dem Erdöl, der Siedebereich liegt etwa zwischen 130 und 208 °C, Gefahrenklasse A II oder AIII je nach Fraktion;
Anwendungsbereich als Leucht-, Brenn- oder Lösungspetroleum (auch Kerosene genannt): DIN 51636

Petrolkoks

außer den gasförmigen und flüssigen Produkten beim Cracken entsteht ein fester Rückstand, der sogenannte Petrolkoks

Petter-Motorenöl-Test

Einzylinder-Dieselmotor wird zu Prüfläufen für Motorenöle verwendet und gibt Rückschlüsse auf Rückstands- und Lackbildung sowie Kolbenringklemmen

pH-Wert

Maß für Wasserstoff (H)-ionenkonzentration in wäßriger Lösung für die saure bzw. alkalische Reaktion: pH-Wert = 7: neutral; pH >7: alkalisch; pH< 7: sauer; wichtig zur Kontrolle von wassergemischten Kühlschmierstoffen; Messung erfolgt mittels pH-Papier oder elektrischer pH-Meßgeräte: DIN 51 369

Philipp-Test

-siehe Kältemittel-Beständigkeit: DIN 51 593-

Pipeline

Rohrleitungen, durch die Erdöl, Rohöl, Mineralölprodukte und andere flüssige Medien befördert werden

Pittinge

grübchenartige Erscheinungen an Zahnoberflächen infolge Materialermüdung; in der Wälzkreiszone bilden sich kleinste Risse, die sich später in kleine Vertiefungen und zu Löchern an der Oberfläche ausbilden

Plankton

das ,,Umhertreibende" (griech.); alle im Wasser frei schwebenden tierischen und pflanzlichen Mikroorganismen, die die Hauptbestandteile von Faulschlammhorizonten sind und später zur Bildung von Erdöllagerstätten führen

Plattformieren

katalytisches Reformieren mit platinhaltigem Katalysator von Destillatbenzin

Poise

Maßeinheit für die dynamische Viskosität; kann aus der gemessenen kinematischen Viskosität (Stokes) durch Multiplizieren mit der Dichte der zu prüfenden Flüssigkeit bei bestimmter Prüftemperatur berechnet werden
-siehe Viskosität-

Polare Wirkstoffe

Kohlenwasserstoffmoleküle, die sich infolge ihres Molekülaufbaues und durch Verbindung mit anderen Elementen wie Sauerstoff, Schwefel, Chlor usw. nicht elektrisch neutral verhalten und in Verbindung mit Metalloberflächen eine polare (elektro-chemische/elektromagnetische) Wirkung erzielen. Der Gehalt an polaren Wirkstoffen, wie synthetische Ester (Fettstoffe) oder Fettsäuren, in Ölen erhöht die Druckfestigkeit des Schmierfilmes und verbessert damit die Schmierwirkung bei Festkörperreibung (Grenzreibung) und im Mischreibungsgebiet. Bei extrem niedriger Gleitgeschwindigkeit verhindern diese polaren Wirkstoffe z.B. das Stick-Slip (Ruckgleiten) bei Bettbahnen an Werkzeugmaschinen. Reine Kohlenwasserstoffe sind ,,nicht-polar"

Pollhöhe

Maß für das Viskositäts-Temperaturverhalten eines Öles

Polyalphaolefine (PAO)

sind synthetische Kohlenwasserstoffe (spezielle Iso-Paraffine mit kurzen Haupt- und langen Seitenketten), die mittels Hydrocrackingverfahren aus Parrafingatsch unter Verwendung einer bestimmten Katalysator-Technologie (Polymerisation und Copolymerisation von niederen Olefinen) hergestellt werden

Polymerisation

Zusammenschluß ungesättigter Kohlenwasserstoffmoleküle zu einem größeren Molekül (Eindickung) unter Einfluß von Katalysatoren und Wärme ( Herstellungsverfahren für synthetische Schmieröle)

Pourpoint

ist die niedrigste Temperatur, bei welcher das Öl eben noch fließt, wenn es unter festgelegten Bedingungen abgekühlt wird. Bestimmung des Pourpoints: DIN ISO 3016

Pourpoint-Verbesserer-(Pourpoint Depressant)

Wirkstoffe, die beim Abkühlen von Mineralölen (vornehmlich bei paraffinischen) das Zusammenballen der sich bildenden Parafinkristalle vorerst verhindern und damit das Fließvermögen in der Kälte verbessern

ppm

parts per million

Präzision

zur Qualitätskontrolle werden die Eigenschaften von handelsüblichen Mineralölerzeugnissen nach genormten Prüfverfahren bestimmt und auf ihre Übereinstimmung mit den entsprechenden Lieferbedingungen (Spezifikationen) geprüft. Die Präzision ist ein Maß für die Streuung zweier oder mehrerer Ergebnisse, die für das gleiche Prüfverfahren an gleichen Proben für ein und dieselbe Eigenschaft ermittelt werden. Man unterscheidet Wiederholbarkeit und Vergleichbarkeit: DIN 51 848 T1/T2/T3

Preignition

aus der englischen Fachsprache; die ungewollte Zündung im Otto-Motor vor der gewollten Zündung durch den Zündfunken der Zündkerze; meist eine Folge von Glühzündung

Premiumöl

Motorenöl mit Wirkstoffen (Oxidations- und Korrosions-Inhibitoren)

Preßluftfette

geschmeidige Fette zum Schmieren von Preßluftwerkzeugen

Probenahme

Richtlinien für Probeentnahmen
a) von Flüssiggas: DIN 51 610
b) von flüssigen Mineralölerzeugnissen: DIN 51 750 T1/T2
c) von salbenartig, konsistenten und festen Mineralölerzeugnissen: DIN 51 750 T1/T3
d) von bituminösen Stoffen: DIN 1996, E 52 001
e) von Schmierölen aus Verbrennungskraftmaschinen: DIN 51 574
f) von Gasen: DIN 51 853
 

Propan

bei Normal-Temperatur gasförmiger Kohlenwasserstoff C3H8: DIN 51 622

Pyknometer

volumengenormtes Gefäß zur Bestimmung der Dichte: DIN 51 757
 

Q

Quellverhalten

von Elastomeren, Kautschuk und Dichtungsmaterialien gegenüber Flüssigkeiten, Dämpfen oder Gasen ist die Anderung von Eigenschaften wie Gewicht, Volumen, lineare Abmessungen, Härte, Reißfestigkeit und Dehnung durch die Einwirkung eines dieser Stoffe: DIN 53 521
 

R

Radikale

Molekülreste, die durch Reaktionsauslösung meist unerwünschte Reaktionen bei den Kohlenwasserstoff-Molekülen der Schmier-, Kraft- und Brennstoffe hervorrufen

Raffinate

durch chemische und/oder physikalische Verfahren veredelte Destillate

Raffination

die Kohlenwasserstoffe enthalten nach Destillation und Vakuumdestllation noch Verbindungen mit Schwefel, Sauerstoff, Stickstoff sowie andere Verunreinigungen; diese werden bei nachfolgender Raffination durch chemisch-physikalische Verfahren unter Verwendung von Lösungsmitteln oder Säuren von den Kohlenwasserstoffen getrennt; es wird dadurch eine wesentliche Qualitätsverbesserung erreicht

Raffinerien

Verarbeitungsanlagen, in denen aus Rohöl durch Destillationsverfahren, Umwandlungsverfahren, Reinigungsverfahren, Mischen, Additivieren usw. die verschiedensten Mineralölprodukte hergestellt werden 

RAL - Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V.

RAL legt fest, für welche Produkte innerhalb einer Produktgruppe das Umweltzeichen (Blauer Engel) eingesetzt werden kann. Der Kern der Vergabegrundlage sind die technischen Anforderungen sowie die Kriterien, die jeweils die "besondere Umweltfreundlichkeit" ausmachen. Inhaltstoffe bzw. sonstige umweltbelastende Faktoren von Produkten sind mit Maximalwerten beziffert, die - nicht überschritten - enthalten bzw. emittiert werden dürfen. Nach Auswahl und Prüfung von Produkten beschließt dann die "Jury Umweltzeichen", ob eine Vergabe des Umweltzeichens erfolgt oder nicht

Ramsbottom-Test

Verkokungstest für Schmieröle: DIN ISO 4262; EN 8

Redwood Sekunden (R")

in England gebräuchliche koventionelle Meßzahl für die Viskosität, Redwood-Viskosimeter

Reformate

Ottokrafstoff-Komponenten, die im Reformierungsprozeß (z.B. katalytisches Reformieren) anfallen, haben Oktanzahlen (ROZ) bis ca. 100

Reformieren

Umwandlung von Kohlenwasserstoffen (Benzin) mit niedrigen Oktanzahlen in Benzin mit hohen Oktanzahlen
 
a) thermisches Reformieren: Langkettige Paraffinkohlenwasserstoffe werden umgewandelt in Aromate und Olefine
 
b) katalytisches Reformieren: Langkettige Paraffinkohlenwasserstoffe werden umgewandelt in Isoparaffine und Aromate
 

Refraktion

- siehe Brechungsindex -

Refraktometer

Gerät zur optischen Bestimmung (Brechung des Lichtstrahles) des Ölgehaltes eines wassergemischten Kühlschmierstoffes (Emulsion)

Regenerierung (Regenerat)

regeneriertes Altöl ist das Produkt einer Aufbereitungsbehandlung von Altölen; Regenerate sind lediglich durch Zentrifugieren und Filtern von Wasser- und mechanischen Verunreinigungen sowie von Schlamm befreite Altöle

Regular Oil

unlegierte Schmieröle, teilweise hochwertige Raffinate, jedoch ohne Wikstoffe

Reibung

bei der Bewegung von Werkstoffpaaren aufeinander unterscheidet man folgende  Reibungszustände
a) trockene Reibung - Grenzreibung (Anlaufreibung, Festkörperreibung, Oberflächenschichtreibung
b) halbflüssige Reibung - Mischreibung (von Grenzreibung bis Flüssigkeitsreibung)
c) flüssige Reibung - Flüssigkeitsreibung (hydrodynamische Reibung)

Reibungskoeffizient (Reibungszahl)

ist die Kraft, die gerade nötig ist, um zwei feste Körper gegeneinander zu bewegen

Reibwertverbesserer (Friction Modifier FM)

Fettsäuren, Fettsäurederivate, organische Amine, Amin-Phosphate, milde EP-Additive usw. Reibwertverbesserer (Reibwertverminderer) sollen die Reibungs-Verluste herabsetzen bzw. vermindern oder ein definiertes Reibverhalten der verschiedenen Schmierstoffe bewirken. Die unterschiedlichen Anwendungsgebiete im Mischreibungsgebiet sind die Vermeidung von Reibschwingungen (z.B. an Bettbahnen), die sogenannten stick-slip-Erscheinungen (Ruckgleiten), die squawk-Geräusche bei automatischen Getrieben, Synchronringen und Sperrdifferentialen; der Einsatz bei kraftstoffsparenden (fuel economy) Motorenölen und das kontrollierte Reibwertverhalten bei Hydraulik- Getriebeölen (TOU, STOU) mit nassen Bremsen und Kupplungen usw.

Reißöl

zur Bindung des Staubes und zum leichteren Verarbeiten von Lumpen und Reißwolle werden diese mit einer Ölemulsion benetzt; diese Reißöle müssen wasserlöslich, also emulgierbar und auswaschbar sein

Rheologie

- siehe Fließverhalten -

Rheopexi

Fließverfestigung

Riemenfette

Adhäsionsfette für Treibriemen zur Verhinderung des Rutschens auf der Scheibe

Ring sticking

Verklebung und Rückstandsbildung in den Kolbenringnuten

Ringläuferfette

Fette für Ringläufer (Traveller) an Zwirn- und Spinnmaschinen

Rocker Arm Oiling Time

Zeitspanne, die das Motorenöl nach dem Anlassen eines Motors braucht, um alle Schmierstellen (insbesondere die, die am weitesten von der Ölpumpe entfernt ist) mit frischem Öl zu versorgen (Motordurchölungszeit)

Rohbenzin

- siehe Benzin -

Rohöl

unverarbeitetes, entgastes, entsalztes, entwässertes und von festen Verunreinigungen getrenntes Erdöl

Rost

ist die bei gleichzeitiger Einwirkung von Sauerstoff und Feuchtigkeit entstandene Korrosion an der Oberfläche von Stahl und Eisen (Eisenoxidhydrat)

Rost-Teste

Prüfungen der korrosionsverhindernden Eigenschaften von Ölen, Paraffinen und bitumenartigen Korrosionsschutzmitteln gegenüber Stahl in Gegenwart von See- oder destilliertem Wasser sowie mechanischen Testen

Rostschutzöl

- siehe Korrosionsschutzfett/ Korrosionsschutzöl -

Rotations-Viskosimeter

bei den verschiedensten Rotations-Viskosmetern wird die Viskosität durch das Drehmoment errechnet - siehe CCS und MRV -

ROZ

Research Octan-Zahl

Rückstandsöle

beim Destillieren oder Carcken anfallende nichtverdampfte flüssige Bestandteile, Achsenöl, Brightstocks usw.

Ruhpenetration

bei 25°C gemessene Penetration einer Schmierfettprobe, die nicht im Fettkneter vorbehandelt worden ist
- siehe Penetration, Walkpenetration -

Ruß

reiner amorpher Kohlenstoff, der bei unvollkommener Verbrennung kohlnestoffhaltiger Brennstoffe entsteht

Rußpunkt

der Rußpunkt dient im Zusammenhang mit anderen Untersuchungen zur Charakterisierung des Brennverhaltens von flüssigen Brennstoffen wie Düsenkraftstoffen, Leuchtpetroleum und verwandten Erzeugnissen: DIN 51 406

 

S

S 1

HD-Motorenölspezifikation; entspricht der Früheren MIL-L 2104 A Suppl. 1 (nicht mehr gültig)

S 3

HD-Motorenölspezifikation der Firma Cater-

SAE-Klassen

Einteilung der Viskositätsklassen für KFZ-Schmierstoffe:

Motoren-Schmieröle: SAE J 300 Mar 93

SAE-            Viskosität                   Grenz-                 Viskosität4) bei 100°C                     Hochscher-
Viskosi-      mPa s bei                  pump-                 in mm2/s                                            Viskostät5)
täts-             Temperatur               temperatur3)                                                                   mPa s (cP)
klasse1)      °C                                °C                                                                                     bei 150°C
                     max.                            max.                   min.               max.                              min.
 

 0W              3250 bei -30             -35                         3,8               -                                      -
5W              3500 bei -25             -30                         3,8               -                                      -
10W             3500 bei -20             -25                        4,1               -                                       -
15W             3500 bei -15             -20                        5,6               -                                       -
20W             4500 bei -10             -15                        5,6               -                                       -
25W             6000 bei -  5             -10                         9,3              -                                       -
20                 -                                  -                             5,6               unter    9,3                     2,6
30                 -                                  -                             9,3               unter 12,5                      2,9
40                 -                                  -                           12,5               unter 16,3                     2,96)
40                 -                                  -                           12,5               unter 16,3                     3,77)
50                 -                                  -                           16,3               unter 21,9                     3,7
60                 -                                  -                          21,9               unter  26,1                     3,7

1 mPa s = 1 cP; 1 mm2/s = 1 cSt
1) Anforderungen gemäß ASTM D 3244
2) Cold Cranking Simulator: ASTM D 5293 oder DIN 51 377
3) Mini Rotary Viskosimeter: ASTM D 4684 oder CEC L-32-T-82 (max. Temperatur für 30000 mPa s)
4) ASTM D 445 oder DIN 51 562
5) ASTM D 4683 oder CEC L-36-A-90
6) Für 0W-40, 5W-40 und 10W-40 Öle
7) Für 15W-40, 20W-40, 25W-40 und 40 Öle

Getriebeöle: SAE J 306, DIN 51 512

SAE-                          Maximale Temperatur                                      Kinematische Viskosität
Viskositäts-              für die dynamische                                           bei 100°C2) in mm2/s
Klasse                      Viskosität (scheinbare)
                                   bei 150000 mPa s1)                                         min.                         max.
70 W                          -55                                                                         4,1                          -
75 W                          -40                                                                         4,1                          -
80 W                          -26                                                                         7,0                          -
85 W                          -12                                                                       11,0                         -
90                               -                                                                           13,5                         24,0
140                             -                                                                           24,0                         41,0
250                             -                                                                           41,0                         -

1 mPa s = 1 cP; 1 mm2/s = 1 cSt
1) ASTM D 2983 (Brookfield Viskosimeter) bzw. DIN 51 398
2) ASTM D 445 (Kappillar-Viskosimeter)

SAN

Strong Acid Number; Menge der starken (aggressiven) Säuren in 1 g Substanz gemessen als mg KOH: DIN 51 558 T 1
- siehe TAN -

Sattdampf-Zylinderöl

- siehe Dampf-Zylinderöl -

Säureharz/Säureteer

Abfallprodukte bei der Schwefelsäure-Raffination von Erdöl oder Erdöldestillaten; bestehend aus restlicher Schwefelsäure und verharzten Ölteilen

Säurezahl

alte Bezeichnung für Neutralisationszahl; nur noch bei Fettanalysen angewandt
- siehe Neutralisationszahl -

Saybolt-Universal-Viskosimeter

in den USA gebräuchliches Viskosimeter, das zur Bestimmung der konventionellen Viskosität (Zähflüssigkeit von mindestens 25 s Fließzeit) in SSU (Second Saybolt Universal) oder SUS verwendet wird: ASTM D 88

SBN

Strong Base Number; Menge der starken Basen in 1 g Substanz gemessen als mg KOH: DIN 51 558 T 1
- siehe TBN -

Schalteröl

DIN 57 370 T 1 / T 2, VDE 0370 T 1 / T 2
- siehe Isolieröl -

Schalungsöle

emulgierbare und nichtemulgierbare Öle für Betonverschalungen; Anforderungen je nach Verschalungsmaterial, Betonporösität, Betonart usw. sehr unterschiedlich

Schaumneigung von Mineralölen

die Menge (ml) an Ölschaum, die unter festgelegten Bedingungen (Durchblasen von Luft) gebildet wird, zeigt die Schaumneigung eines Öles an; Bestimmung des Luftabscheidevermögens: DIN 51 381; Bestimmung des Schaumverhaltens: DIN E 51 566

Schaumunterdrücker (Anti-Foam-Additive - AF)

Polysilikone (Silikonpolymerisate), Polyäthylenglykoläther usw. verringern die Schaumneigung bei starken Bewegung, bessere Schaumaustreibung, Förderung der Bildung größere, schnell zerfallender Luftblasen. Die Schaumbildung beeinträchtigt die Schmierstoffeigenschaften (z.B. Oxidation, Druckverhalten usw.) eines Schmierstoffes erheblich. Deshalb muss die Schaumneigung bei starker Bewegung, das Schaumvolumen und die Stabilität des Schaumes begrenzt und aufeinander abgestimmt werden

Schaumverhalten

Bestimmung des Schaumverhaltens von Schmierölen: DIN E 51 566

Scheinbare Viskosität

bei Flüssigkeiten (Nicht-Newtonsche wie dilatante oder pseudoplastische Flüssigkeiten), die nicht dem Newtonschen Strömungsgesetz unterliegen; d.h., deren Viskostät mit steigender Fließgeschwindigkeit (Schergefälle) größer oder kleiner wird, bezeichnet man als scheinbare Viskosität (Scheinviskosität). Typisch hierfür ist das Fließverhalten von Schmierfetten, Suspensionen sowie einiger legierter Schmieröle, die erst durch den Zusatz bestimmter Wirkstoffe pseudoplastische Flüssigkeiten werden
- siehe Viskositätsindex-Verbesserer, Fließverhalten -

Schergefälle

- siehe Scheinbare Viskosität und Viskositätsindex-Verbesserer -

Schergeschwindigkeit (Geschwindigkeitsgefälle D)

Bei Verschiebung zweier paralleler Ebenen zueinander bzw. ebener Parallelströmung in eine bestimmte Richtung ist die Änderung der Verschiebung bzw. der Geschwindigkeit senkrecht zur Strömungsrichtung das Geschwindigkeitsgefälle D. Definiert als der Grenzwert des Quotienten aus dem Geschwindigkeitsunterschied zwischen zwei Ebenen und ihrem Abstand (Einheit: s-1)

Scherstabilität

zur Verbesserung des Viskositäts-Temperatur-Verhaltens werden Schmierölen, Hydraulikölen usw. Viskositätsindex-Verbesserer (öllösliche Polymere) zugegeben. Diese Polymermoleküle, die eine lineare-, gitter- oder netzartige Struktur aufweisen können, sind z. T. im Hochtemperaturbereich riesige Molekülgebilde (macro-Molekül), die sie in Getrieben oder Hydraulikanlagen vorkommen, ihre Molekülstruktur ändern bzw. auseinander brechen. Hierdurch tritt ein mehr oder weniger großer Viskositätsverlust auf. Prüfung der Scherstabilität: DIN 51 382; CEC L-14-A-88; L-25-A-78; L-37-T-85; L-45-T-92

Schiffsmotorenöle

- siehe Marine-Dieselmotorenöle -

Schlammbildung

Alterung von Mineralölen; durch den Einfluß von Luft und Wasser kann es bei Mineralölprodukten zur Bildung von Oxidationsstoffen und zur Polymerisation kommen; bei starkem Anfall werden diese Oxidations-Produkte nicht mehr im Öl dispergiert, fallen aus und bilden Schlamm; bei modernen Magerkonzept-Ottomotoren kann unter bestimmten Voraussetzungen ein schwarzer Schlamm (sogenannter Schwarzschlamm) entstehen. Einflußfaktoren können sein: Motortyp, Betriebsbedingungen , Stickoxidbildung, Kraftstoff, Motorenölkonzeption, Ölwechselintervalle, Ölmenge, Ölverbrauch usw.; für Motorenöle gibt es spezielle motorische Schlammteste

Schlammgehalt (Sludge Test)

Für Isolieröle wird der Schlammgehalt bei Betriebsölen, z.B. Trafoölen, nach DIN 57 370  Teil 2 bzw. VDE 0370 T 2 ermittelt. Mit der DIN 51 554 T 1/2 (Alterungsbeständigkeit nach Baader) bzw. ASTM D 1313-54 wird über das Langzeitverhalten von Isolierölen im Betrieb der Schlammgehalt festgestellt.

Schleiföle

Kühlschmierstoffe zum Schleifen von Metalloberflächen; meist emulgierbar und auf die speziellen Belange des Schleifvorganges eingestellt 

Schmälzöle (Spicköle)

Öle zum Benetzen von Textilfasern vor der Bearbeitung (emulgierend)

Schmelzpunkt

die Temperatur in °C, bei der ein fester Körper bei Erwärmung in den flüssigen Aggregatzustand übergeht

Schmierfähigkeit

kennzeichnet die Tragfähigkeit des Schmierfilmes eines Schmierstoffes; stets muss sie auf konkrete Bedingungen bezogen werden, wie: Reibungsart, Reibungszustand, Werkstoffpaarung der Berührungsflächen, Flächenbelastung, Geschwindigkeit und Temperatur; z.B. ist bei flüssiger Reibung ausschließlich die Viskosität für die Tragfähigkeit maßgebend, bei Grenzreibung dagegen auch die Fähigkeit der Freßverhinderung mit Hilfe von EP-Wirkstoffen; es gibt aus diesen Gründen kein einheitliches Maß für die Schmierfähigkeit

Schmierfette

sind konsistente Gemische aus Dickungsmitteln und Ölen; man unterscheidet:
a) Metallseifen-Schmierfette (Kalk-, Al-, Ba-, Li-, Na-, Pb- und Komplexseifen-Schmierfette usw.), die sich aus Fettsäuren und Laugen als Metallseifen (Dickungs- oder Quellmittel) und Schmieröle und Herstellungsprozeß bestimmen die Struktur, Konsistenz, Gebrauchseigenschaft, Einsatzart usw.
b) seifenfreie Schmierfette mit anorganischen Gelbildnern (Kieselgel, Silikagel, Bentonit usw.) oder organischen Dickungsmitteln (Polyethylen, Polypropylen, Polyharnstoffen usw.) und Schmierölen
c) synthetische Schmierfette, die sich aus organischen oder anorganischen Dickungsmitteln und Syntheseölen (Ester-, Silikon-, Polyglykol-, Polyphenyletherölen usw.) zusammensetzen

Schmierölgehalt

Bestimmung des Abdampfrückstands in Zweitaktermischungen: DIN 51 784

Schmierölverbrauch

Ermittlung des Bedarfs und Verbrauchs von Schmierstoffen und verwandten Stoffen: DIN 51 500 T 1 / T 2; die in dieser Norm festgelegten Bezugsgrößen beziehen sich hauptsächlich auf die Anwendung von Schmierstoffen. Sie sind sinngemäß auch für den Einsatz von verwandten Stoffen wie Hydraulik-, Isolier- und Metallbearbeitungsölen usw. anzuwenden

Schmierölverdickung (Schmieröleindickung)

tritt vorwiegend im Diesel-Motor ein; Verbrennungsrückstände wie Ruß, Koks usw. können, entstanden bei unvollständiger Verbrennung, durch fehlerhafte Einspritzpumpen, Einspritzdüsen, Ventile usw., mit den blow-by-Gasen in das Motorenöl gelangen; hierdurch erfolgt Ölverdickung; diese kann auch durch schlechtes Siedeverhalten des DK oder durch Alterung des Motorenöls eintreten

Schmierölverdünnung

tritt im Otto-Motor ein, wenn bei kaltem Motor der Kraftstoff am Zylinder kondensiert und dann durch das Pumpen der Kolbenringe ins Schmieröl gelangt; gleiche Erscheinung kann bei Kraftstoffen mit hohem Siedeende auftreten; Schmierölverdünnung im Motorenöl durch Ottokraftstoff setzt die Viskosität herab und gefährdet somit die Schmierung, Prüfung nach: DIN 51 565 

Schmierplan

innerbetiebliche Schmieranweisung mit Wartungsangaben, Schmierstellenbezeichnung, Schmierstoffsorte, -menge, Intervalle usw. für die einzelnen Maschinentypen und deren Aggregate

Schmierstoff-Einteilung nach DIN 51 502

Stoffgruppe Stoffart, Anwendung Kennbuchst. Festgelegt in (DIN)
Mineralöle Schmieröl N (Normalschmieröle)
Öle ATF (Automatic Transmission Fluid)
Schmieröl B (z.B. bitumenhaltig)
Schmieröl C (Umlaufschmieröle)
Schmieröl CG (Gleitbahnöle)
Schmieröl D (Druckluftöle)
Öle F (Luftfilteröle)
Öle FS (Formentrennöle)
Hydrauliköle H
Hydrauliköle
Öle HD (Motorenschmieröle)
Öle Hyp (Schmieröle für KFZ-Getr.)
Öle J (Isolieröle elektrisch)
Schmieröl K (Kältemaschinenöle)
Öle L (Härte- und Vergüteöle)
Öle Q (Wärmeträgeröle)
Öle R (Korrosionsschutzöle)
Öle S (Kühlschmierstoffe)
Schmier- undRegleröle
Schmieröle V (Luftverdichteröle)
Öle W (Walzöle)
Schmieröle Z (Dampfzylinderöle)
AN
ATF
B
C
CG
D
F
FS
H
HV
HD
Hyp
J
K
L
Q
R
S
TD
V
W
Z
51501
 
51513
51517 T1-3
 
 
 
 
51524 T1/2
51524 T3
 
 
57370
51503
 
51522
 
 
51515 T1
51506
 
51510
AN
 
BA,BB,BC
C,CL,CLP
 
 
 
 
HL,HLP
HVLP
 
 
JA,JB
KA., KC
 
 
 
 
TD
VB,VC,VBL,VCL,VDL
 
ZA,ZB,ZD
Schwer entflammbare Hydraulikflüssigkeiten
-s.  Hydraulikflüssigkeiten-
Öl-in-Wasser-Emulsionen,
Wasser-in-Öl-Emulsionen,
Wäßrige Polymerlösungen,
Wasserfreie Flüssigkeiten 
HFA
HFB
HFC
HFD 
24320
 
 
 
HFAE,HFAS
 
 
HFDR,HFDS,HFDT,HFDU 
Synthese- oder Teilsyntheseflüssigkeiten Ester, organisch
Perfluor-Flüssigkeiten
Synthetische Kohlenwasserstoffe
Ester oder Phosphorsäure
Polyglykolöle
Siliconöle
Sonstige
E
FK
HC
PH
PG
SI
   

Schmierstoff-Zusätze

- siehe Wikstoffe -

Schmierstoffe

haben die Aufgabe, bei gleitendem oder rollendem Kontakt zweier sich aufeinander bewegender Punkte, Linien oder Flächen Reibung und Verschleiß zu vermindern; man unterscheidet flüssige, plastisch-feste, feste und gasförmige Schmierstoffe (Schmiermittel)

Schneidöle

nichtwassermischbare Kühlschmierstoffe (Metallbearbeitungsöle) für zerspanende Metallbearbeitung; sie haben die Aufgabe zu schmieren, die Wärme abzuführen und den Spantransport zu übernehmen; je nach Einsatz erfolgt die Additivierung mit S-, Cl-, Pb-, Sn-, P- usw. Verbindungen bzw. mit dem Zusatz von Fettölen

Schubspannung

ist die elastische Spannung, die auftritt, wenn Körper (Flüssigkeiten) durch tangentiale Krafteinwirkung verformt werden (Einheiten: Pa, Nm-2)

Schwefelsäurekennzahl (SK-Zahl)

für Untersuchungen von Isolierölen mit Schwefelsäure; sie wird auch auf andere Öle (z.B. Turbinenöle) angewendet

Seal Swell Agent

Zusatzstoffe, wie organische Phosphate, bestimmte Aromaten, halogenierte Hydrocarbone, die an bestimmte Elastomeren durch chemische Oberflächenreaktion ein definiertes minimales Quellen bewirken sollen

Seilfette

Schmierfette zur Konservierung und zum Geschmeidigmachen von Seilen aus pflanzlichen Faserstoffen aller Art

Seilschmiere

Schmierstoffe, die die Drahtseile vor Korrosionen schützen, die Reibvorgänge der einzelnen Seile gegeneinander mindern und die Hanfseelen tränken sollen; oft erfolgt ein Zusatz von Graphit oder Molybdändisulfid

Selbstentzündungspunkt

die Temperatur, bei der sich ein entzündbarer Stoff ohne Fremdzündung in Abhängigkeit von Bedingungen (Temperatur, Druck usw.) und dem Sauerstoffgehalt der umgebenden Luft entzündet

Selektiv Solvent Raffination

Raffination mit Lösungsmitteln (Duo-Sol-, Edeleanu-, Furfurol- usw. Verfahren), unerwünschte Kohlenwasserstoff-Verbindungen werden aus den einzelnen Kohlenwasserstoffarten herausgelöst und abgetrennt

SEN

Steam Emulsion Number; Maß für die Neigung eines Mineralöles zu emulgieren; Wasserabscheidevermögen nach Dampfbehandlung: DIN 51 589

Series 3

- siehe S 3 -

Siedebereich, Siedegrenzen

Temperaturbereich, innerhalb dessen eine Flüssigkeit siedet (Siedebeginn bis Siedeende); Ottokraftstoffe z.B. von ca. 35°C bis ca. 215°C

Siedekurve

kurvenmäßige Darstellung des Siedebereiches (Siedeanalyse)

Siedepunkt

Temperatur, bei der ein chemisch einheitlicher Stoff siedet

Siedeverlauf

verschiedene festgelegte Temperaturen im Siedebereich eines Stoffes, bei denen bestimmte Mengen verdampft sein müssen; z.B. bei Ottokraftstoffen sehr wichtig für das motorische Verhalten: DIN 51 751; 51 356

Silicon-Schmierfette

Fette auf Siliconöl-Basis; mit bestimmten Eindicken eignen sie sich sehr gut als Hochtemperatur-Schmierfette

Silicone

Silicium-Oxidverbindungen, die viskos bis fest vorkommen. Die verschieden viskosen Silikone sind meist farblose Öle mit sehr gutem Viskositäts-Temperatur-Verhalten. Sie werden als Additive, Syntheseöle, Hydrauliköle, Isoliermittel usw. in der Mineralölindustrie verwendet; feste Silicone sind sehr temperaturbeständig

SKF-Fettprüfmaschine

mechanisch-dynamische Prüfung von Wälzlagerfetten; zur Prüfung des Verhaltens bei verschiedenen Temperaturen und Drehzahlen: DIN E 51 806 T 1 / T 2

Solvat

Solvent-Neutral-Öle; Solvent-Raffinate; mit Lösungsmitteln raffinierte Mineralöle

SOZ

Straßen-Oktanzahl
- siehe Klopffestigkeit -

Spektroskopie

Strahlungsenergien verschiedener Wellenlängen, z.B. Infrarotstrahlen, rufen bei Kohlenwasserstoffmolekülen eine reflektierte Strahlung hervor, die je nach Molekül verschieden ist und so den Molekülaufbau bzw. Additive oder Metallabrieb erkennen läßt

Spermöl

aus dem Wal gewonnenes tierisches Öl; gute Kältebeständigkeit, daher früher als Spezialöl für verschiedene Geräte verwendet; heute weltweit für den industriellen Einsatz verboten; abgelöst in der Technik durch verschiedene Syntheseöle

Sperrdifferentiale

(limited slip axle) spezielle Hinterachsgetriebe für Kraftfahrzeuge, die mit verschiedenen Vorrichtungen zur Ausgleichsbegrenzung ausgerüstet sind; vielfach werden Getriebeöl mit reibwertändernden Additiven vorgeschrieben, z.B. gemäß Ford-Spezifikation M 2 C 104 A

Spezialbenzine

Benzinfraktionen mit festgelegten Siedegrenzen; Petrolether: DIN 51 630, Siedegrenzenbenzine: DIN 51 631, Testbenzine: DIN 51 632; FAM-Normalbenzin:
DIN 51 635, Wetterlampenbenzin: DIN 51 634 usw.

Spezifikationen

militärische und Firmen-Vorschriften für Schmier- und Kraftstoffe, in denen physikalische und chemische Eigenschaften sowie Prüfmethoden festgelegt sind

Spezifisches Gewicht

Verhältnis des Gewichtes eines Körpers zu seinem Volumen (bei Mineralölen numerisch gleich der Dichte); nicht mehr zugelassene Größe
- siehe Dichte -

Spicköl

- siehe Schmälzöl -

Spindelöle

dünnflüssige Schmieröle zur Schmierung der Spindeln in Textilmaschinen; Viskosität etwa 10 bis 80 mm2/s bei 20°C

Spratzprobe

in der Praxis übliche Prüfmethode (im Reagenzglas) für Wasser in Mineralölen; beim Erwärmen entweicht Wasser mit charakteristischem Geräusch

Spülöl

zum Spülen (Reinigung) von Maschinenteilen und Aggregaten; sofern keine besonderen Angaben zum Spülöl von den Maschinenherstllern vorliegen, sollte generell, z.B. bei der Reinigung von Inbetriebnahme einer Maschine, zur Spülung der zur Schmierung vorgeschriebene Schmierstoff verwendet werden

Stabilisatoren

Inhibitoren, Alterungsschutzstoffe

Stable Poupoint

die SAE J 300 Apr. 84 legte in der Appendix B mit einer bestimmten Prüfmethode (bestimmtem Temperatur-Zeit-Verlauf) dauerhaft reproduzierbare maximale Temperaturen des Pourpoint für die SAE-Klassen 5W und 10W fest

Stanzöl

a) Metallbeartieungsöl zur Schonung der Werkzeuge und des Werkstückes beim Stanzen von Metall
b) Öl zum Geschmeidigmachen von Porzelanmassen beim Formpressen

Staufferfette

Schmierfette zur Schmierung gering belasteter Gleitlager oder Gleitflächen bei Temperaturen bis zu 60°C

Stellöle

a) Zusatzöle, die zur Erreichung einer bestimmten Viskosität von Schmierölen den Grundölen zugegeben werden
b) verschiedene Additive werden in Stellölen vorgelöst und dann im In-Line-Blending oder Batch-Blending-Verfahren den Schmierstoffen zugesetzt

Stick-Slip-Zusätze

Additive (reibwertverändernde Wirkstoffe), die Getriebeölen und anderen Schmierstoffen  zugegeben werden, um das Ruckgleiten (Stick-Slip) - z.B. bei Bettbahnen an Werkzeugmaschinen - bei sehr kleinen Gleitgeschwindigkeiten zu verhindern

Stockpunkt

die Temperatur, bei der ein abkühlendes Öl unter vorgeschriebenen Bedingungen gerade aufhört zu fließen; der Stockpunkt läßt nur bedingt einen Schluß auf das Kälteverhalten eines Öles in einer bestimmten Maschine zu

Stockpunkt-Verbesserer

Polymethacrylate, Alkyl-Phenole, Naphtalin mit gechlorten Paraffinen, Propylen-Copolymere usw. Die Wirkung beruht auf Verhinderung der Zusammenballung bzw. des Wachsens der Paraffinkristalle und ermöglicht daher besseres Fließen. Das Stocken des Öles erfolgt erst bei tieferen Temperaturen
- siehe auch Pourpoint-Verbesserer -

Stokes

Maßeinheit für die kinematische Viskosität 1 St (Stockes) = 1 cm2/s = 100 cSt = 100 mm2/s

Sulfatasche

hierunter versteht man den mineralischen Rückstand, der beim Veraschen von Mineralölen und Behandlung mit Schwefelsäure als Sulfat verbleibt. Sie kann aus anorganischen Fremdstoffen oder aus Zusätzen mit anorganischen Bestandteilen stammen. Durch Abrauchen einer Ölprobe mit konzentrierter Schwefelsäure und anschließendem Verglühen erhält man die Sulfatasche in g/100 g oder %; für Schmieröle: DIN 51 575, für Schmierfette: DIN 51 803

Super Traktor Oil Universal - STOU

Motor-Getriebe-Hydraulik-Öl für die universale Verwendung in möglichst vielen Motoren, Maschinen, Geräten und Aggregaten, insbesondere mit nassen Bremsen und Kupplungen in der Landwirtschaft und Bauindustrie. Zur Sortenbereinigung und um Vermischungen unterschiedlicher Schmierstoffe beim Zusammenschalten verschiedener Geräte zu vermeiden. Klassifikationen und Spezifikationen: SAE 10 W-30 bzw. 15 W-30; CCMC G 4/D 4; MIL-L 46 152 B, - 159 A/B, - 1004 A, -9104 A; Massey Ferguson M 1139; CAT TO-2 sowie die Getriebe-Hydraulik-Teste, die unter Traktor-Oil-Universal (TOU) aufgeführt sind

Supplement 1

- siehe S 1-

Suspension

kolloidale Aufschwemmung von festen Körpern in Flüssigkeiten, z.B. von ölunlöslichen Wirkstoffen in Schmierölen

Synthetische Schmierstoffe

sind für besondere technische Anwendungsgebiete und spezielle Anforderungen entwickelt worden. Sie werden bisher meist (mit einigen Ausnahmen) nur für Sonderzwecke verwendet, wie z.B. bei Anforderungen wie Feuerresistenz, Hochtemperaturstabilität, Tieftemperaturverhalten, Resistenz gegen radioaktive Strahlung, Verdampfungsverlust, Oxidationsbeständigkeit (Lebensdauerfüllungen), Hochdruckstabilität, Viskositäts-Temperatur-Verhalten usw. Die Additiv-Anspreckbarkeit der verschiedenenSynthese-Schmierstoffe ist sehr unterschiedlich und führte zur Entwicklung neuer Additiv-Kombinationen, die teilweise nur für bestimmte synthetische Schmierstoffe verwendet werden können. Verwendung finden folgende Synthese-Schmieröle: Polyalkylenglykole, synthetische Kohlenwasserstoffe (z.B. Polyalphaolefine, Dialkylbenzole, Polyisobutylene), Dicarbonsäure- und Polyol-Ester, Phosphorsäure-Ester, Silikone, Polyphenylether, Fluorkohlenwasserstoffe usw.

 

T

TAME

Tert.-Amylmethylether, sauerstoffhaltige Kohlenwasserstoff-Komponente hoher Oktanzahl für Ottokraftstoffe

TAN

Total Acid Number; die Menge aller Säuren in 1g Substanz, gemessen als mg KOH: ASTM D 664,
DIN 51 588 T1
 

Taupunkt

Temperatur, bei der sich Dämpfe, die in Gasen gelöst sind, bei Abkühlung als Flüssigkeit abscheiden

TBN

Total Base Number; die Menge aller Basen in 1g Substanz, gemessen als mg KOH. Sie gibt an, wie hoch die alkalische Reserve zum Neutralisieren von sauren Bestandteilen in Öl ist. Je höher z.B. der Schwefelgehalt eines Kraftstoffes ist, je höher muß die TBN des Motoröles sein: DIN 51 558 T1

TCC

Thermofor Catalytic Cracking; Fließbettverfahren zur Herstellung von Crackbenzin
-siehe Crackverfahren-
 

Teilschmierung

infolge zu niedriger Gleitgeschwindigkeit oder zu hohem Druck erfolgt noch keine volle Trennung der Gleitflächen, es liegt sowohl hydrodynamische Schmierung wie Berührung der Gleitflächen vor (Mischreibung)
-siehe Reibung-
 

TEL/TML

tetra ethyl lead, Bleitetraethyl/tetra methyl lead, Bleitetramethyl (Bleialkyle); werden als Antiklopfmittel verbleiten Ottokraftstoffen zugesetzt, in Deutschland max. 0,15g/l

Testbenzine

Spezialbenzine mit Siedekurven zwischen 130 und 220°C: DIN 51 632

Thixotrophie

Ruhverfestigung

Timken-Maschine

Fettprüfmaschine zur Bestimmung der Hochdruckeigenschaften von Schmierstoffen (Verschleißprüfgerät); eine rechteckige Prüfplatte wird gegen eine laufende Welle mit aufgesetztem Wälzlagerring gedrückt; zur Beurteilung dienen die Belastung und das Aussehen der Prüfkörper

Titrieren

quantitative Bestimmung von Säuren, Basen, Oxidations- und Reduktionsmitteln usw.

TL

Technische Lieferbedingungen für Versorgungsgüter der Bundeswehr und des Bundes-Grenzschutzes (Nato-Symbol), VTL - Vorläufige Technische Lieferbedingungen

Tovotefette

calziumverseifte Schmierfette

Traktor Oil Universal - TOU

Getriebe-Hydraulik-Öl für die Verwendung in möglichst vielen Fahrzeugen, Maschinen und Aggregaten, mit nassen Bremsen und Kupplungen in der Landwirtschaft und Bauindustrie. Zur Sortenbereinigung und um Vermischungen unterschiedlicher Schmierstoffe beim Zusammenschalten verschiedener Aggregate bzw. Maschinen zu vermeiden.
Klassifikationen und Spezifikationen:
Massey Ferguson M 1127,1129,1135
Ford M2C-41 A, -85A, -86A-C,-134A-D
John Deere J 14B, J 20A
Case MS 1207
IHC B6 (Hy Tran Fluid)
Hanomag 508
Fiat AG87
MIL-L 2105 (GL4)
Allison C-3
Vickers-Hydraulik-Teste usw.
 

Traktoren-Kraftstoffe

Kraftstoffe für Otto-Motoren der Traktoren, die mit besonderen Vergasern ausgerüstet sind; der Siedebereich liegt zwischen Otto- und Dieselkraftstoff, 135 bis 250 °C

Transformatorenöle

niedrig viskose Öle, ca. 25 bis 30 mm2/s bei 20°C; getrocknet zu werden
-siehe Isolieröl-
 

Tribologie/Tribotechnik

Die wissenschaftliche Erforschung und technische Anwendung von Reibung, Verschleiß und Schmierung unter Berücksichtigung von Konstruktion, Werkstoffkunde, behördlicher Vorschriften usw. umfaßt das Gebiet der Tribologie. Der Tribotechnik befaßt sich darüber hinaus mit der Werterhaltung von Maschinen und Werkzeugen, der Vereinfachung des Schmierstoffeinsatzes, der Minimierung von Energieverlusten, diesbezüglichen Umweltbelangen, kostengünstige Produktion und zielgerichtete programmierte Wartung

Tropfpunkt

ist die Temperatur, bei der eine Probe bei Erwärmung unter Prüfbedingungen durch die Öffnung eines Nippels fließt und auf den Boden des Prüfrohres fällt; für Schmierfette: DIN ISO 2176

Trübungspunkt

eines Mineralölproduktes ist diejenige Temperatur in °C, bei der Paraffin oder andere Stoffe beginnen, sich beim Abkühlen nach vorgeschriebenen Bedingungen aus einem Medium, z.B. Öl, auszuscheiden
-siehe Cloudpoint-
 

Turbinenöl

-siehe Dampfturbinenöl: DIN 51 515 T1, Wasserturbinenöl-
 

U

U-Rohr-Methode

Messung des Fließvermögens von Schmierölen bei Temperaturen unter 0°C: DIN 51 568

Umweltzeichen

-siehe RAL-

Ungesättigte Verbindungen

Kohlenwasserstoffe mit ungesättigten Doppelbindungen (Dreifach-Bindungen) der Kohlenstoffatome; sie sind sehr reaktionsfreudig
 

V

Vakuumdestillation

wird bei der Herstellung von Schmierölen angewandt; da bei der Normaldruckdestillation (atmosphärische Destillation) größere Kohlenwasserstoffmoleküle brechen (cracken) würden
-siehe Destillation-
 

Vaseline

natürliche oder künstliche geruchs- und geschmacksfreie Gemische aus festen und flüssigen Kohlenwasserstoffen des Erdöles; Natur-Vaseline wird aus Petrolatum durch Raffination gewonnen
-siehe Petrolatum-
 

Vaselinöl

alte Bezeichnung für Weißöl

Verbrennung

Oxidation; z.B. kohlenstoffhaltige Produkte mit dem Sauerstoff der Luft

Verdampfungsverlust

bei höheren Temperaturen (bis zu 350°C) auftretender Verdampfungsverlust eines Schmieröles; er spielt insbesondere eine Rolle bei der Motoren- und Zylinderschmierung. Bei den auftretenden hohen Temperaturen kann ein hoher Verdampfungsverlust gleichbedeutend mit einem gesteigerten Ölverbrauch sein und zu einer Änderung der Eigenschaften des Öles führen: DIN 51 581 (Noack Test u.a. Prüfung für Motorenöle: CEC L-40-T-87); Prüfung von Schmierfetten für feinmechanisch-optische Geräte: DIN 58 397 T1

Verdichter-Schmieröle: DIN 51506

Schmieröle V, die in Luftverdichtern mit ölgeschmierten Druckräumen ohne Einspritzkühlung verwendet werden. Diese Schmieröle können auch in Luftvakuumpumpen eingesetzt werden, die gegen einen höheren als den atmosphärischen Druck fördern 

Schmieröl-
gruppen
Für fahrbare Luftverdichter und Verdichter,
mit deren Druckluft Brems-, Kipp-, Signal-
oder Fördereinrichtungen auf Fahrzeugen
betätigt werden mit Verdichtungs-Endtemp.
Für Luftverdichter mit Behältern zur
Speicherung der Druckluft oder mit
Rohrleitungsnetzen mit Verdichtungs-
endtemperaturen
VDL bis 220 °C bis 220 °C
VC/VCL bis 220 °C bis 160 °C1)
VB/VBL bis 140 °C bis 140 °C

1) Drehschiebeverdichter ( Vielzellenverdichter) mit Frischölschmierung können mit Verdichtungsendtemperaturen bis 180 °C betrieben werden, mit

  • nach Art von Motorenölen legierten Schmierölen
  • legierten Verdichterölen,
  • sofern die in Tabelle 2 der DIN 51 506 genannten Anforderungen der Schmierölgruppe VCL erfüllt sind

Verdunstung

Verdampfung einer Flüssigkeit durch die Oberfläche in die Luft unterhalb der Siedetemperatur

Vergaser

zerstäubt und vernebelt den Kraftstoff für Otto-Motoren bei gleichzeitiger Mischung mit der Luft

Vergaservereisung

die Feuchtigkeit der Luft wird bei bestimmten Voraussetzungen, z.B. bei Außentemperaturen zwischen 2 und 8°C, hoher Luftfeuchtigkeit und kaltem Motor im Vergaser als Eis abgeschieden; Eisbildung an Drosselklappe, Lufttrichter usw. tritt auf; die Folge ist Motorstillstand; Abhilfe durch Kraftstoff-Additive und Vergaserbeheizung

Vergleichbarkeit

-siehe Präzision-

Verharzung

Alterung von Mineralölprodukten durch Bildung von hochpolymeren Kondensationsprodukten

Verkokungstest

-siehe Conradson-Test-: DIN 51 551; Ramsbottom-Methode DIN ISO 4262; EN 8

Verschleiß

Abrieb, Abnutzung usw.

Verschleißschutz-Additive

Wirkstoffe, die im Mischreibungsgebiet den Verschleiß herabsetzensollem; man unterscheidet
a) mildwirkende Zusätze wie Fettsäuren, Fettöle (hochpolare, grenzflächenaktive Stoffe), Metall-Dithiophosphate usw.
b) Hochdruckzusätze als Blei-, Schwefel-, Chlor-, Phosphor-Verbindungen usw.
c) Festschmierstoffe wie Graphit, Molybdändisulfid usw.
-siehe Extreme Pressure-
 

Verschnittöl

-siehe compoundierte Öle-

Verseifungszahl (VZ)

die Menge in mg KOH, die erforderlich ist, um die in 1g eines Öles enthaltenen freien und gebundenen Säuren zu neutralisieren und die vorhandenen Ester zu verseifen. Im Öl enthaltene Wirkstoffe sowie Aktivschwefel können die VZ stark beeinflussen: DIN 51 559 T1/T2

Vierkugel-Apparat (VKA)

Ölprüfgerät zur Prüfung von Schmierstoffen mit Wirkstoffen (EP-Schmierstoffe); bei vier pyramidenförmig angebrachten Kugeln dreht sich die obere; die Belastung kann bis zum Verschweißen der Kugeln gesteigert werden (Schweißlast); die Belastung in N dient als VKA-Wert; als Verschleißkennwert wird nach einer einstündigen Prüfzeit der Kalottendurchmesser der drei Standkugeln gemessen und zur Bewertung herangezogen: DIN 51 350 T1/T2/T3

Visbreaken

eine milde Form des thermischen Spaltens von Kohlenwasserstoffen. Schweres Heizöl wird bei einem Druck von ca. 70 bar und einer Temperatur von ca. 450 °C thermisch gecrackt. Die Ausbeute an leichten Produkten mit max. 30% ist sehr gering

Viskogramm

Meßblatt zur Ermittlung der wirklichen Viskosität bei Mischungen
-siehe Viskogramm (Tabellen)-
 

Viskokalkulator, Viskomparator

Rechenstab bzw. Drehscheibe zur Umrechnung von Viskositätsangaben

Viskosimeter

Geräte zur Bestimmung der Viskositäten von Flüssigkeiten; man unterscheidet: Kapillar-, Rotations-, Kugelfall-, Ausfluß-Viskosimeter usw., z.Z. verwendete Viskosimeter:
Brookfield-Viskosimeter: DIN 51 398
Brookfield-Viskosimeter: CEC L-32-T-82
High Shear Rate high Temperatur Viscosity: CEC L-36-T-84
Cannon-Fenske-Viskosimeter: DIN 51 366
Cold-Cranking-Simulator: DIN 51 377
Kugelfall-Viskosimeter: DIN 53 015
Rotations-Viskosimeter: DIN 53 018
Mini-Rotary-Viskosimeter: ASTM D 3829
Brookfield-Viskosimeter: ASTM D 3232 (Schmierfette)
Ubbelohde-Viskosimeter: DIN 51 562
 Vogel-Viskosimeter: DIN 51 561
Ossag-Viskosimeter: DIN 51 569
Seybolt-Viskosimeter
Redwood-Viskosimeter
BS/IP-U-Rohr: DIN 51 372
Colas-Pipetten
Fordbecher usw.
 

Viskosität

(Zähigkeit) ist die Eigenschaft einer Flüssigkeit, der gegenseitigen laminaren Verschiebung (Verformung) zweier benachbarter Schichten einen Widerstand (innere Reibung, Schubspannung) entgegenzusetzen: DIN 1342, DIN 51 550, DIN ISO 3104
Dynamische Viskosität = Schubspannung : Geschwindigkeitsgefälle
Die Einheit der Dynamischen Viskosität ist die Pascalsekunde (Pa • s = 1 Ns/m2)
1 m Pa • s = 10-3 Pa • s = 1 cP
 
Kinematische Viskosität = Dynamische Viskosität : Dichte
Die Einheit der Kinematischen Viskosität ist m2/s
1m2/s     = 106 mm2/s
1mm2/s = 10-6 m2/s = 1cSt
Unter Einwirkung der Schwerkraft ist die Kinematische Viskosität das Verhältnis von Dynamischer Viskosität und Dichte (d.h. z.B. im Fall des freien Fließens Messung mittels einer Kapillaren)
 

Viskositäts-Druckverhalten

die Abhängigkeit der Viskosität eines Schmieröles hängt außer von der Temperatur auch vom Druck ab. Die Struktur (Provenienz) des Grundöles ist mit entscheidend für das Viskositäts-Druck-Verhalten
-siehe auch VDI-Richtlinien 2202-
 

Viskositäts-Klassen

-siehe SAE-Klassen bzw. ISO-Viskositätsklassifikationen-

Viskositäts-Klassifikationen

für flüssige Industrie-Schmierstoffe
-siehe ISO Viskositätsklassifikationen-
 

Viskositäts-Temperatur-Verhalten (VT)

einer Flüssigkeit ist die Abhängigkeit der Änderung ihrer Viskosität mit Änderung der Temperatur
-siehe Viskositätsindex-
 

Viskositätsindex (VI)

er ist eine rechnerisch ermittelte Zahl einer konventionellen Skala, die die Viskositätsenderung eines Mineralöl- bzw. Syntheseöl-Erzeugnisses mit der Temperatur charakterisiert. Ein hoher Viskositätsindex kennzeichnet eine geringere Änderung der Viskosität mit der Temperatur als ein niedrigerer Viskositätsindex und umgekehrt. Berechnung des VI aus der kinematischen Viskosität: DIN ISO 2909, ASTM D 2270

Viskositätsindex-Verbesserer

Wirkstoffe (Viskosity Improver, Polymere), die im Mineralöl gelöst das Viskositäts-Temperatur-Verhalten verbessern; d.h. sie vermindern die Temperaturabhängigkeit der Viskosität; bei tiefen Temperaturen verbessern sie das Fließverhalten, und bei hohen Temperaturen bewirken sie eine höhere Viskosität als ohne VI-Verbesserer. Die wichtigsten Viskositätsindex-Verbesserer-Gruppen sind Polymethacrylate (PMA), Olefincopolymere (OCP), Polyisobuthylene (PIB) und Styrol-Butadien-Copolymere (SBC).
Schmieröle mit VI-Verbesserern unterliegen anderen rheologischen Eigenschaften als mineralische Grundöle. Mineralöle (Flüssigkeiten), die ihre Viskosität bei unterschiedlicher mechanischer Beanspruchung (wechselndes Schergefälle) nicht ändern, werden als Newtonsche Flüssigkeiten bezeichnet. Fällt die Viskosität mit steigendem Schergefälle (Schergeschwindigkeit) wie bei Schmierölen mit VI-Verbesserern, so spricht man von pseudoplastischen oder thixotropen Flüssigkeiten. Steigt die Viskosität mit steigendem Schergefälle, so spricht man von pseudoplastischen oder thixotropen Flüssigkeiten. Steigt die Viskosität mit steigendem Schergefälle, so spricht man von dilatantem Verhalten der Flüssigkeiten (z.B. Suspensionen). Eine Viskosität, die vom Schergefälle abhängig ist, bezeichnet man auch als ,,scheinbare Viskosität" (Scheinviskosität)
 

Viskositätskurve

graphische Darstellung der Viskosität in Abhängigkeit von der Temperatur (Viskositäts-Temperatur-Verhalten) bzw. vom Druck (Viskositäts-Druck-Verhalten)

Viskositätspolhöhe (VP)

Maß für das Viskositäts-Temperatur-Verhalten eines Mineralöles

Viskositätswerte

-siehe Viskositätstabelle-

VK

Vergaserkraftstoff
-siehe Ottokraftstoff (OK)-
 

VKA

-siehe Vierkugel-Apparat-

Vollschmierung

ist z.B. elastohydrodynamische Schmierung bei Zahnradpaarungen oder hydrodynamische Schmierung bei Gleitlagern, bei denen aufeinandergleitende Flächen durch das Schmiermittel völlig getrennt sind

VTL

-siehe TL-

VZ

-siehe Verseifungszahl-
 

W

Wagenfette

Schmierfette für Achsen einfacher landwirtschaftlicher Geräte und Fuhrwerke

Walkpenetration

die Walkpenetration wird zur Kennzeichnung der Konsistenz eines Schmierfettes verwendet und gestattet eine Beurteilung der Brauchbarkeit des Schmierfettes für bestimmte Verwendungszwecke.
Unter Walkpenetration wird die Konuspenetration verstanden, die unmittelbar nach der Behandlung der Probe mit 60 Doppeltakten innerhalb einer Minute im Schmierfett-Kneter bei 25 °C bestimmt wird: DIN ISO 2137; DIN 51 804 Teil2
-siehe Penetration, Konsistenz-
 

Walzenfettbrikett

Blockfett für Walzenzapfen in Gleitlagern von Walzgerüsten; abgestimmt auf Temperatur bzw. Wassereinfluß

Wälzlagerfette

Schmierfette für Wälzlager, heute in den meisten Fällen lithiumverseifte Schmierfette; teilweise auch Natriumseifen-Schmierfette; für spezielle Anwendungsgebiete, z.B. bei sehr starkem Wassereinfluß auch Calciumseifen-Schmierfette

Walzöle

Metallbearbeitungsöle, die beim Kaltwalzen zum Benetzen der Walzen, d.h. zum Schmieren und Kühlen beim Walzvorgang, benutzt werden

Wärmeträgeröl

temperatur- und oxidationsbeständiges Mineral- oder Syntheseöl mit gutem Flammpunkt, das als Wärmeträger zum Kühlen oder zum Erwärmen eingesetzt werden kann; weitere wichtige Merkmale sind: Siedebeginn, Flammpunkt, Dampfdruck, Fließvermögen, und Crack-Temperatur; Wärmeträgeröle Q: DIN 51 522

Waschpetroleum

Reinigungsmittel für Maschinenteile

Wasserabscheidevermögen (WAV)

Eigenschaft von Mineralölprodukten und synthetischen Produkten, Wasser abzuscheiden (Emulgierfestigkeit); für Dampfturbinenöle: DIN 51 589 T1, für Flug-Turbinenkraftstoffe: DIN 51 403

Wasserabweisende Schmierfette

meist auf Ca- und Li-Basis; Prüfung des Verhaltens von Schmierfetten gegenüber Wasser: DIN 51 807 T1/T2
 

Wasserbeständigkeit

Zur Prüfung des Verhaltens von Schmierfetten gegenüber Wasser gibt es eine statische und eine dynamische Prüfung. Es wird untersucht, wie der Einfluß von Wasser bei verschiedenen Temperaturen auf ein Schmierfett einwirkt: DIN 51 807 T1/T2

Wassergefährdungsklassen (WGK)

Die Wassergefährdungsklasse (WGK) bezeichnet das Potenzial verschiedener Stoffe zur Verunreinigung von Wasser. Diese Einstufung von Chemikalien ist ein wichtiges Kriterium zum Schutz von Umwelt und Gesundheit.
Die potentiell wassergefährdenden Stoffe werden in 3 Klassen unterteilt:
WGK 1 schwach wassergefährdend
WGK 2  wassergefährdend
WGK 3  stark wassergefährdend

Für die Beurteilung werden die Eigenschaften akute und orale Säugetiertoxizität, akute Bakterientoxizität, akute Fischtoxizität und biologisches Abbauverhalten herangezogen.
Weitere Kriterien sind:
 
Die chemisch-physikalischen Eigenschaften, wie z.B. Flüchtigkeit, Löslichkeit, Mischbarkeit und Eliminations- und Verteilungsmechanismen.
Mittels eines bestimmten mathematischen Verfahrens erhält man rechnerische Werte dieser Untersuchungen, die dann als Wassergefährdungszahlen (WGZ) ausgewiesen werden
 
Die Verwendung der WGK 0 für nicht wassergefährdende Stoffe ist mit der Veröffentlichung der Verwaltungsvorschrift wassergefährdende Stoffe -VwVwS vom 17. Mai 1999 hinfällig. In der neuen Vorschrift werden diese Stoffe als "nicht wassergefährdende Stoffe" bezeichnet.
An die Einteilung in die einzelnen Klassen knüpfen sich Folgen hinsichtlich der Lagerung und des Transportes der Substanzen.
Die wassergefährdenden Stoffe werden in Deutschland in der Verwaltungsvorschrift wassergefährdende Stoffe (VwVwS) veröffentlicht. Diese Vorschrift leitet sich aus § 19g Abs. 5 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) ab

 

Wassermischbare Kühlschmierstoffe

-siehe Kühlschmierstoffe-

Wasserpumpenfette

Schmierfette für Wasserpumpen; sie müssen den thermischen und Feuchtigkeitsansprüchen, z.B. von Heizungs- oder Entwässerungs-Anlagen gerecht werden

Wasserturbinenöl

alterungsstabiles, nicht emulgierendes Schmieröl für Wasserturbinen;
die Viskosität richtet sich nach der Turbinenart, nach Art der Lagerung sowie nach dem Regler
 

Webstuhlöl

mit Wasser und Seife auswaschbare Schmieröle (emulgiert) für Webstühle

Weißöle

hochraffinierte, wasserklare oder leicht gelbliche Mineralöle; man unterscheidet technische und medizinische Weißöle: Paraffinum subliquidum und Paraffinum perliquidum, müssen den Vorschriften des DAB 10 entsprechen

White Spirit

hochsiedendes Spezialbenzin, mit einem Siedebereich von 130 bis 210 °C

Wichte

spezifisches Gewicht eines Körpers; nicht mehr zu benutzende Größe
-siehe Dichte-
 

Wiederholbarkeit

-siehe Präzision-

Wirkstoffe

(Zusätze, Additive) öllösliche Stoffe, die Mineralölen, Mineralölprodukten und Syntheseölen zugegeben werden. Sie verändern oder verbessern durch chemische und/oder physikalische Wirkung die Eigenschaften der Schmierstoffe, Kraftstoffe, Heizöle usw., wie Oxidationsstabilität, EP-Wirkung, Schaumbildung, Oiliness, Viskositäts-Temperatur-Verhalten, Stockpunkt, Fließfähigkeit, Vergaservereisung, Ansaugsystem-Verschmutzung, Filtrierbarkeit, Zündwilligkeit, Klopffestigkeit usw.

Wollfest

Wachs, das beim Reinigen der rohen Schafwolle anfällt (LAnolin); wird verschiedentlich als Zusatzmittel für Korrosionsschutzöle und -fette angewendet

WOMA

White Oil Manufacturers Association; Kennzeichnung für Weißöle
 

Z

Zähigkeit

-siehe Viskosität-

Zahnradfett

gut haftendes Schmiermittel für meist offene Zahnradantriebe mit bituminöser Grundlage; oft Zusatz von MoS2 und Graphit; meist vorgelöst, auch in Spraydosen zur leichteren Anwendung im Handel

Zentipoise (cP)

Einheit der dynamischen Viskosität
-siehe Poise, Viskosität-
 

Zentistokes (cSt)

Einheit der kinematischen Viskosität
-siehe Stokes, Viskosität-
 

Ziehfette, Ziehöle

Schmierstoffe zum Ziehen von Metallen, teilweise mit Hochdruckadditiven, gefettet und emulgierend im Einsatz

Zündtemperatur

als Zündtemperatur eines brennbaren Stoffes gilt die nach einer festgelegten Arbeitsweise ermittelte niedrigste Temperatur, bei der im Prüfgerät eine Entzündung des brennbaren Stoffes im Gemisch mit Luft festgestellt wird: DIN 51 794

Zündwilligkeit

ist die Eigenschaft eines Kraftstoffes, die in einem nach dem Dieselprinzip arbeitenden Motor Selbstzündung bewirkt. Zur Selbstzündung ist bei jedem Kraftstoff außer Zerstäubung, Druck und Temperatur eine Aufbereitungszeitspanne (Zündverzug) vom Einspritzbeginn bis zur feststellbaren Verbrennung erforderlich. Die Zündwilligkeit eines Kraftstoffes kann nur in einem Prüfmotor bestimmt werden: DIN 51 773
-siehe Cetanzahl-
 

Zweitakt-Motorenöle

für die Schmierung von Zweitakt-Ottomotoren unterscheidet man je nach Motorart, Einsatz, Schmierungssystem, Mischbarkeit, Mischungsverhältnis, Korrosionsschutz, Reinigungswirkung, biologischer Abbaubarkeit usw. folgende Zweitakt-Motorenöle:
a) selbstmischende (vorgelöst)
b) nichtselbstmischende (nicht vorgelöst) für Frischöl-Automatik (Frischölschmierung)
c) Außenbordmotorenöle (Outboardöle).
Eingeteilt sind die Zweitaktöle in drei API-Leistungskategorien TA, TB, TC für Mopeds, Motorroller, Motorräder usw. sowie für sonstige Landgeräte
Für wassergekühlte Zweitakt-Außenbordmotoren gelten die Leistungskategorien nach API, TD bzw. nach NMMA (National Marine Manufacturers Association) TC-W (bis 1992), TC-W II (ab 1993) und TC-W 3
 
API-Klassn                    Anwendungsmöglichkeiten                    Prüfmotoren             Anforderungskriterien                                      
TA Mopeds, Mofas, Rasenmäher, Zweitaktmotoren für Generatoren und Pumpen  Yamaha CE 50s Kolbenverschleiß, Kolbenklemmen, Verkoken der Schlitze und Auspuff-anlage 
TB Motorroller, Motorroller bis 250 cm3 Motorsägen usw. mit magerem Kraftstoff-Öl-Gemisch Vespa 125 TS Kolbenverschleiß, Kolbenklemmen, Glühzündungsneigung durch Rückstände, Leistungsverlust
TC Motorräder mit hoher Leistung, Schneemobile, Kettensägen usw. mit magerem Kraftstoff-Öl-Gemisch Yamaha Y 350 M-2
Yamaha CE 50s
Kolbenablagerungen, Kolbenring-klemmen, Glühzündungsneigung durch Rückstände
TD*
TC-W
*von NMMA TC-W übernommen
Außenbordzweitaktmotoren Yamaha CE 50s
OMC 90 TLCOS 
Kolbenklemmen, Kolbenringklemmen, Kolbenablagerungen, Glühzündungsneigung durch Rückstände, Korrosion, Mischbarkeit
NMMA
TC-W II
(ab 1993)
Außenbordzweitaktmotoren Yamaha CE 50s
OMC 40 ECC (hp)
Kolbenringklemmen, Kolbenablagerungen, Korrosion, Mischbarkeit, Glühzündungsneigung
NMMA
TC-W 3
(ab 1993)
Außenbordzweitaktmotoren Mercury 15 hp
OMC 70 hp
OMC 40 hp
Yamaha CE 50s
Kolbenringklemmen, Kolbenablagerungen, Glühzündungsneigung durch Rückstände, Korrosion, Mischbarkeit

Zweitraffinate

bestimmte gebrauchte Schmieröle (Altöle), die in einer Raffinerie zu Zweitraffinaten aufgearbeitet werden (Entwässerung, Reinigung, Destillation, Raffination, Mischung, Additivierung, usw.); können je nach Qualität der Verfahrenstechnik Eigenschaften wie Erstraffinate aufweisen

Zylinderöle

-siehe Dampfzylinderöl: DIN 51 510-